Kommunen beraten über ihre Wälder
Klimawandel zwingt zum Umdenken

Münster -

20 Prozent des Waldes in Nordrhein-Westfalen befinden sich in der Hand der Städte und Gemeinden. Sie haben sich organisiert in dem sogenannten Verband Kommunalwald NRW. Dieses Bündnis tagte jetzt in Münster, um über die Folgen des Dürresommers zu diskutieren. Zentrale Themen waren die Waldbrandgefahr und der Borkenkäfer.

Sonntag, 09.09.2018, 07:00 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 09.09.2018, 07:00 Uhr
Weniger Nadelwälder wie hier im Eggegebirge, mehr Mischwälder, das ist die Strategie des Verbandes Kommunalwahl NRW.
Weniger Nadelwälder wie hier im Eggegebirge, mehr Mischwälder, das ist die Strategie des Verbandes Kommunalwahl NRW. Foto: Gemeindewaldbesitzerverband NRW

In diesem Sommer hat es dem NRW-Innenministerium zufolge seit Mai 39 schwere Wald- und Feldbrände gegeben, so auch in einem Waldstück bei Straelen am Niederrhein, bei Mechernich, Velbert und Iserlohn. „Das sind so viele wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Jeder Walbrand ist einer zu viel. Angesichts des Klimawandels muss die Waldbrandprävention ausgebaut werden. Wir brauchen neue Strategien bei der Ausrüstung, Wasserreservoirs und der Zusammenarbeit“, so Dr. Gerd Landsberg aus Bonn, Geschäftsführer des Verbandes Landsberg.

Das Land solle die Kommunen noch stärker beraten und unterstützen. Die Forstbehörden müssten noch enger als bisher mit den Feuerwehren zu kooperieren. Eine flächendeckende Ausbildung der Feuerwehren in der Bekämpfung von Waldbränden hält Landsberg nicht für erforderlich.

Die Kommunen fordern weiter für den klimagerechten Waldumbau gezielte Förderung von Land und Bund. Ziel sei es, heutigen Nadelwälder zu durchmischen. Der Verband setzt auf „mehr Laubholz mit heimischen Baumarten wie Eiche, Buche, Vogelkirsche oder Bergahorn“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Gleichzeitig sollen „klimaresistentere Nadelhölzer wie Douglasie, Lärche, Küstentanne und auch heute eher noch fremdländische Baumarten wie Mammutbaum, Libanonzeder angepflanzt werden.

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