Fischsterben im Aasee
Umweltministerin gibt sich wortkarg

Münster -

Das Fischsterben im Aasee hat in den vergangenen Wochen über Münster hinaus die Gemüter bewegt. Die neue NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser gab sich am Mittwoch in diesem Zusammenhang schmallippig.

Freitag, 24.08.2018, 09:15 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 24.08.2018, 06:50 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 24.08.2018, 09:15 Uhr
Ursula Heinen-Esser
Um das Fischsterben im Aasee einzudämmen hat die Feuerwehr Emsdetten Pumpen aufgebaut, um dem Aasee mehr Sauerstoff zuzuführen. Foto: Matthias Ahlke

Deutschlandweit hat das Fischsterben im Aasee für Aufsehen gesorgt. Angesprochen auf die Öko-Katastrophe zeigte sich NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) bei ihrem jüngsten Besuch in Münster allerdings wenig im Thema. Immerhin: Ihren Informationen nach liege die Ursache bei den heißen Temperaturen und der Flachheit des Gewässers. Permanentes Beobachten solcher Gewässer sei immens wichtig, referierte die Ministerin aus ihren Unterlagen. Ob das in Münster geschehen sei, wisse sie indes nicht.

Mögliche Verantwortung der Landwirtschaft

Zu einer möglichen Verantwortung der Landwirtschaft wollte sich Heinen-Esser nicht äußern. Sie wolle da vorsichtig sein, war der Ministerin lediglich zu entlocken. Einige Stunden später legte das Ministerium dann schriftlich nach. Über Ausmaß und Folgen könne man bislang wenig sagen. Dies müsse erst „im Laufe des Herbstes vor Ort“ geklärt werden. Der ökologische Wiederaufbau des Sees werde sicherlich seine Zeit benötigen. „Bestimmt mehrere Jahre“, so das Ministerium.

Fischsterben im Aasee : Sauerstoffwerte wieder im Keller

Im Juli auf mögliches Fischsterben hingewiesen

Langfristig habe die Stadt Münster auf Basis einer genauen Prüfung der Ursachen entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, so die Landesbehörde. Man könne sich gut vorstellen, dass unter anderem eine Verringerung des erhöhten Nährstoffeintrages zum Prüfkatalog gehören werde. Das allerdings sei Aufgabe der Behörden vor Ort, so das Ministerium, das sowohl darauf hinweist, dass die Stadt Münster in der „Vergangenheit nicht untätig war“, als auch, dass das Ministerium bereits am 27. Juli auf mögliches Fischsterben in flachen Gewässern hingewiesen habe.

dpa_5F9A2C004112D428

NRW-Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser. Foto: Henning Kaiser/dpa

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5995206?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F
Nach Frontalzusammenstoß: Autofahrer schwer verletzt
Schwerer Unfall: Nach Frontalzusammenstoß: Autofahrer schwer verletzt
Nachrichten-Ticker