In-Gang-Setzer: 1000 Selbsthilfegruppen auf den Weg gebracht
Impulse für Erfolgskonzepte

Münster -

Eintausend neue und beständige Selbsthilfegruppen: Das ist die Bilanz aus über zehn Jahren ehrenamtlicher Arbeit. Eine Dekade, in der Ehrenamtliche aus Selbsthilfe-Kontaktstellen in ganz Deutschland für das Projekt „In-Gang-Setzung“ entstehende Selbsthilfegruppen bei ihrer Gründung begleiteten und unterstützten. Nun leuchtet eine rote 1000 inmitten der langen Liste von Selbsthilfegruppen, die das Projekt „In-Gang-Setzer“ auf den Weg gebracht hat.

Donnerstag, 20.09.2018, 14:52 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 20.09.2018, 14:52 Uhr
Strahlende Gesichter bei den zahlreichen Mitgliedern der Selbsthilfegruppen. Die „In-Gang-Setzer“ haben innerhalb von gut zehn Jahren 1000 Selbsthilfegruppen bei der Gründung unterstützt.
Strahlende Gesichter bei den zahlreichen Mitgliedern der Selbsthilfegruppen. Die „In-Gang-Setzer“ haben innerhalb von gut zehn Jahren 1000 Selbsthilfegruppen bei der Gründung unterstützt. Foto: Keno Fiedler

Andreas Greiwe , Leiter der Fachgruppe „Selbsthilfe/-Kontaktstellen“ des Paritätischen Nordrhein-Westfalen, spricht von einem Meilenstein. Für ihn steht die Aktivierung der Selbsthilfe im Mittelpunkt des Projekts. „Selbsthilfe braucht gute Starthilfe“, betont er während seiner Moderation anlässlich der tausendsten „In-Gang-Setzung“.

Die ehrenamtlichen „In-Gang-Setzer“ seien wahre Helden des Alltags, lobt Greiwe. Seiner Meinung nach vermittelten sie die notwendige Organisationserfahrung, um eine sich neu formierende Selbsthilfegruppe in Gang zu bringen. Die Mitarbeiter der beteiligten Kontaktstellen werden dafür durch ihn und andere Mitglieder er Organisation für den Einsatz als „In-Gang-Setzer“ geschult.

Wichtig sei es dabei, nicht ein bloßes Methoden-Feuerwerk abzulassen, sondern den Fokus auf eine nachhaltige Verdichtung der Gruppenstruktur zu legen. Im Durchschnitt besucht ein „In-Gang-Setzer“ dafür vier Treffen der ihm zugeteilten Selbsthilfegruppe. Danach sind die meisten Gruppen in der Lage, sich auf lange Sicht selbstständig zu organisieren. Die Erfolgsquote der Selbsthilfe-Experten liegt bei 70 Prozent.

Die Zahl der teilnehmenden Kontaktstellen ist in den letzen Jahren auf vierzig angestiegen. Finanzielle Unterstützung erhält die Initiative durch den Landesverband Nordwest der Betriebskrankenkassen. „Die Zusammenarbeit ist beständig und hat Personenwechsel und Fusionen überstanden“, erzählt Kim Ebert vom BKK Nordwest. Und auch der ehemalige Zuständige des Bundesverbands, Michael Bellwinkel, bekräftigt: „Das Ziel war eine langjährige Förderung. Nun ist der Idealfall eingetreten – ein Konzept, das seit über zehn Jahren funktioniert.“

Genau eintausend Mal hat das Konzept nun schon funktioniert. Zuletzt bei einer Selbsthilfegruppe für Angehörige von Depressiven in Lengerich. Für die zahlreichen Beteiligten des Zusammenschlusses vom Paritätischem Bund Nordrhein-Westfalen und vom BKK-Landesverband Nordwest ist es ein Grund zum Feiern. Für seinen langjährigen Einsatz erhielt Andreas Greiwe deshalb am Ende der öffentlichen Bilanz zahlreiche Ehrungen.

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