Kritik am Promenadenkonzept der Stadt
SPD will „Unfallschwerpunkte von morgen“ nicht mittragen

Münster -

Sollen Radler an vier Promenadenkreuzungen Vorfahrt verhalten? Die Debatte gewinnt an Fahrt.

Mittwoch, 12.09.2018, 10:00 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 12.09.2018, 10:00 Uhr
Die Radfahrer sollen an vier Knotenpunkten an der Promenade Vorfahrt erhalten. Die SPD sieht das kritisch.
Die Radfahrer sollen an vier Knotenpunkten an der Promenade Vorfahrt erhalten. Die SPD sieht das kritisch. Foto: Oliver Werner

Die geplante Änderung der Vorfahrt auf der Promenade an vier Knotenpunkten zu Gunsten der Radler wird endgültig zum Politikum. Nachdem die Linke bereits ein „Nein“ zu dem von Stadtbaurat Denstorff vorgestellten Papier formuliert hat, kam am Dienstag auch die Absage der SPD.

Sollte es keine Änderung am bestehenden Konzept geben, so der SPD-Ratsherr Ludger Steinmann unter Hinweis auf einen SPD-Änderungsantrag, so werde man den vorliegenden Ratsbeschluss ablehnen. „Wir können keiner Ratsvorlage zustimmen, die zu den Unfallschwerpunkten von morgen führt.“

Zu viele Fragen, so Steinmann, blieben in der „seichten Vorlage“ unbeantwortet. So etwa die Frage, ob an den geplanten Stellen Promenadenbäume gefällt werden müssten, um die Sichtverhältnisse für Auto- und Busfahrer zu verbessern.

An diesen Kreuzungen bekommt die Promenade Vorfahrt

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  • Ab 2019 sollen Radfahrer, die auf der Promenade fahren, an diesen vier Kreuzungen Vorfahrt haben:

    Foto: Matthias Ahlke
  • Salzstraße

    Foto: Matthias Ahlke
  • Hörstertor – hier regelt derzeit eine Ampel den Verkehr

    Foto: Matthias Ahlke
  • Kanalstraße

    Foto: Matthias Ahlke
  • Am Kreuztor

    Foto: Matthias Ahlke
  • Die sechs weiteren Kreuzungsbereiche sollen später folgen. Dort könnten Unterführungen - wie an der Mauritzstraße - oder Brücken gebaut werden.

    Foto: Matthias Ahlke

Auch sei klar, dass bei den eingeplanten 600 000 Euro für vier Kreuzungen das Geld nur reiche, um „die Schilder umzudrehen und die Fahrbahn rot zu markieren.“

Eine Änderung der bestehenden Situation setze ein umfassende und „ergebnisoffene“ Prüfung unter Einbeziehung aller Knotepunkte voraus. Am Ende könne dann auch eine Ampel oder eine Unterführung stehen, wobei Steinmann anmerkte: „Spätestens dann sind wir im Millionenbereich.“ Aktuell sieht das Konzept nur Änderungen am Kreuztor, an der Kanalstraße, am Hörstertor und an der Salzstraße vor.

Konfliktbereich Promenadenkreuzungen

Bislang können sich nur die Grünen so richtig begeistern. Von der CDU kam am Dienstag per Pressemitteilung der Hinweis, dass es auch darum gehe müsse, „beim Auto- und Busverkehr große Rückstatus zu vermeiden“.

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