Kinder-Uni startet am 7. September
Wenn die Eltern schwierig werden

Münster -

Prof. Dr. Georg Rome spricht in seiner Vorlesung am kommenden Freitag (7. September) bei der Kinderuni über die Pubertät aus der Perspektive der Kinder und Jugendlichen.

Dienstag, 04.09.2018, 21:00 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 04.09.2018, 21:00 Uhr
In der Pubertät ist die Atmosphäre zwischen Eltern und Kindern nicht immer ganz entspannt. Prof. Georg Romer (kleines Bild) spricht darüber bei der Kinderuni am 7. September.
In der Pubertät ist die Atmosphäre zwischen Eltern und Kindern nicht immer ganz entspannt. Prof. Georg Romer (kleines Bild) spricht darüber bei der Kinderuni am 7. September. Foto: dpa/Garo/UKM

Die Eltern sind plötzlich immer so streitbar, genervt, regen sich furchtbar über mich auf, haben kein Stück Verständnis, sind total ungerecht: So etwa lassen sich die Gefühle eines pubertierenden Jugendlichen zusammenfassen Die Pubertät als solche ist ganz gerecht, denn kein Mensch kommt um sie herum, auch die von den Kindern so verständnislos empfundenen Eltern waren mal 13 Jahre alt – und selbst in der Pubertät. Prof. Dr. Georg Romer, Leiter der Kinder und Jugendpsychiatrie des Universitätsklinikums, Kinder- und Jugendpsychiater sowie Familientherapeut spricht darum in seiner Vorlesung am kommenden Freitag (7. September) bei der Kinderuni über die Pubertät aus der Perspektive der Kinder und Jugendlichen. Der Titel seines Vortrags lautet dementsprechend: „Wenn die Eltern schwierig werden.“

Georg Romer hat es beruflich viel mit Jugendlichen in dieser Lebensphase zu tun, denn in der Pubertät ist der Mensch generell sehr verletzlich und empfindsam. „Die Pubertät ist aber überhaupt keine Krankheit“, stellt er klar, im Gegenteil. „Die Pubertät, die Entwicklung eines Kindes zum Erwachsenen, ist eine der spannendsten Lebensphasen überhaupt. Bei den meisten beginnt sie mit elf bis zwölf Jahren, und am Ende dieses Heranreifens steht ein junger Mensch auf Augenhöhe mit Erwachsenen, erklärt Romer. Dass es dabei Ausein­andersetzungen mit den Eltern gibt, sei ganz normal. Jugendliche sind auf der Suche danach, wer sie eigentlich sein wollen, wie sie sein möchten, wofür sie „brennen“, wie Romer sagt. Dazu gehören auch traurige Stimmungen, intensives Beleidigt-Sein oder leicht in Wut zu geraten.

Georg Romer wendet sich an die Kinder. Für die erwachsenen Zuhörer bei der Kinderuni hat er aber auch einen Ratschlag: „Wer sich als Erwachsener möglichst lebendig an die eigenen Gefühle als pubertierender Jugendlicher erinnert, kann die eigenen Kinder in dieser Lebensphase besser verstehen – und mit ihnen harmonischer zusammenleben.“ 

Zum Thema

Die Vorlesung ist geeignet für Kinder und Jugendliche ab etwa acht Jahren, und alle, die sich für dieses Thema interessieren. Beginn ist um 16.15 Uhr im Großen Hörsaal H1 am Schlossplatz 46, die Veranstaltung dauert etwa 45 Minuten. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Erwachsene Zuhörer sind willkommen.

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