Franziskus-Forum behandelte das Thema Infektionskrankheiten
Genesung braucht Geduld

Münster -

Im Franziskus-Forum standen diesmal saisonale Infektionskrankheiten auf dem Programm. Quintessenz neben vielen nützlichen Tipps: Genesung braucht vor allem Geduld.

Dienstag, 02.10.2018, 18:24 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 02.10.2018, 15:24 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 02.10.2018, 18:24 Uhr
Experten rund um Infektionen (v.l): Simone Hirsch, Selina Seitz, Dr. Sabine Woltering, Dr. Uwe Hemmers, Prof. Dr. Michael Möllmann, Ulrike van Lochum, Dr. Ulrike Teßarek, Dr. Christoph Weining und Dr. Mark Keller..
Experten rund um Infektionen (v.l): Simone Hirsch, Selina Seitz, Dr. Sabine Woltering, Dr. Uwe Hemmers, Prof. Dr. Michael Möllmann, Ulrike van Lochum, Dr. Ulrike Teßarek, Dr. Christoph Weining und Dr. Mark Keller. Foto: St.-Franziskus-Hospital

Mit dem Herbst beginnt auch die Saison der Infektionskrankheiten mit typischen Krankheitsbildern wie Erkältung, Grippe, Ma gen-Darm-Erkrankungen und Harnwegsinfekte. Beim jüngs ten Franziskus-Forum erklärten Mediziner, wie man sich hiervor schützen kann und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.

Bei einem Infekt der Atem wege können Symptome wie Schnupfen und Husten häufig schon mit Hausmitteln und körperlicher Schonung gelindert werden. Unabdingbar hierbei jedoch: Geduld. „Eine akute Bronchitis mit Husten und Schnupfen kann schon mal ein bis zwei Wochen dauern“, so Dr. Uwe Hemmers . Sie wird in den meisten Fällen durch Viren verursacht, so dass eine Behandlung mit Antibiotika nicht notwendig ist.

Im Gegensatz dazu werden Infektionen der Harnwege in den meisten Fällen durch Bakterien verursacht. Auch hier ist in einfachen Fällen nicht immer der Einsatz von Antibiotika notwendig. Um ein Fortschreiten zu einer Nierenbecken- oder Prosta taentzündung zu verhindern, rät Dr. Christoph Weining unter anderem dazu, ausreichend zu trinken. In der Vorbeugung seien gut gemeinte, oft aber übertriebene Hygienemaßnahmen mehr schädlich als hilfreich.

Besondere Hygienemaßnah men sind jedoch bei einem Magen-Darm-Infekt zu beachten. So wird Durchfall in vielen Fällen durch hochansteckende Erreger verursacht. Um die Ausbreitung zu verhindern, sollten Betroffene möglichst eine eigene Toilette benutzen und auch zwei bis drei Tage nach Abklingen der Beschwerden besonders auf Desinfektion und Sauberkeit achten.

Schwere Krankheitsverläufe werden im Krankenhaus in einem Isolierzimmer behandelt. „Aber auch hier werden eher selten Antibiotika eingesetzt. Die zum Teil vorerkrankten Patienten bekommen vielmehr Infusionen, um den Flüssigkeits- und Elektrolytverlust des Körpers auszugleichen“, erklärt Dr. Mark Keller.

Neben Hygienemaßnahmen gilt das Impfen als wirk samster Infektionsschutz. „So sind nicht nur die Geimpften selbst geschützt, sondern auch die Gesellschaft, da die Infektionsaus breitung unterbrochen wird“, informierte Dr. Sabine Woltering.

Mit Blick auf die extreme Grippewelle im vergangenen Winter empfiehlt Dr. Woltering nachdrücklich, sich hiergegen impfen zu lassen. Da sich das Virus stetig verändert, ist die Grippeimpfung jedes Jahr erneut notwendig.

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