Integration und Zuwanderung
Münster wird internationaler

Münster -

In Münster leben deutlich mehr Ausländer und Menschen mit Migrationsgeschichte als vor einigen Jahren. Das Kommunale Integrationszentrum hat die Situation in zahlreichen Statistiken analysiert.

Dienstag, 11.09.2018, 21:06 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 11.09.2018, 10:15 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 11.09.2018, 21:06 Uhr
Integration und Zuwanderung: Münster wird internationaler
Münster wird nicht nur immer größer, sondern auch immer bunter. (Symbolfoto) Foto: colourbox.com

Drei Jahre sind nach der großen Flüchtlings-Zuwanderung vergangen – und auch in Münster hat sich die Zahl der Ausländer stark erhöht, schon seit dem Jahr 2014. Innerhalb der vergangenen zehn Jahre ist die Zahl der in Münster lebenden Ausländer sogar um rund 60 Prozent gestiegen – von 20 562 im Jahr 2008 auf 33.143 Ende des Jahres 2017.

Die Zahlen sind Bestandteil des aktuellen „Integrationsmonitorings“ der Stadt. Der 140 Seiten starke Bericht steht in dieser Woche auf der Tagesordnung verschiedener Ratsausschüsse, am heutigen Dienstag in der Sitzung des Schulausschusses. Analysiert wird die Situation der Münsteraner mit Migrationsgeschichte. Als solche gelten alle Ausländer und Deutsche mit einem ausländischen oder etwa als Spätaussiedler zugewanderten Elternteil. Der Anteil der so definierten Migranten an der Bevölkerung Münsters betrug Ende 2017 23,2 Prozent. Von den Grundschulkindern in Münster haben schon 40 Prozent eine Migrationsvorgeschichte.

Mehr als 8000 Münsteraner protestieren gegen AfD-Neujahrsempfang 2017

1/81
  • Tausende AfD-Gegner waren auf den Prinzipalmarkt gekommen und setzten ein Zeichen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Zu den Höhepunkten der Protestveranstaltung gehörte der Auftritt der Donots mit Sänger Ingo Knollmann.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Tausende Münsteraner protestierten friedlich gegen den AfD-Neujahrsempfang.

    Foto: Oliver Werner
  • Tausende AfD-Gegner waren auf den Prinzipalmarkt gekommen und setzten ein Zeichen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Zwischen Lambertikirche und Rathaus (hinten links) stand die Bühne.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Tausende AfD-Gegner waren auf den Prinzipalmarkt gekommen und setzten ein Zeichen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Tausende AfD-Gegner waren auf den Prinzipalmarkt gekommen und setzten ein Zeichen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Tausende AfD-Gegner waren auf den Prinzipalmarkt gekommen und setzten ein Zeichen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Tausende AfD-Gegner waren auf den Prinzipalmarkt gekommen und setzten ein Zeichen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Tausende AfD-Gegner waren auf den Prinzipalmarkt gekommen und setzten ein Zeichen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Schon lange vor der AfD-Veranstaltung waren viele Gegner in die City gekommen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Zu den Höhepunkten der Protestveranstaltung gehörte der Auftritt der Donots mit Sänger Ingo Knollmann.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Für ein buntes Münster demonstrierten die Besucher.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Zu den Höhepunkten der Protestveranstaltung gehörte der Auftritt der Donots mit Sänger Ingo Knollmann und Gast Nicolas Müller.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Zu den Höhepunkten der Protestveranstaltung gehörte der Auftritt der Donots mit Sänger Ingo Knollmann.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Zu den Höhepunkten der Protestveranstaltung gehörte der Auftritt der Donots mit Sänger Ingo Knollmann.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Schon lange vor der AfD-Veranstaltung waren am Nachmittag viele Gegner in die City gekommen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Zu den Höhepunkten der Protestveranstaltung gehörte der Auftritt der Donots mit Sänger Ingo Knollmann.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Zu den Höhepunkten der Protestveranstaltung gehörte der Auftritt der Donots mit Sänger Ingo Knollmann.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Zu den Höhepunkten der Protestveranstaltung gehörte der Auftritt der Donots mit Sänger Ingo Knollmann.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Zwischen Lambertikirche und Rathaus (hinten links) stand die Bühne.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Zu den Höhepunkten der Protestveranstaltung gehörte der Auftritt der Donots mit Sänger Ingo Knollmann.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Zu den Höhepunkten der Protestveranstaltung gehörte der Auftritt der Donots.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Zu den Höhepunkten der Protestveranstaltung gehörte der Auftritt der Donots mit Sänger Ingo Knollmann.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Zu den Höhepunkten der Protestveranstaltung gehörte der Auftritt der Donots mit Sänger Ingo Knollmann.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Zu den Höhepunkten der Protestveranstaltung gehörte der Auftritt der Donots.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Zu den Höhepunkten der Protestveranstaltung gehörte der Auftritt der Donots mit Sänger Ingo Knollmann.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Zwischen Lambertikirche und Rathaus (hinten links) stand die Bühne.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Zu den Höhepunkten der Protestveranstaltung gehörte der Auftritt der Donots mit Sänger Ingo Knollmann.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Tausende Münsteraner protestierten friedlich gegen den AfD-Neujahrsempfang.

    Foto: Oliver Werner
  • Tausende Münsteraner protestierten friedlich gegen den AfD-Neujahrsempfang.

    Foto: Oliver Werner
  • Tausende Münsteraner protestierten friedlich gegen den AfD-Neujahrsempfang.

