Promenade
Vorfahrt für Radler kommt

Münster -

Radler sollen auf der Promenade in den Genuss einer Vorfahrtsregelung kommen. Die erforderlichen baulichen Maßnahmen sind jedoch erst einmal nur an vier von zehn Stellen geplant.

Freitag, 07.09.2018, 07:00 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 07.09.2018, 07:00 Uhr
Ab 2019 sollen zunächst die vier grün markierten Querungsstellen der Promenade umgebaut werden. Für die blau markierten Querungsstellen sollen noch Konzepte erarbeitet werden.
Ab 2019 sollen zunächst die vier grün markierten Querungsstellen der Promenade umgebaut werden. Für die blau markierten Querungsstellen sollen noch Konzepte erarbeitet werden. Foto: Stadt Münster

Die Pläne der Verwaltung, Radfahrern auf der Promenade Vorfahrt einzuräumen, werden nun konkret. Ab dem kommenden Jahr sollen zunächst vier Querungsstellen umgebaut werden – am Kreuztor, an der Kanalstraße, am Hörstertor und an der Salzstraße. Über eine entsprechende Vorlage des Amtes für Stadtentwicklung wird am kommenden Donnerstag der Planungsausschuss abstimmen, nachdem die zunächst für Juni geplante Entscheidung vertagt worden war. In der Zwischenzeit wurde rund um die Promenade eine Verkehrszählung durchgeführt.

Planungen noch nicht abgeschlossen

Wie genau die ersten vier Querungsstellen umgebaut werden sollen, steht nach Angaben der Verwaltung noch nicht fest. Die konkreten Planungen seien noch in Arbeit. Sobald eine Querungsstelle umgebaut ist, werden dort die Promenaden-Radler Vorfahrt haben, heißt es im Amt für Stadtentwicklung.

An diesen Kreuzungen bekommt die Promenade Vorfahrt

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  • Ab 2019 sollen Radfahrer, die auf der Promenade fahren, an diesen vier Kreuzungen Vorfahrt haben:

    Foto: Matthias Ahlke
  • Salzstraße

    Foto: Matthias Ahlke
  • Hörstertor – hier regelt derzeit eine Ampel den Verkehr

    Foto: Matthias Ahlke
  • Kanalstraße

    Foto: Matthias Ahlke
  • Am Kreuztor

    Foto: Matthias Ahlke
  • Die sechs weiteren Kreuzungsbereiche sollen später folgen. Dort könnten Unterführungen - wie an der Mauritzstraße - oder Brücken gebaut werden.

    Foto: Matthias Ahlke

Verkehr zu komplex für einfache Lösung

Wann und wie die weiteren sechs Querungsstellen rund um die 4,5 Kilometer lange Promenade umgebaut werden, steht allerdings noch in den Sternen. An Windthorststraße, Ludgeristraße, Aegidiistraße, Am Stadtgraben, Gerichtsstraße und Neutor sei die verkehrliche Gesamtsituation zu komplex für eine einfache Lösung.

Für jede Querung müsse eine passgenaue und nachvollziehbare Lösung entwickelt werden, wobei die Palette von einfachen Aufpflasterungen mit den entsprechenden Schildern und Markierungen bis hin zu kostenaufwendigen Ingenieurbauwerken – wie Brücken oder Unterführungen – reiche, die zudem dem Denkmalcharakter der Promenade gerecht werden müssten. Ein externes Unternehmen soll ein Konzept erarbeiten. Wie in der Verwaltung zu hören ist, kann es womöglich Jahre dauern, bis Radfahrer rund um die Promenade Vorfahrt haben.

Radverkehr soll schneller und sicherer werden

Für die baulichen Maßnahmen an den ersten vier Querungsstellen werden in der Vorlage Kosten in Höhe von rund 600.000 Euro veranschlagt. Die Planungskosten für alle zehn Querungen werden auf 300.000 Euro beziffert.

Nach dem Willen der ­Verwaltung soll der Radverkehr auf der Promenade nach dem Umbau der Querungsstellen deutlich zügiger, sicherer, durchgängiger und komfortabler fließen. Gleich an mehreren Stellen dürften die Planungen jedoch kniffelig werden. So könnte eine bloße Umkehrung der geltenden Vorfahrtsregeln zu massiven, nicht vertretbaren Störungen zum Beispiel des Busverkehrs an der Windthorststraße, aber auch des Verkehrs im Bereich Ludgeristraße führen, betont die Verwaltung.

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