Führungswechsel am Hafenplatz
Neuer Stadtwerke-Chef will für Ruhe sorgen

Münster -

Ungefähr ein Jahr will Stefan Grützmacher die Stadtwerke Münster als Interimschef leiten. Am Donnerstagmorgen stellte er sich der Belegschaft vor, die nach den monatelangen Querelen an der Unternehmensspitze auf ruhigere Zeiten hofft.

Freitag, 21.09.2018, 07:05 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 21.09.2018, 07:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 21.09.2018, 07:05 Uhr
Stefan Grützmacher (l.) führt die Stadtwerke, hier mit Aufsichtsratschef Alfons Reinkemeier
Stefan Grützmacher (l.) führt die Stadtwerke, hier mit Aufsichtsratschef Alfons Reinkemeier. Foto: Oliver Werner

Am Morgen nach seiner Berufung zum Interims-Geschäftsführer der Stadtwerke stellte sich Stefan Grützmacher (53) in der Mehrzweckhalle der Belegschaft vor. „Man merkte die Erleichterung“, beschrieb Aufsichtsratsvorsitzender und Kämmerer Alfons Reinkemeier die Stimmungslage. Dass endlich Ruhe im Unternehmen einkehrt, war nach den Querelen in der Führung zuletzt der häufigste Mitarbeiter-Wunsch.

Dirk Wernicke nimmt persönlich Abschied

Auch der technische Geschäftsführer Dr. Dirk Wernicke war noch einmal am Hafenplatz, um sich in der Versammlung persönlich von den Mitarbeitern zu verabschieden. Er hat am Donnerstag seinen Aufhebungsvertrag unterzeichnet – und sich als Ansprechpartner für Übergangsfragen zur Verfügung gestellt. Von einem „kooperativen Trennungsschritt“ sprach Reinkemeier in diesem Zusammenhang.

Vom abberufenen kaufmännischen Geschäftsführer Dr. Henning Müller-Tengelmann wurde in der Stadtwerke-Betriebsversammlung eine Abschiedsmail an alle Mitarbeiter verlesen. Er hatte am Morgen im Büro des Aufsichtsratsvorsitzenden den Erhalt seiner Abberufung und Kündigung quittiert. Später holte er noch letzte persönliche Dinge aus seinem Büro am Hafenplatz, in dem sich vorerst Stefan Grützmacher einrichtet, und traf dabei auch kurz auf seinen Nachfolger, wie es heißt.

Wer Stefan Grützmacher ist 

Grützmacher, der in Münster BWL studiert und hier zwischenzeitlich bei der Energiehandelsgesellschaft West gearbeitet hat, will sich zunächst ein Bild von den Stadtwerken machen – und für Ruhe sorgen. An seine Person sind große Erwartungen geknüpft. Schließlich soll er für die Neuaufstellung des städtischen Versorgungsunternehmens Eckpunkte identifizieren. Für den begeisterten Fußball-Fan des 1. FC Köln steht fest: „Das Interimsjahr ist keinesfalls Stillstand.“ Aber man werde auch nicht alles lösen können, was auf der Tagesordnung steht.

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