    Foto: Oliver Werner
  • Tausende Münsteraner protestierten friedlich gegen den AfD-Neujahrsempfang.

    Foto: Oliver Werner
  • Tausende Münsteraner protestierten friedlich gegen den AfD-Neujahrsempfang.

    Foto: Oliver Werner
  • Tausende Münsteraner protestierten friedlich gegen den AfD-Neujahrsempfang.

    Foto: Oliver Werner
  • Tausende Münsteraner protestierten friedlich gegen den AfD-Neujahrsempfang.

    Foto: Oliver Werner
  • Tausende Münsteraner protestierten friedlich gegen den AfD-Neujahrsempfang.

    Foto: Oliver Werner
  • Tausende Münsteraner protestierten friedlich gegen den AfD-Neujahrsempfang.

    Foto: Oliver Werner
  • Tausende Münsteraner protestierten friedlich gegen den AfD-Neujahrsempfang.

    Foto: Oliver Werner
  • Tausende Münsteraner protestierten friedlich gegen den AfD-Neujahrsempfang.

    Foto: Oliver Werner
  • Tausende Münsteraner protestierten friedlich gegen den AfD-Neujahrsempfang.

    Foto: Oliver Werner
  • Tausende Münsteraner protestierten friedlich gegen den AfD-Neujahrsempfang.

    Foto: Oliver Werner
  • Tausende Münsteraner protestierten friedlich gegen den AfD-Neujahrsempfang.

    Foto: Oliver Werner
  • Tausende Münsteraner protestierten friedlich gegen den AfD-Neujahrsempfang.

    Foto: Oliver Werner
  • Tausende Münsteraner protestierten friedlich gegen den AfD-Neujahrsempfang.

    Foto: Oliver Werner
  • Tausende Münsteraner protestierten friedlich gegen den AfD-Neujahrsempfang.

    Foto: Oliver Werner
  • Tausende Münsteraner protestierten friedlich gegen den AfD-Neujahrsempfang.

    Foto: Oliver Werner
  • Tausende Münsteraner protestierten friedlich gegen den AfD-Neujahrsempfang.

    Foto: Oliver Werner
  • Tausende Münsteraner protestierten friedlich gegen den AfD-Neujahrsempfang.

    Foto: Oliver Werner
  • Tausende Münsteraner protestierten friedlich gegen den AfD-Neujahrsempfang.

    Foto: Oliver Werner
  • Tausende Münsteraner protestierten friedlich gegen den AfD-Neujahrsempfang.

    Foto: Oliver Werner
  • Tausende Münsteraner protestierten friedlich gegen den AfD-Neujahrsempfang.

    Foto: Oliver Werner

Einzelheiten:

►  Flüchtlinge: Die Zahl der Geflüchteten, die die Stadt aufgenommen hat, erreichte im Jahr 2015 mit 2962 Menschen ihren Höhepunkt und sank danach rapide. Im ganzen Jahr 2017 kamen nur noch 87 neue Flüchtlinge hinzu. Das Kommunale Integrationszentrum unterscheidet in seinem Bericht nicht zwischen Flüchtlingen und anderen Ausländern.

►  Herkunftsländer: Die Statistik der Staatsangehörigkeiten der in Münster lebenden Ausländer zeigt für die Jahre seit 2015 einen besonders starken Anstieg der Menschen aus Syrien, Irak und Afghanistan. Gleichzeitig stieg aber auch die Zahl der Zugewanderten aus dem EU-Land Rumänien und – im Jahr 2015 – auch aus Albanien. Die Zahl der Albaner ist inzwischen wieder rückläufig.

► Aufenthaltsstatus: Von den Ende 2017 knapp 21 000 Münsteraner ohne EU-Staatsangehörigkeit hatten 6595 ein unbefristetes Aufenthaltsrecht. Ihre Zahl ist seit 2013 kaum gestiegen. Einen starken Anstieg hingehen gibt es bei Menschen mit befristetem Aufenthaltsrecht. 2017 waren es 11 803, über 4000 mehr als 2013. „Geduldet“ wurde Ende 2017 der Aufenthalt von 1261 Menschen, gut 500 mehr als im Jahr 2013. Die Statistik zeigt, dass das Gros der neu zugewanderten Nicht-EU-Ausländer lediglich ein befristetes Aufenthaltsrecht erhalten hat.

►  Bildung: Hier sieht die Stadt Fortschritte, denn erstmals besucht der größte Teil der ausländischen Kinder in der Sekundarstufe (26,2 Prozent) ein Gymnasium. Aber: Während knapp 55 Prozent der deutschen Jugendlichen in Münster das Abitur ablegen, sind es nur 12,8 Prozent der ausländischen. Und: Unter den jungen Ausländern sind 20 Prozent, die ganz ohne Schulabschluss bleiben, bei deutschen 4,6 Prozent.

►  Wohnen: Der Bericht stellt fest, dass sich – entgegen dem Ziel einer besseren Mischung – die Münsteraner mit Migrationsgeschichte zunehmend stark in bestimmten Stadtteilen konzentrieren. An der Spitze stehen Coerde (52,2 Prozent) und Berg Fidel (51,6 Prozent). Der stadtweit geringste Anteil findet sich im Kreuzviertel (11,5 Prozent).

Anzeige
Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6041424?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F
„Dann müssen wir aufwachen und etwas dagegen tun"
Interview: Ranga Yogeshwar zu Folgen des digitalen Wandels: „Dann müssen wir aufwachen und etwas dagegen tun"
Nachrichten-Ticker