Verein und Zeitschrift „Draußen“ stellen sich vor
„Es geht um Bedürftige im weitesten Sinne“

Münster -

Am 22. September ist Freiwilligentag. Zu denen, die mitmachen, gehört das Magazin „Draußen“.

Dienstag, 28.08.2018, 15:00 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 28.08.2018, 07:30 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 28.08.2018, 15:00 Uhr
Vorstand und Team von „Draußen“ berichten am Freiwilligentag über ihre Arbeit (v.l.): Jörg Adler, Nadia Battistoni, Ursel Busch, Juliane Büker, Rolf Meyer, Sabine Sitte und Olaf Schlarmann.
Vorstand und Team von „Draußen“ berichten am Freiwilligentag über ihre Arbeit (v.l.): Jörg Adler, Nadia Battistoni, Ursel Busch, Juliane Büker, Rolf Meyer, Sabine Sitte und Olaf Schlarmann. Foto: klm

Das Magazin „Draußen“ kennen in Münster viele Menschen. Nicht zuletzt durch die Verkäufer, die es mit jeder neuen Monats-Ausgabe vor Supermärkten und an anderen markanten Stellen der Stadt anbieten. Zum Bundesfreiwilligentag am 22. September laden deren Redaktion und der Verein Interessierte ein, die Arbeit mit und für Bedürftige besser kennenzulernen.

Da ist zum einen die Redaktion, in der Berichte zu Themen sozialer Teilhabe sowie Lebensumstände und Biografien von bedürftigen Menschen in Münster recherchiert und verfasst werden. „Wir sind keine ausschließliche Obdachlosenzeitung, wie ja häufig vermutet wird. Sondern ein gemeinnütziger Verein, der aus einer Obdachlosenzeitung erwachsen ist“, sagt Geschäftsführerin Nadia Battistoni.

„Uns geht es um bedürftige Menschen – um Wohnungslose, aber auch um Hartz-IV-Empfänger und Bedürftige im weiteren Sinne“, erläutert Battistoni, die die Geschicke von Magazin und Verein wesentlich lenkt.

Im März kommenden Jahres werde das Magazin „Draußen“ schon 25 Jahre alt, erklärten die Geschäftsführerin und ihre Kollegen jetzt bei einem Gespräch anlässlich des Freiwilligentages in dem Büro an der Von-Kluck-Straße.

Für den Tag sei geplant, dass von dem Büro aus „feste Touren zu festen Zeiten“ zu Orten gemacht werden, die für Wohnungslose und andere bedürftige Menschen interessant sind, sagte Redaktionsmitarbeiterin Sabine Sitte. Dies seien zum Beispiel das Haus der Wohnungslosen als überbrückende Unterkunft mit Sozialberatung und Alltagsunterstützung, der kleine Park der Clemenskirche als Treffpunkt oder das Gertrudenhaus als sozialtherapeutische Übergangseinrichtung für wohnungslose Frauen.

Im Büro wiederum werde die Vereinsarbeit vorgestellt, wie Battistoni erläutert. Dazu zählten die Beratung der Verkäufer und anderer Menschen mit Bedarf durch Sozialarbeiter oder die Ausgabe eines Unterstützungspaketes mit Schlafsack und Kocher.

Erfahren werden die Freiwilligen zwischen 10 und 15 Uhr auch, dass die „Draußen“ nicht von Obdachlosen gemacht wird, sondern von Redaktionsmitarbeitern.

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Weitere Infos über Einsatzmöglichkeiten am Freiwilligentag gibt es auf www.freiwilligenagentur-muenster.de. Das „Draußen“-Büro ist erreichbar über Telefon 4 90 91 18

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