Münsterland-Giro wirft Schatten voraus
Straßensperrungen bringen Verkehr in der Innenstadt zum Erliegen

Münster -

Dass für den Münsterland-Giro einige Straßen bereits ab dem heutigen Dienstag gesperrt sind, ist schon lange klar. Trotzdem sorgt die Kombination von bevorstehendem Feiertag und Straßensperrungen derzeit für ein Verkehrschaos in Münsters Innenstadt.

Dienstag, 02.10.2018, 19:20 Uhr aktualisiert: 02.10.2018, 19:46 Uhr
Münsterland-Giro wirft Schatten voraus: Straßensperrungen bringen Verkehr in der Innenstadt zum Erliegen
Im gesamten Innenstadtbereich haben sich Staus gebildet. Foto: Oliver Werner

Die ersten Straßensperrungen für den Münsterland-Giro haben in Münsters Innenstadt am Dienstag ein Verkehrschaos verursacht. Für mehr als zwei Stunden gab es kaum ein Durchkommen.

Eine Sperrung am Schlossplatz hat den verstärkten Berufsverkehr vor dem Feiertag zum Erliegen gebracht. Statt über Münsters zentrale Nord-Süd-Achse ging es für den Straßenverkehr über die umliegenden Straßen weiter, was schnell zum Stillstand führte. Auch die Mendelstraße in Münsters Westen wurde gesperrt und fiel als Ausweichstrecke weg.

Das Ergebnis zehrte an den Nerven vieler Autofahrer. Auf dem Prinzipalmarkt und entlang des Domplatzes haben sich am Nachmittag etwa 20 Busse aneinandergereiht. Auch auf den umliegenden Straßen stauten sich Autos und Busse. Für wenige hundert Meter brauchten Autofahrer etwa eineinhalb Stunden. „Weihnachtsmarkt ist Kindergarten dagegen“, beklagte ein Autofahrer aus Bösensell.

90 Prozent der Busse verspätet

„Es ist wirklich schlimm“, urteilte Florian Adler , Sprecher der Stadtwerke Münster am Nachmittag. 90 Prozent der Busse seien mit mindestens zehn Minuten Verspätung unterwegs, einige seien aber auch mehr als eine Stunde verspätet. Auch bei den Stadtwerken wurde vermutet, dass der Grund für die Staus die Sperrung für den Münsterland-Giro sei. von Von der Leitstelle der Polizei hieß es nur, dass es keine nennenswerten Unfälle im Bereich der Innenstadt gegeben habe. 

Verkehrschaos in der Innenstadt

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  • Lange Schlangen auf dem Prinzipalmarkt: Der Verkehr in Münster liegt am Dienstagnachmittag lahm.

    Foto: Oliver Werner
  • Die Verkehrslage in Münster am Dienstagnachmittag um 17.20 Uhr auf einer Karte von Google Maps. In den roten Bereichen staut es sich besonders.

    Foto: Screenshot Google Maps
  • Die Sperrung der Straße Schlossplatz für den Münsterland-Giro führt im Feierabendverkehr zu langen Staus in Münsters Innenstadt.

    Foto: Oliver Werner
  • Am Domplatz reiht sich Bus an Bus. Pünktlich nach Hause? Das wird nichts.

    Foto: Oliver Werner
  • Bei einigen Bussen liege die Verspätung schon bei einer Stunde, sagt ein Stadtwerke-Sprecher.

    Foto: Oliver Werner
  • Auch um 19 Uhr staut es sich noch an vielen Stellen in der Stadt.

    Foto: Screenshot Google Maps
  • Deutlich zu sehen: An beiden Enden der Sperrung am Schlossplatz läuft der Verkehr in die Querstraßen ab und führt dort zu langen Staus.

    Foto: Screenshot Google Maps
  • So kommen die Busse vom Domplatz kaum auf ihre Strecken in Richtung Aegidiistraße oder Krummer Timpen.

    Foto: Oliver Werner

Wer vergeblich auf einen Bus wartete, hoffte auf ein Taxi. Doch auch die kämpften sich über zwei Stunden durch verstopfte Straßen. Die Wartezeit verlängerte sich laut eines Mitarbeiters der Taxizentrale Münster um bis zu 30 Minuten.

Weitere Sperrungen am Mittwoch

Die Sperrung des Schlossplatzes wird nicht die einzige in Münster bleiben,  weitere folgen am Mittwoch , wenn knapp 5000 Aktive beim 13. Sparkassen-Münsterland-Giro starten. Die Renn­strecken in Münster sowie durch die Kreise Coesfeld und Borken werden zeitweise von 6 bis 18 Uhr für den Autoverkehr gesperrt. Der Schlossplatz bleibt sogar bis zum späten Mittwochabend (23 Uhr) gesperrt. Umleitungen sind ausgeschildert, auch Streckenposten helfen weiter.

Entspannung am Feiertag erhofft

Stadtwerke-Sprecher Florian Adler wagte am Nachmittag eine düstere Prognose: "Es wird über den Abend wohl so bleiben." Für den Feiertag hoffte Adler jedoch auf Entspannung. Dann seien deutlich weniger Menschen in der Stadt unterwegs und der Berufsverkehr belaste die Situation nicht mehr so enorm.

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