Fahrradförderung
Rote Straßen: Keiner will es machen

Münster -

So kann es kommen: Die vom Rat beschlossene und in der Öffentlichkeit heftig diskutierte Rot-Färbung der Fahrradstraßen in Münster wird es nicht geben, zumindest nicht in diesem Jahr.

Mittwoch, 12.09.2018, 14:37 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 12.09.2018, 12:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 12.09.2018, 14:37 Uhr
 
  Foto: klm

Gerhard Rüller, stellvertretender Leiter des städtischen Tiefbauamtes, teilte am Dienstagabend in der Sitzung des Umweltausschusses mit, dass der Versuch, eine Firma für diese Arbeit zu finden, gescheitert sei. Sprich: Eine Ausschreibung der Arbeiten sei ohne Ergebnis geblieben, weswegen der Vergabeausschuss die Ausschreibung wieder aufheben werde.

Vermutlich erst zum Ende des Jahres, so Rüller weiter, werde es eine neue Ausschreibung geben. Der stellvertretende Amtsleiter begründete das Scheitern mit der hohen Arbeitsauslastung der in Frage kommenden Firmen. Offen ist auch die Frage, ob die Stadt einen Anbieter findet, der die Arbeiten für den veranschlagten Preis – 30 Euro je Quadratmeter – durchführt.

Regeln auf Fahrradstraßen

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  • Was ist denn eine Fahrradstraße? Mit diesem Schild können viele Verkehrsteilnehmer wenig anfangen. 1997 wurden durch die sogenannte Fahrrad-Novelle der Straßenverkehrsordnung die Regeln für Fahrradstraßen festgelegt:

    Foto: dpa
  • Als Fahrradstraßen werden Straßen bezeichnet, die vorrangig für den Radverkehr vorgesehen sind.  Sie sollen Vorteile gegenüber dem Kfz-Verkehr schaffen und so auch zu mehr Sicherheit für Radfahrer führen.

    Foto: Jan Hullmann
  • In Deutschland ist die Nutzung einer solchen Fahrradstraße dem Radverkehr vorbehalten. Radfahrer dürfen hier auch nebeneinander fahren.

    Foto: Michael Grottendieck
  • Soll die Straße auch durch andere Fahrzeuge befahren werden, muss dies durch Zusatzzeichen ausgeschildert sein. So kann zum Beispiel der Autoverkehr für Anlieger oder nur in eine Richtung erlaubt sein.

    Foto: Jan Hullmann
  • Radfahrer haben auf einer Fahrradstraße Vorrang vor Autos und anderen Fahrzeugen, welche diese Straße benutzen. Doch dies bedeutet nicht, dass Fahrradfahrer auch an Kreuzungen Vorfahrt haben, hier gilt – sofern nichts anderes ausgeschildert wurde – „rechts vor links“.

    Foto: Jan Hullmann
  • Andere Kraftfahrer müssen sich auf der Fahrradstraße dem Radverkehr anpassen, sodass ein Behinderung oder Gefährdung der Radfahrer vermieden wird. Das gilt insbesondere auch für Überholvorgänge. Dabei muss ein ausreichender Seitenabstand - laut Rechtsprechung mindestens  1,5 Meter - eingehalten werden.

    Foto: Tobias Denne (Archiv)
  • Auf einer Fahrradstraße muss die Geschwindigkeit von Kraftfahrzeugen  immer angepasst sein. Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit auf Fahrradstraßen beträgt darüber hinaus immer 30 km/h. Darauf weist auch dieses Schild am Lindberghweg in Münster hin.

    Foto: Stadt Münster (Archiv)
  • Zu den zwölf bestehenden Fahrradstraßen in Münster sollen noch zehn weitere hinzukommen.

    Foto: Martin Kalitschke, Grafik: Jürgen Christ
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