Stadtwerke-Querelen
Wernicke: „Keine Gründe für Abberufung“

Münster -

Die Anzeichen, dass es zwischen der vor der Abberufung stehenden Geschäftsführung und den Stadtwerken Münster zu einem jurististischen Streit kommt, verdichten sich. Geschäftsführer Dirk Wernicke fühlt sich falsch behandelt.

Montag, 10.09.2018, 11:04 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 10.09.2018, 07:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 10.09.2018, 11:04 Uhr
Dr. Dirk Wernicke, technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Münster
Dr. Dirk Wernicke, technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Münster Foto: Matthias Ahlke

Für den vor der Abberufung stehenden Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Dirk Wernicke verlief die vergangene Woche wie eine Achterbahnfahrt auf dem Send. Erst sollte er bleiben und das Unternehmen vorübergehend führen, nun soll ihm wie dem kaufmännisch Verantwortlichen Dr. Henning Müller-Tengelmann nach anhaltenden Querelen in der Unternehmensspitze so schnell wie möglich der Stuhl vor die Tür gesetzt werden. „Meine fachliche Arbeit haben weder der Aufsichtsrat noch das Gutachten infrage gestellt“, erklärte Wernicke auf Anfrage unserer Zeitung. „Ich sehe keine stichhaltigen Gründe für eine vorzeitige Abberufung“, sagte der technische Geschäftsführer weiter.

Der Stadtwerke-Gesellschafter, die Stadt Münster, muss wohl mit einer juristischen Auseinandersetzung mit dem vor der Entlassung stehenden Spitzenpersonal rechnen. Der kaufmännische Geschäftsführer Dr. Henning Müller-Tengelmann, seit mehr als zehn Jahren in dieser Position, wollte sich zur Situation nicht äußern. Wernicke erklärte indes, er habe von der Entwicklung „mit Erstaunen in der Zeitung gelesen“. Er habe hart gearbeitet, „um sachorientiertes Management im Unternehmen zu etablieren“. „Mir liegt die Zukunft der Stadtwerke am Herzen.“ Am 19. September entscheidet der Rat über die sofortige Abberufung der beiden Geschäftsführer.

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