Erneut Pumpen im Einsatz
Aasee: Zustand bleibt kritisch

Münster -

Der Sauerstoffgehalt des Aasee-Wassers ist vorübergehend wieder deutlich zurückgegangen. Kurzfristig mussten die Wasserpumpen reaktiviert werden, die schon nach dem großen Fischsterben zum Einsatz gekommen waren.

Donnerstag, 23.08.2018, 21:00 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 23.08.2018, 21:00 Uhr
Seit Donnerstagnacht wird wieder Wasser – und damit Sauerstoff – in den Aasee gepumpt: 45 000 Liter pro Minute. Wie lange die Pumpen arbeiten, steht noch nicht fest.
Seit Donnerstagnacht wird wieder Wasser – und damit Sauerstoff – in den Aasee gepumpt: 45 000 Liter pro Minute. Wie lange die Pumpen arbeiten, steht noch nicht fest. Foto: Matthias Ahlke

Der Patient Aasee ist noch lange nicht geheilt – in der Nacht zu Donnerstag befand er sich sogar erneut in kritischem Zustand. Zwei Wochen nach dem großen Fischsterben näherte sich der Sauerstoffgehalt des Wassers wieder der für Tiere tödlichen Marke von drei Milligramm pro Liter, nachdem er in den Nächten zuvor noch zwischen sechs und acht Milligramm gelegen hatte. Die Feuerwehr forderte daraufhin am späten Mittwochabend eine Hochleistungspumpe der Freiwilligen Feuerwehr Emsdetten an. Um 0.40 Uhr war sie einsatzbereit, so Feuerwehr-Leiter Willi Kemper.

45 000 Liter Wasser pro Minute

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  • Mit kräftigen Wasserstrahlen versucht die Emsdettener Feuerwehr, dem Aasee mehr Sauerstoff zuzuführen. Foto: Matthias Ahlke
  • Mit kräftigen Wasserstrahlen versucht die Emsdettener Feuerwehr, dem Aasee mehr Sauerstoff zuzuführen. Foto: Matthias Ahlke
  • Mit kräftigen Wasserstrahlen versucht die Emsdettener Feuerwehr, dem Aasee mehr Sauerstoff zuzuführen. Foto: Matthias Ahlke
  • Mit kräftigen Wasserstrahlen versucht die Emsdettener Feuerwehr, dem Aasee mehr Sauerstoff zuzuführen. Foto: Matthias Ahlke
  • Mit kräftigen Wasserstrahlen versucht die Emsdettener Feuerwehr, dem Aasee mehr Sauerstoff zuzuführen. Foto: Matthias Ahlke
  • Mit kräftigen Wasserstrahlen versucht die Emsdettener Feuerwehr, dem Aasee mehr Sauerstoff zuzuführen. Foto: Matthias Ahlke
  • Mit kräftigen Wasserstrahlen versucht die Emsdettener Feuerwehr, dem Aasee mehr Sauerstoff zuzuführen. Foto: Matthias Ahlke
  • Mit kräftigen Wasserstrahlen versucht die Emsdettener Feuerwehr, dem Aasee mehr Sauerstoff zuzuführen. Foto: Matthias Ahlke
  • Mit kräftigen Wasserstrahlen versucht die Emsdettener Feuerwehr, dem Aasee mehr Sauerstoff zuzuführen. Foto: Matthias Ahlke
  • Mit kräftigen Wasserstrahlen versucht die Emsdettener Feuerwehr, dem Aasee mehr Sauerstoff zuzuführen. Foto: Matthias Ahlke
  • Mit kräftigen Wasserstrahlen versucht die Emsdettener Feuerwehr, dem Aasee mehr Sauerstoff zuzuführen. Foto: Matthias Ahlke
  • Mit kräftigen Wasserstrahlen versucht die Emsdettener Feuerwehr, dem Aasee mehr Sauerstoff zuzuführen. Foto: Matthias Ahlke
  • Mit kräftigen Wasserstrahlen versucht die Emsdettener Feuerwehr, dem Aasee mehr Sauerstoff zuzuführen. Foto: Matthias Ahlke
  • Mit kräftigen Wasserstrahlen versucht die Emsdettener Feuerwehr, dem Aasee mehr Sauerstoff zuzuführen. Foto: Matthias Ahlke
  • Mit kräftigen Wasserstrahlen versucht die Emsdettener Feuerwehr, dem Aasee mehr Sauerstoff zuzuführen. Foto: Matthias Ahlke
  • Mit kräftigen Wasserstrahlen versucht die Emsdettener Feuerwehr, dem Aasee mehr Sauerstoff zuzuführen. Foto: Matthias Ahlke
  • Mit kräftigen Wasserstrahlen versucht die Emsdettener Feuerwehr, dem Aasee mehr Sauerstoff zuzuführen. Foto: Matthias Ahlke
  • Mit kräftigen Wasserstrahlen versucht die Emsdettener Feuerwehr, dem Aasee mehr Sauerstoff zuzuführen. Foto: Matthias Ahlke

Diesmal keine Fische verendet

Seitdem pumpt sie in der Nähe des Segelclubs Hansa pro Minute 45.000 Liter Wasser in den Aasee – wie bereits in den Tagen nach dem Fischsterben. Wann die Pumpe wieder abgestellt wird, ist nach Aussage von Stadt-Sprecher Joachim Schiek noch unklar.

Immerhin: Diesmal seien keine Fische ums Leben gekommen, so Schiek. Vor zwei Wochen waren 20 Tonnen tote Fische aus dem Aasee gezogen worden, außerdem verendeten zahlreiche Wasservögel. Nach Angaben der Stadt steht inzwischen fest, dass sie an Botulismus oder einer von Blaualgen verursachten Vergiftung gestorben sind. Dies hätten Untersuchungen im Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe ergeben. Vogelgrippe-Viren seien nicht festgestellt worden.

Pumpen-Einsatz zeigt Wirkung

Zurück zu den Ereignissen vom Donnerstag: Laut Schiek zeigte der Pumpen-Einsatz am Abend Wirkung. Im Laufe des Tages sei der Sauerstoffgehalt auf elf Milligramm pro Liter gestiegen. Dies entspreche bei einer Wassertemperatur von 24 Grad einer Sauerstoffsättigung von 138 Prozent.

Fischsterben im Aasee : Sauerstoffwerte wieder im Keller

Pumpen zwischenzeitlich abgestellt

Laut Stadt werden die Sauerstoffwerte des Aasees seit dem 9. August kontinuierlich gemessen und überwacht. Auf die Frage, warum die Wasserpumpe am 14. August wieder abgebaut wurde und nicht – mit Blick auf die Wettervorhersage (sonnig und warm) – weiterlief, antwortete die Stadt am Donnerstag: „Das Pumpen war eingestellt worden, als und weil sich die Sauerstoffwerte im Aasee wieder erholt hatten.“

So hätten sie zwischenzeitlich wieder zwischen acht und 14 Milligramm pro Liter gelegen. Zudem sei die Sauerstoffproduktion der Grünalgen und der Cyanobakterien durch das Sonnenlicht wieder in Gang gekommen, und die Fotosynthese habe zu tagsüber steigenden Sauerstoffwerten geführt, so die Stadt.

Unterdessen teilte die Verwaltung mit, dass ein von Oberbürgermeister Markus Lewe angekündigtes Gremium mit Experten aus Wissenschaft und Verwaltung in Kürze seine Beratungen zur Zukunft des Aasees aufnehmen soll.

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