Entscheidung in der Exzellenzinitiative
Uni Münster hofft auf Fördermillionen und Prestige

Münster -

Üppige Fördermillionen und Prestige in der Forschungslandschaft: Darum geht es heute für die Universität Münster, wenn der Exzellenzwettbewerb der Hochschulen entschieden wird.

Donnerstag, 27.09.2018, 10:00 Uhr aktualisiert: 27.09.2018, 11:32 Uhr
Eine Wissenschaftlerin des Exzellenzclusters Religion und Politikuntersucht mittelalterliche Handschriften.
Eine Wissenschaftlerin des Exzellenzclusters Religion und Politikuntersucht mittelalterliche Handschriften. Foto: Julia Holtkötter

Heute ist für die Universität Münster – so wie für 40 andere deutsche wissenschaftliche Hochschulen – der Tag der Entscheidung. Am Nachmittag verkündet die Deutsche Forschungsgemeinschaft in Bonn das Ergebnis der Jurysitzung für die Endausscheidung des millionenträchtigen Exzellenzwettbewerbs.

Uni ist mit drei Anträgen im Rennen

Die Universität Münster ist mit drei Anträgen auf Förderung von Exzellenzclustern im Rennen. 88 Cluster-Anträge, die die Vorentscheidung vor einem Jahr erfolgreich passiert haben, stehen der international hochkarätigen Expertenkommission, die von den Wissenschaftsministern der Länder und Bundesbildungsministerin Anja Karliczek verstärkt wird, zur Auswahl. Erfolgreich werden voraussichtlich 45 bis 50 Cluster sein, die dann die jährliche Fördersumme von 345 Millionen Euro unter sich aufteilen.

Der Exzellenzcluster Religion und Politik der Universität Münster erhielt in der Förderphase von 2012 bis jetzt rund 40,1 Millionen Euro. Gefördert wird der Forschungsverbund, in dem 200 Wissenschaftler aus 20 geistes- und gesellschaftswissenschaftlichen Disziplinen zusammenarbeiten, seit 2007, „Religion und Politik“ ist der größte geisteswissenschaftliche Cluster in Deutschland. Auch der Exzellenzcluster „Cells in Motion“, bei dem 90 Forschergruppen aus naturwissenschaftlichen Disziplinen bildgebende Methoden für die Darstellung von Zellstrukturen erarbeiten, kämpft um die Weiterfinanzierung. Er wurde im Jahr 2012 in die Förderung aufgenommen.

Außerdem ist die WWU noch mit ihrem Antrag für einen neuen Cluster im Bereich Mathematik „Dynamik - Geometrie - Struktur“ im Rennen.

Der weite Weg zur „Exzellenzuniversität“

Ähnlich wichtig wie die Förderung ist für die Hochschulen das damit verbundene Prestige. So ist die Förderung von mindestens zwei Clustern erst Voraussetzung dafür, sich um weitere Fördermillionen mit einem Gesamtkonzept als „Exzellenzuniversität“ zu bewerben. Einen Titel, den derzeit elf Hochschulen tragen – Münster ist nicht darunter. Der Ausgang des Exzellenzwettbewerbs gilt als völlig offen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6081266?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F
Soll der Marienplatz neu gestaltet werden?
Pro & Contra: Soll der Marienplatz neu gestaltet werden?
Nachrichten-Ticker