Attacke im „Hamburger Point“
Zufallsopfer griff zum Imbiss-Messer

Münster -

Der junge Iraker, der am vergangenen Wochenende in einem Schnellimbiss am Hauptbahnhof in Münster niedergestochen wurde, war wohl ein Zufallsopfer. Davon gehen inzwischen die Ermittler aus.

Freitag, 07.09.2018, 19:00 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 07.09.2018, 19:00 Uhr
 
 (Symbolfoto) Foto: dpa

Der 27-jährige Iraker, der am vergangenen frühen Sonntagmorgen von einem Landsmann im Schnellimbiss „Hamburger Point“ gegenüber dem Hauptbahnhof vor zahlreichen anderen Gästen niedergestochen und lebensgefährlich verletzt wurde, war wohl ein Zufallsopfer.

Davon geht die eingerichtete Mordkommission inzwischen aus, auch wenn das Motiv noch nicht ganz klar ist. Offensichtlich kannten sich das Opfer und der Beschuldigte nicht näher, sagt der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Botzenhardt.

Mutmaßlicher Täter aus Lokal gedrängt

Danach soll es in dem Imbiss zu einem Streit zwischen beiden Besuchern gekommen sein. Als der 24-Jährige den anderen mit einem mitgeführten Messer angriff, habe dieser spontan zu einem Messer in dem Schnellrestaurant gegriffen, um sich zu verteidigen.

Der mutmaßliche Täter ist von anderen Gästen aus dem Lokal gedrängt worden, kehrte jedoch sofort zurück und stach erneut auf den Verletzten ein. Der Angreifer, der in Untersuchungshaft sitzt, soll psychische Probleme haben.

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