Buddhisten feiern ihre Angehörigen
Fest der Dankbarkeit in der Pagode

Münster -

Eltern und Ahnen war am Sonntag das Ullambana-Fest in der buddhistischen Pagode „Phuong Quang“ an der Trauttmansdorffstraße gewidmet. Ab dem Vormittag meditierten Abt Thich Minh Thong, Gläubige der Gemeinde und Gäste vor einer Buddha-Statue mit Blumen-Bouquets im Freien. Nachmittags wurde dort die spirituelle Zeremonie dieses „Festes der Dankbarkeit“ abgehalten.

Montag, 20.08.2018, 22:00 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 20.08.2018, 22:00 Uhr
Beim „Bambustanz“ konnten als Abschluss der Zeremonie alle Besucher mitmachen. Dabei wurden die Stangen von zwei Seiten auf den Boden geklopft, jeder bewegte sich auf seine Art darüber hinweg.
Beim „Bambustanz“ konnten als Abschluss der Zeremonie alle Besucher mitmachen. Dabei wurden die Stangen von zwei Seiten auf den Boden geklopft, jeder bewegte sich auf seine Art darüber hinweg. Foto: klm

„Wir feiern Ullambana auch für die jungen Leute unter uns. Wer von ihnen hier in Deutschland geboren wurde, weiß nicht unbedingt so viel um die Bedeutung des Festes“, sagte der Abt.

Zu jenen Gläubigen aus Münster und dem Umland, die häufiger die Pagode besuchen, kamen Besucher aus dem Raum Osnabrück und Norddeutschland, aus dem Ruhrgebiet, dem Rheinland und dem Siegerland hinzu. Die meisten haben vietnamesische Wurzeln, so wie Abt Thich Minh Thong.

„Wir denken heute an die eigenen Eltern und an die Verwandten. Dazu gehören die Verstorbenen, erklärte Kim Truong, eine der Gläubigen. „Alle sollen an ihren Ursprung denken. An ihren Kreis der Familie und letztlich an alle lebenden und verstorbenen Menschen in der Welt.“

An der Zeremonie nahmen auch Menschen aus Münster teil, die zwar keinen asiatischen Familienhintergrund haben, sich dem Buddhismus aber verbunden fühlen. Die Münsteranerin Katja Sonnenstuhl etwa hatte sich im Mai in der Pagode aufnehmen lassen – sie will sich intensiv mit den Lehren Buddhas befassen, wie sie erklärte. Während der Zeremonie hatte sie die Gelegenheit, am Mikrofon ihre Eindrücke von ihren Besuchen zu schildern.

Die Zeremonie beendete der „Mua Sap“, der Bambustanz. Er ist laut der Gemeinde besonders beliebt bei den Volksgruppen in der nordwestlichen Bergregion Vietnams. Später versammelten sich viele der Besucher zum vegetarischen Essen, bei dem es Reisbandnudeln, Gemüsesuppe und asiatische Nudeln mit Tofu gab.

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