Studie des Berliner Moses-Mendelssohn-Institut
Rekord-Mietpreise zum Semesterstart

Berlin/Münster -

In Münster sind die Mieten für Studierende im Vergleich zum Vorjahr noch einmal teurer geworden. Dies geht aus einer Studie des Berliner Moses-Mendelssohn-Institut (MMI) in Kooperation mit einem Immobilienportal hervor.

Donnerstag, 06.09.2018, 14:00 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 06.09.2018, 13:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 06.09.2018, 14:00 Uhr
Die Mietpreise sind so hoch wie nie
Die Mietpreise sind so hoch wie nie Foto: dpa

Untersucht werden darin die Mietpreise aller 96 Hochschulstädte mit mindestens 5000 Studierenden. Der Preis für ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft in Münster sei im Vergleich zum Vorjahr um zwölf Euro gestiegen. Die Kosten liegen in diesem Jahr bei 347 Euro.

Bereits seit 2013 ermittelt das Institut in jedem Jahr den sogenannten Anspannungs-Index der Wohnsituationen für Studenten in den ausgewählten Studentenhochburgen. Für die Analyse wurden jeweils 23 Faktoren genau untersucht, darunter beispielsweise die Entwicklung der Studierenden- und Erstsemester-Zahlen, die Quote geförderter Wohnheime sowie das sonstige Immobilienangebot.

Riskante Faktoren

Jede Stadt wurde in den verschiedenen Kriterien mit Punkten bewertet. Insgesamt konnten 100 Punkte pro Stadt erreicht werden. Je höher die Punktzahl, desto kritischer sei die Wohnsituation für junge Lernende in den Städten. Während Münster im Jahr 2017 bereits auf Platz 26 der teuersten Städte in Deutschland lag, ist die Stadt in diesem Jahr mit 47 Punkten auf Platz 22 aufgerückt.

Spitzenreiter sind nach wie vor die Städte München (79 Punkte, 600 Euro für ein WG-Zimmer) sowie Hamburg und Stuttgart (jeweils 76 Punkte und 450 Euro für ein Zimmer). Chemnitz ist mit 230 Euro für ein Zimmer bundesweit der günstigste Standort in diesem Jahr.

Münster müsse, so das Institut, „im Auge behalten werden“. Eine Punktzahl zwischen 35 und 50 Punkten weist auf riskante Faktoren hin, die schnell in den bedenklichen Bereich ansteigen können.

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