Kirchenbauten im Stadtbild
Über Münsters Dächern

Münster -

„Man merkt schon, dass das Thema Kirchenbau für uns alle ein persönliches Thema ist“, erklärte Manuela Klauser aus München. Sie ist Kunsthistorikerin und eine der Referentinnen, die jetzt an einer Exkursion durch vier Kirchen in Münster teilnahm.

Freitag, 31.08.2018, 23:00 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 31.08.2018, 23:00 Uhr
Über den Dächern der Stadt: Jörg Preckel (3.v.r.) gewährte den Teilnehmern einen Ausblick auf Münsters Kirchen.
Über den Dächern der Stadt: Jörg Preckel (3.v.r.) gewährte den Teilnehmern einen Ausblick auf Münsters Kirchen. Foto: pbm

Die Aktion fand im Rahmen der Tagung „Kirche(n) in der Stadt“ statt. Ende August versammelten sich Architekten, Künstler, Kunsthistoriker und Theologen, um sich über die Bedeutung von Kirchenbauten im politisch-sozialen Raum der Stadt auszutauschen.

Referent bei der Führung war Jörg Preckel. Er ist Geschäftsführer des Architektur- und Stadtplanungsbüros Pfeiffer-Ellermann-Preckel und setzt sich beruflich mit der Architektur und Historie von Kirchengebäuden auseinander. So war er maßgeblich am Umbau und der Neukonzeption der Dreifaltigkeitskirche beteiligt.

Wie das Franz-Hitze-Haus mitteilt, war die Veranstaltung eine Kooperation der Akademie mit dem Deutschen Liturgischen Institut Trier sowie mit der Philosophisch-Theologischen Hochschule Münster. Sie findet bereits seit 20 Jahren statt. Auch wenn es einen „festen Kern“ an Teilnehmern gibt, kommen zu jedem Treffen viele neue Besucher.

Nachdem sich die Gruppe im Innenhof des Alten Fischmarkts 12 versammelte, lotste Preckel sie auf den Balkon des Wirtschaftsclubs Westfalen. „Von hier aus können wir uns erst mal einen Überblick verschaffen“, erklärte der Referent und deutete auf die Ziele des Tages: die Dominikanerkirche, die Clemenskirche, die Apostelkirche sowie die Dreifaltigkeitskirche.

Die Besucher der Veranstaltung kamen aus Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Österreich. In diesem Jahr lag der Schwerpunkt der Tagung auf der Liturgiegeschichte. Für die Teilnehmer waren besonders die verschiedenen Meinungen wichtig. Durch ihre unterschiedlichen Fachbereiche und Herkunftsorte, hatte jeder von ihnen während der Vorträge und Diskussionsrunden einen eigenen Blickwinkel auf das Themenfeld. „Es ist für uns Tagende aber auch wichtig, sich die Kirchen dann anzusehen“, erklärte die Pastoralreferentin von St. Joseph Münster-Süd, Dr. Susanne Kolter.

Schon auf dem Weg zum ersten Gebäude berichtete Preckel viel über die Architektur der Stadt: „In vielen Straßen fehlt eine Etage, die nach dem Krieg einfach nicht wiederaufgebaut wurde“, erklärte er und deutete auf die Giebel. In der Dominikanerkirche bewunderten sie den Altarraum, stellten aber auch Überlegungen an, wie er für Besucher noch attraktiver präsentiert werden kann.

Die Erfahrungen und Eindrücke bezogen die Tagenden in den Folgetagen in ihre Diskussionen ein, heißt es weiter.

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