„Digital mobil im Alter“
Ein Tablet für die Großmutter

Münster -

„Digital mobil im Alter“ heißt ein neues Projekt. Es bietet zehn Seniorinnen die Chance, einen Tablet-PC zu nutzen – Hilfestellung inklusive.

Donnerstag, 13.09.2018, 12:42 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 13.09.2018, 11:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 13.09.2018, 12:42 Uhr
Stephan Seiffert von der Stiftung Digitale Chancen erklärt Gisela Haberland die ersten Schritte auf ihrem neuen Tablet.
Stephan Seiffert von der Stiftung Digitale Chancen erklärt Gisela Haberland die ersten Schritte auf ihrem neuen Tablet. Foto: Hannah Würsching

„Ich hab‘ da einfach keine Kenne von, bin einfach kein technischer Mensch“, sagt Gisela Haberland und blickt ein wenig hilflos auf das vor ihr liegende Tablet. Das gehört jetzt für die nächsten acht Wochen ihr, denn der Verein Bürgernetz hat unter der Leitung von Susanne Götz zusammen mit der Kommunalen Seniorenvertretung Münster ein ganz besonderes Projekt in die Stadt geholt. „Digital mobil im Alter“ heißt es und bietet zehn Seniorinnen die Chance, für einen Zeitraum von acht Wochen einen Tablet-PC inklusive einer Internetflatrate-Karte kostenlos zu nutzen. Angeboten wird das Projekt von der Stiftung Digitale Chancen aus Berlin in Zusammenarbeit mit Telefónica Deutschland.

Die Nachfrage nach dem Projekt sei bundesweit sehr groß, erzählt Stephan Seiffert von der Stiftung Digitale Chancen. Immer mehr Senioren würden Tablets und Smartphones heutzutage nutzen. Meist bekämen sie diese von ihren Kindern oder Enkeln „vererbt“, täten sich aber mit der Bedienung der Geräte oftmals schwer, so Seiffert.

Das Projekt möchte nun eine Hilfestellung für Senioren bieten. Ob für Kommunikation, Wissensvermittlung durch das Internet oder Unterhaltung, jeder hätte seine eigene Weise, das Tablet zu nutzen. Es sei wichtig auch älteren Menschen die Teilhabe an der digitalen Gesellschaft zu ermöglichen, sagt Seiffert. Um einen optimalen Umgang mit den Geräten zu gewährleisten, kooperiert die Stiftung mit regionalen Partnern wie dem Verein Bürgernetz, um mit wöchentlichen Kursen und Sprechstunden während der acht Wochen Fragen zu klären und die Scheu vor den Geräten zu nehmen.

Auch Gisela Haberland hat vor, diese Angebote zu nutzen. Sie will sich danach mit dem Tablet „auskennen“ und verrät: „Also Google Maps zum Beispiel, das würde mich interessieren.“

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