Messerattacke an Münsters Hauptbahnhof
Angriff auf 27-Jährigen: Opfer durch Not-OP gerettet

Münster -

Ein 24-jähriger Iraker hat am Sonntagmorgen einen drei Jahre älteren Landsmann am Hauptbahnhof in Münster mit Messerstichen lebensbedrohlich verletzt. Die Polizei konnte den Täter später in der Innenstadt festnehmen.

Sonntag, 02.09.2018, 17:35 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 02.09.2018, 15:03 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 02.09.2018, 17:35 Uhr
 
  Foto: Colourbox.de

Wie Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt am Sonntag weiter mitteilte, ereignete sich der Vorfall um 2.40 Uhr in einem Fast-Food-Restaurant. Unbeteiligte konnten den Angreifer zunächst von weiteren Stichen abhalten und aus dem Lokal drängen. „Der Tatverdächtige kehrte jedoch einen kurzen Augenblick später zurück und stach mit dem Messer erneut auf den Verletzten ein“, so Botzenhardt.

Das Geschehen verlagerte sich nach draußen. Dort gelang es Passanten, den 24-jährigen abzudrängen. Er flüchtete in Richtung Innenstadt, wo ihn Polizisten festnehmen konnten.

Haftbefehl soll beantragt werden

Zur Klärung des genauen Tatablaufs hat das Polizeipräsidium Münster eine Mordkommission unter Leitung von Kriminalhauptkommissar Ulrich Bux eingesetzt. „Es ist nur dem schnellen und professionellen Eingreifen der behandelnden Ärzte zu verdanken, dass der Verletzte eine lebensbedrohliche Stichverletzung im Brustkorb überlebt hat“, äußerte der MK-Leiter in einer ersten Stellungnahme. „Die Hintergründe des Angriffs sind derzeit noch völlig unklar.“

Nach derzeitigem Ermittlungsstand werde die Staatsanwaltschaft Münster noch am Sonntag den Erlass eines Haftbefehls gegen den 24-jährigen Iraker wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung beim Amtsgericht beantragen, erklärte der Oberstaatsanwalt.

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