Bürgeranhörung
Umzug der Westfalen-AG nach Gelmer: Gas-Lagerung sorgt für dicke Luft

Münster -

Beim Umzug der Westfalen-AG von Gremmendorf zum Hessenweg ist ein wichtiger Punkt die Lagerung von teils toxischen Gasen. Bei der Bürgeranhörung zu diesem heiklen Thema gab es am Dienstag bereits ein wenig dicke Luft.

Mittwoch, 12.09.2018, 22:03 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 12.09.2018, 18:02 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 12.09.2018, 22:03 Uhr
Der Standort Gelmer soll nach Plänen der Westfalen-AG erheblich ausgebaut werden (umrandete Fläche).
Der Standort Gelmer soll nach Plänen der Westfalen-AG erheblich ausgebaut werden (umrandete Fläche). Foto: Westfalen-AG

In der Mehrzweckhalle Gelmer ging es um das, was offiziell „frühzeitige Beteiligung“ der Anwohner heißt – denn das Projekt befindet sich noch in einer frühen Planungsphase. Die Mehrzweckhalle war voll besetzt, und zahlreiche Anwohner aus Gelmer äußerten Fragen und auch Bedenken.

Am Industriegebiet Hessenweg verfügt die Westfalen AG bereits über eine Reservefläche von 93.000 Quadratmetern; der Standort in Gremmendorf sei mittlerweile zu klein. Für diese Verlagerung sind Änderungen im Flächennutzungsplan und Bebauungsplan erforderlich.

Bezirksbürgermeisterin Martina Klimek leitete die Diskussion. Auf dem Podium informierten das Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Verkehrsplanung. In die Thematik führte Carsten Lang vom Stadtplanungs-/Architekturbüro „Wolters Partner“ ein.

Thema: Verkehrszunahme

Es handele sich, so Lang, „nur“ um Lagerflächen, die mit toxischen Stoffen umgehen – nicht um deren Produktion. Mögliche Gefahren müssten abgeschätzt, Sicherheitsabstände ermittelt und auch der Schutz des Vogelschutzgebiets in den Rieselfeldern gewährleistet werden. Coerde und Gelmer lägen außerhalb des zulässigen Sicherheitsabstandes von 750 Metern, versicherte Gutachter Friedhelm Haumann (Ucon GmbH).

Das erste Thema, das den Anwohnern spürbar auf den Nägeln brannte, war indes der zukünftig zunehmende Verkehr. Speziell am Knotenpunkt Schifffahrter Damm/Hessenweg müsse dringend etwas geschehen, denn die Lastwagen-Dichte sei ohnehin schon hoch. Vom Lärmschutz nicht zu reden.

Offenlegung der Planung Anfang 2019

Wäre ein Kreisverkehr die Lösung? „Wir prüfen das mit den Verkehrsplanern“, hieß es von Seiten der Stadt. Mehrfach wurde von Bezirksbürgermeisterin Klimek wie auch Carsten Lang darauf hingewiesen, dass der Hessenweg nun einmal als Industriegebiet ausgewiesen und dies nicht zu ändern sei.

Ebenfalls wurden angrenzende landwirtschaftlicher Flächen angesprochen, die beim Kappen einer Drainage versumpfen würden. Dies Thema sei zwar noch nicht ermittelt, „aber wir haben das auf dem Schirm“.

Von Seiten der Stadt hieß es abschließend, die Offenlegung der Planung erfolge spätestens Anfang nächsten Jahres.

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