25 Jahre Bauernmarkt auf dem Domplatz
Öko in zweiter Generation

Münster -

Auf dem Domplatz wird Jubiläum gefeiert. Immer wieder freitags ist Öko-Markt – und das jetzt seit 25 Jahren.

Samstag, 15.09.2018, 07:00 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 15.09.2018, 07:00 Uhr
Probieren geht über studieren, heißt das Motto beim ökologischen Bauernmarkt. Das galt auch am Freitag, als das 25-jährige Bestehen auf dem Domplatz gefeiert wurde.
Probieren geht über studieren, heißt das Motto beim ökologischen Bauernmarkt. Das galt auch am Freitag, als das 25-jährige Bestehen auf dem Domplatz gefeiert wurde. Foto: Matthias Ahlke

Einen Satz aus der Presseberichterstattung des Jahres 1993 kann sich Bürgermeister Gerhard Joksch nicht verkneifen. Vorzugsweise „junge Menschen“ seien seinerzeit zur Premiere des Ökologischen Bauernmarktes gekommen. Joksch sieht sich um und verkündet dann trocken: „Wir sind alle in die Jahre gekommen.“

Freitagmittag auf dem Domplatz. Wie in jeder Woche haben 17 Anbieter biologischer Produkte ihre Stände aufgebaut. Doch an diesem Freitag ist es anders. Denn es wird Jubiläum gefeiert.

Den Blick zurück übernehmen Martina Kiel, Initiatorin des Marktes und bis heute die Organisationschefin, sowie Achim Specht von der städtischen Umweltverwaltung.

Vor 25 Jahre organisierten sie gemeinsam einen historisch-ökologischen Markt vor dem Stadthaus aus Anlass des Jubiläums „1200 Jahre Stadt Münster“. „Der Markt kam so gut an, dass wir sofort darüber nachdachten, ihn als eine ständige Einrichtung zu etablieren“, so Sprecht.

Sehr schnell habe sich der Domplatz als Standort angeboten, zumal dort auch der normale Wochenmarkt stattfindet. Gleichwohl habe die Sorge bestanden, „mit den wenigen Ständen auf der großen Fläche unterzugehen“.

Dazu kam es aber nicht. Unter anderem auch deshalb, weil die Stadtbetreiber, zunächst „acht bis zehn“, so Martina Kiel, sich im Kreis aufstellten.

Bauer Heiner Wening aus Greven gehört zu jenen, die seit dem ersten Tag mit dabei sind. „Meine Kunden kaufen schon in der zweiten Generation bei mir Kartoffeln und Eier“, lobt er nicht zuletzt die langjährige Kundentreue.

Auch Marion Jäger vom Weidenhof in Lengerich bietet gern ihr Obst und Gemüse in Münster an. Sie findet es wichtig, dass alle Standbetreiber zertifizierte Öko-Betriebe sind.

Das gilt übrigens sogar für die Gelato-Mio-Eismanufaktur aus Coesfeld, die Süßes in Demeter-Qualität anbietet.

Münsters Umweltdezernent Matthias Peck lobt den Markt mit den Worten: „Wenn es ihn nicht gäbe, müsste man ihn erfinden.“ Das beste Geburtstagsgeschenk nach 25 Jahren seien ohnehin „die vielen Gäste hier auf dem Domplatz“.

Und so ein bisschen hat sich der Rebellengeist von 1993, als alles anfing, bis in das Jubiläumsjahr gerettet: Auf jeden Fall gibt es auch „Anti-AKW-Waffeln“ zum Verzehr.

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