Zukunft der ehemaligen „Espa“-Immobilie
Filetstück im Kreuzviertel wird frei

Münster -

Nach der Fusion der früheren „Espa“ mit dem städtischen Anne-Frank-Kolleg will die Verwaltung die Erzieher-Ausbildung im Ostviertel konzentrieren und den Standort im Kreuzviertel für diesen Zweck aufgeben. Sie will aber die Immobilie erwerben.

Dienstag, 11.09.2018, 08:06 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 11.09.2018, 08:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 11.09.2018, 08:06 Uhr
Die frühere „Espa“ ist jetzt Teil des Anne-Frank.-Kollegs. Die Stadt will auch den Standort im Kreuzviertel aufgeben
Die frühere „Espa“ ist jetzt Teil des Anne-Frank-Kollegs. Die Stadt will auch den Standort im Kreuzviertel aufgeben Foto: Matthias Ahlke

Schulerweiterungen und kein Ende: Nachdem die Stadt von den Bodelschwinghschen Anstalten Bethel die Espa (Evangelische Sozialpädagogische Ausbildungsstätte) im Kreuzviertel übernommen und in ihr Anne-Frank-Kolleg überführt hat, soll die Ausbildung der Erzieherinnen und Erzieher an deren Standort Manfred-von- Richthofen-Straße konzentriert werden. Dazu aber muss das Anne-Frank-Kolleg ausgebaut oder es müssen umfangreich Schulräume in der Nähe geschaffen werden.

Der Schulausschuss berät in seiner Sitzung am heutigen Dienstag einen entsprechenden Verwaltungsvorschlag – in dem auch über die Fusion der Kollegs berichtet wird.

Stadt will Kollegs im Ostviertel ausbauen

Derzeit werden die angehenden, auch in Münster dringend gesuchten Erzieher an beiden Standorten parallel ausgebildet, Lehrkräfte pendeln zwischen Ost- und Kreuzviertel, dem Sitz der früheren „Espa“ hin und her. Parallel nutzt das Anne-Frank-Kolleg auch noch Räume in der nahe gelegenen Fürstin-von-Gallitzin-Realschule, die zugunsten der neuen Mathilde-Annecke-Gesamtschule ausläuft. Auf Dauer sei der Betrieb an mehreren Standorten nicht vertretbar, meint die Stadt.

Der Rat soll nun die Verwaltung beauftragen, Pläne auch für die räumliche Fusion beziehungsweise die Eingliederung der Espa-Kapazitäten ins Anne-Frank-Kolleg mit einer Machbarkeitsstudie zu planen.

Zurzeit mietet die Stadt Münster die Räume der ehemaligen Espa an der Coerdestraße. Der kirchliche Träger wiederum zahlt noch für zwei Jahre die laufenden Kosten der Schule an die Stadt. Laut Verwaltungsbericht wird geprüft, ob die Stadt die Immobilie kaufen kann. Dies soll, wie aus dem Rathaus verlautet, von den Bodelschwinghschen Anstalten Bethel signalisiert worden sein.

Bisherige Gebäude unter Denkmalschutz

Ob das Gebäude im Herzen des Kreuzviertels weiter für schulische Zwecke genutzt werden soll, bleibt noch unklar.

Die nun zu beschließende Machbarkeitsstudie soll prüfen, wie der Bedarf des Anne-Frank-Kollegs an Unterrichts- sowie Verwaltungsräumen und Sporthallen-Kapazitäten befriedigt werden kann. Das bisherige Gebäude im Ostviertel steht unter Denkmalschutz, die entsprechenden Behörden werden also an den Planungen beteiligt.

Bisher hatte die Stadt geplant, die Räume der ehemaligen Fürstenbergschule, die bis zur Fertigstellung des Neubaus der Mathilde-Annle-Gesamtschule von dieser genutzt werden, langfristig für die drei umliegenden Berufskollegs bereitzustellen. Nicht nur das Anne-Frank-Kolleg, sondern auch das Böckler- und das Kettler-Kolleg in der Nachbarschaft leiden unter Raumnot.

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