120 Jahre Marine-Shanty-Chor Münster
Lewe-Taufe mit Kanalwasser

Münster -

Beim Jubiläumskonzert zum 120-jährigen Bestehen des Marine-Shanty-Chores Münster am Sonntagmorgen im Stadthafen wurde Oberbürgermeister Markus Lewe zum Ehrenshantyman getauft.

Sonntag, 09.09.2018, 17:50 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 09.09.2018, 17:45 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 09.09.2018, 17:50 Uhr
Oberbürgermeister Markus Lewe ist jetzt „Ehrenshantyman“ des Shanty-Chores Münster, links neben ihm Birgit Lückemeyer (Präsidentin der Städtepartnerschaft Münster-Rjasan) und „Ehrenshantyman“ Dr. Jörg Twenhöven, rechts neben Lewe Chorleiter Eckhard Lechermann.
Oberbürgermeister Markus Lewe ist jetzt „Ehrenshantyman“ des Shanty-Chores Münster, links neben ihm Birgit Lückemeyer (Präsidentin der Städtepartnerschaft Münster-Rjasan) und „Ehrenshantyman“ Dr. Jörg Twenhöven, rechts neben Lewe Chorleiter Eckhard Lechermann. Foto: hpe

Mit Kanalwasser und einem Korn zum Nachspülen wurde Oberbürgermeister Markus Lewe am Sonntagmorgen im Stadthafen zum „Ehrenshantyman“ des jetzt 120 Jahre alten Marine-Shanty-Chores Münster getauft.

Chorleiter Eckhard Lechermann ernannte das Stadtoberhaupt zum „wilden Mann des Hafens“ und kündigte an, künftig regelmäßig Hafenkonzerte im Schatten des historischen Krans veranstalten zu wollen. An der humorvollen Taufzeremonie nahmen auch Ehrenshantyman und Ex-Regierungspräsident Dr. Jörg Twenhöven sowie die einzige „Ehren­shantywoman“, Birgit Lückemeyer, Präsidentin der Städtepartnerschaft Münster-Rjasan, teil.

Der Chor pflegt enge Beziehungen zu Münsters Partnerstädten. Konzertreisen gingen in den zurückliegenden Jahren nach Rjasan, Kristiansand, Lublin, Orléans und York. Lewe würdigte das Engagement der „singenden Botschafter Münsters“. „Tradition, Heimatverbundenheit und Gemeinschaftssinn werden auf ideale Weise verbunden. Unsere Shanty-Freunde sind eine Bereicherung für Münster.“

Die rund 60 Sänger starke Gemeinschaft mit maritimen Wurzeln hat im Gegensatz zu vielen anderen Männerchören keine Nachwuchsprobleme. Lechermann: „In dieses Klagelied können wir nicht einstimmen. Wir sind ein großer Freundeskreis, durch persönlichen Kontakt und über Freude kommen immer wieder neue Sänger hinzu.“

Rund 50 Konzerte stehen in jedem Jahr auf dem Spielplan, dazu gehören auch Reisen zu Shanty-Festivals an der Nord- und Ostsee. Eine besonders enge Verbindung besteht zur Marienkameradschaft in Wilhelmshaven, auch deshalb bereicherten die „Jungs von der Küste“ mit ihren Gesängen das kleine Hafenkonzert am Sonntagmorgen und begleiteten anschließend ihre Freunde aus Münster auf einer mehrstündigen Schiffstour mit der „Santa Monika“.

„Ein Shanty-Chor hat sich nach den Wünschen des Publikums zu richten“, meint Lechermann im Blick auf das Musikrepertoire. Neben klassischen Seemannsliedern wird heute ein „American Medley“ mit Liedern wie „Glory Hallelujah“ und „Down by the riverside“ vorgetragen. „Ich suche Songs aus, bei denen der Funke überspringt. Wir singen mit dem Publikum“, meint der Chorleiter.

Vor dem Start der Jubiläumskreuzfahrt zum 120-jährigen Bestehen des Shanty-Cores wurde noch die neue CD „Shanties in Münster“ vorgestellt. Der Marineverein Münster wurde 1898 von ehemaligen Marine-Angehörigen gegründet, später entstand daraus der Chor der Marinekameradschaft Münster. 2019 ist eine große Konzertreise nach Moskau und Rjasan geplant.

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