Pedelec-Beratung auf dem Domplatz
Viele fahren mit dem E-Bike viel zu schnell

Münster -

Eine Sache war Christoph Becker besonders wichtig, deswegen wurde er nicht müde, diese zu betonen. „Die Geschwindigkeit mit einem Pedelec sollte nicht unterschätzt werden. 25 Kilometer die Stunde können Sie auf ge rader Strecke auf dem Nord-Ostsee-Radweg ohne Probleme fahren, aber in der Innenstadt ist das viel zu schnell“, sagte der Geschäftsführer der Verkehrswacht bei einer Infoveranstaltung rund um das Thema Pedelecs und E-Bikes, die am Samstag auf dem Domplatz stattfand.

Sonntag, 02.09.2018, 22:50 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 02.09.2018, 22:30 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 02.09.2018, 22:50 Uhr
Bei einer Infoveranstaltung auf dem Domplatz konnten Interessierte eine Testfahrt mit einem Pedelec machen und mussten dabei Hindernissen ausweichen.
Bei der Infoveranstaltung auf dem Domplatz konnten Interessierte eine Testfahrt mit einem Pedelec machen. Foto: Maximilian Konrad

Becker gab deshalb Pedelec-Nutzern auch gleich einen Tipp mit. „Wenn man auf ein elektronisches Fahrrad umsteigt, sollte man zunächst die niedrigste Unterstützungsstufe wählen, sodass man noch viel selbst treten muss. Mit der Zeit kann man die Unterstützung erhöhen. So bekommt man ein besseres Gefühl für die Geschwindigkeit.“ Die Anzahl von E-Bike-Nutzern nimmt kontinuierlich zu - zudem sinkt das Alter der Besitzer. Kauften vor einigen Jahren vermehrt Senioren solche Räder, sind es nun auch viel Berufstätige zwischen 30 und 50 Jahren.

„Mit dem E-Bike lassen sich auch größere Strecken zur Arbeit zurücklegen und man braucht sich keinen Parkplatz für sein Auto suchen“, sagt Ernst Metzler vom ADFC Münster, der auch Vorträge zum Thema Pedelecs hält. Beim Umgang mit elektronischen Fahrrädern sollten Besitzer auf einige Dinge achten. „Einerseits sollten Räder nicht im Keller aufbewahrt werden, da sie einfach zu schwer dafür sind, sie regelmäßig zu tragen. Andererseits verliert der Radler seine Kondition, wenn er sich ein E-Bike zulegt. Er lässt sich quasi fahren.“

Damit sich Pedelec-Fahrer aber auch andere Radler gut geschützt durch den Straßenverkehr bewegen, klärte Gertrud Wietholt von Kinderneurologie-Hilfe Münster zur Helmnutzung auf. „Organe kann man ersetzen, das Gehirn jedoch nicht. Deshalb plädieren wir für eine Helmpflicht“, sagte Wietholt, die mit dem Bundesverband Kinderneurologie-Hilfe die Initiative „Stadthelm“ - ein besonderer Fahrradhelm mit orange leuchtenden Dreieck als Markenzeichen ins Leben rief.

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