Neue DHL-Zustellbasis
Pakete sollen eher in Münsters Norden ankommen

Münster -

Auf einem über 17.000 Quadratmeter großen Grundstück im Industriegebiet Hessenweg entsteht bis April eine zweite mechanisierte DHL-Zustellbasis für Münster. Damit die zunehmende Paketflut wegen des Online-Handels schneller bewältigt werden kann und Pakete eher ankommen.

Freitag, 21.09.2018, 10:00 Uhr aktualisiert: 21.09.2018, 10:13 Uhr
Der Leiter der Paketauslieferung Münster, Martin Grba (l.), zeigt den Plan für die Baumaßnahme der neuen DHL-Zustellbasis auf dem 18 700 Quadratmeter großen Grundstück am Hessenbusch. Zusteller Markus Sabusch wird von hier aus künftig einen von 40 Bezirken beliefern.
Der Leiter der Paketauslieferung Münster, Martin Grba (l.), zeigt den Plan für die Baumaßnahme der neuen DHL-Zustellbasis auf dem 18 700 Quadratmeter großen Grundstück am Hessenbusch. Zusteller Markus Sabusch wird von hier aus künftig einen von 40 Bezirken beliefern. Foto: hö

Der zunehmende Onlinehandel lässt die Paketmengen, die Zustelldienste bewältigen müssen, seit Jahren explodieren. Um die Auslieferung zu rationalisieren und zu beschleunigen, investiert die Deutsche Post DHL jetzt in eine zweite mechanisierte Zustellbasis, die im Industriegebiet Hessenweg in Münsters Norden entsteht. Die Erdarbeiten haben bereits begonnen. Im April soll die riesige 4300 Quadratmeter große Halle, von der aus 30 Zustellfahrzeuge gleichzeitig beladen werden können, fertig sein, erklärte am Donnerstag der Leiter der Paketauslieferung Münster, Martin Grba.

Sendungen werden automatisch zugeordnet

Drei weitere Monate seien für den Einbau der umfangreichen Technik und der Sortierbänder nötig, sodass die Zustellbasis ab September 2019 die nördlichen Stadtteile Gievenbeck, Roxel, Coerde, Kinderhaus und Teile des Kreuzviertels vom Hessenbusch aus versorgen könne. „Rechtzeitig für die großen Herausforderungen zum Weihnachtsgeschäft“, wie Grba betont. Entlastung gebe es dann für die Zustellbasis am Gustav-Stresemann-Weg, wo vor drei Jahren eine erste mechanisierte Anlage in Betrieb genommen wurde.

Der große Vorteil: Die Sendungen werden nicht mehr per Hand, sondern automatisch dem jeweiligen Zusteller und seinem Bezirk zugeordnet. 60 Bezirke sollen künftig weiterhin vom Gustav-Stresemann-Weg in Münsters Süden versorgt werden, 40 Bezirke vom Norden aus. Das mechanisierte Verfahren soll nicht nur die Arbeit der Zusteller erleichtern, sondern die Zustellung der Pakete um ein bis zwei Stunden beschleunigen, so Grba.

8000 Pakete am Tag

Bundesweit muss der Paketdienst DHL nach Aussagen von Pressesprecher Rainer Ernzer jährlich einen Mengenzuwachs von sieben bis acht Prozent bewältigen. „Derzeit sind es rund sechs Millionen Pakete täglich.“ Von einem Durchlauf von 8000 Paketen am Tag am Hessenbusch ist die Rede. Ernzner: „In Spitzenzeiten wie dem Weihnachtsgeschäft das Doppelte.“

Angesichts der steigenden Paketflut wünscht man sich, dass mehr Kunden den Internet-Service nutzen und auf paket.de Ersatzempfänger angeben. Das System ist laut Grba einfach, aber sehr wirkungsvoll. Denn der Kunde könne aktiv in den Zustellprozess eingreifen, avisierte Zustelltermine innerhalb von vier Tagen verschieben oder Anweisungen geben, wo das erwartete Paket abgestellt werden soll. Brba: „Wer registriert ist, bekommt die Zustellinfo für Pakete direkt aufs Smartphone“.

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