Pro und Contra zur Orientierungswoche
"O-Woche" zum Uni-Start: Tradition oder Ärgernis?

Ist die feuchtfröhliche Orientierungswoche der Studienneulinge eine wichtige Tradition oder ein Ärgernis? In unserer Redaktion gehen die Meinungen dazu auseinander. 

Samstag, 06.10.2018, 11:24 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 05.10.2018, 20:21 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Samstag, 06.10.2018, 11:24 Uhr
Pro und Contra zur Orientierungswoche: "O-Woche" zum Uni-Start: Tradition oder Ärgernis?
Foto: Pjer Biederstädt

Pro: Neuer Abschnitt

Die Erstsemester sind da. Das bedeutet für viele fünf Tage voller Schrecken – die Orientierungswoche oder kurz O-Woche. Doch die ist eine wichtige Tradition, denn damit beginnt für viele junge Menschen ein neuer und sehr wichtiger Lebensabschnitt. Klar: Laute Musik zu Uhrzeiten, die nur für Studierende angemessen sind, und ein übermäßiger Alkoholkonsum müssen nicht sein. Das geht auch ruhiger und rücksichtsvoller. Deshalb sollte an der Grundidee der O-Woche aber nicht gezweifelt werden.

Denn sie dient vor allem dazu, die neue Stadt, die Uni und besonders die Menschen kennenzulernen, mit denen man in den folgenden Jahren viel Zeit verbringt. Die O-Woche bietet die beste Chance, Freundinnen und Freunde zu finden, bevor Vorlesungen, Klausuren und Hausarbeiten auf die Studierenden einprasseln. Hinzu kommt, dass das Studium mittlerweile stark verschult ist. Wer die Uni ernst nimmt und nebenher noch arbeitet, dem bleibt nicht mehr so viel freie Zeit. Die O-Woche beschränkt sich auf wenige Tage – und das sollte den Studierenden wirklich gegönnt sein. Anna Spliethoff

Studienstart: Orientierungswoche der Erstsemester

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  • In der Orientierungswoche vor dem Studienstart geht es bunt zu: Die Biologie-Gruppe „Eisbär“ versucht die Studienanfänger mit einem Leezen-Parcours auf die Fahrradstadt Münster vorzubreiten.

    Foto: Pjer Biederstädt
  • Beer Pong vor der Überwasserkirche: „Erstis“ lernen die Stadt und ihre Kommilitonen kennen. Das geht meist feuchtfröhlich zu.

    Foto: Pjer Biederstädt
  • Bei der offiziellen Begrüßung in der Unisporthalle am Horstmarer Landweg am Donnerstag gibt es für die Studienanfänger gleich mal eine Runde Tai-Chi zur Auflockerung.

    Foto: Pjer Biederstädt
  • Die jungen Leute machen beim Programm des Hochschulsports mehr oder weniger enthusiastisch mit.

    Foto: Pjer Biederstädt
  • Damian Ketteler studiert an der Musikhochschule und präsentierte sein Studienfach mit einem selbst geschriebenen Song – der wohl meist goutierte Vortrag des Tages.

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  • Aufmerksam lauschen die Erstsemester-Studenten den Ausführungen...

    Foto: Pjer Biederstädt
  • ...von Prof. Regina Juck, Prorektorin für Studium und Lehre.

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  • In der Stadt ging es am Dienstag spaßig zu. In der O-Woche gibt es traditionell auch Alkohol zu trinken.

    Foto: Pjer Biederstädt
  • Allerdings haben sich Uni und Fachschaften darauf geeinigt, dass es bei Bier bleibt. Hochprozentiges ist tabu.

    Foto: Pjer Biederstädt
  • 5400 Erstsemester beginnen im Oktober an der WWU ein Studium Foto: Pjer Biederstädt
  • 5400 Erstsemester beginnen im Oktober an der WWU ein Studium Foto: Pjer Biederstädt
  • 5400 Erstsemester beginnen im Oktober an der WWU ein Studium Foto: Pjer Biederstädt
  • 5400 Erstsemester beginnen im Oktober an der WWU ein Studium Foto: Pjer Biederstädt
  • 5400 Erstsemester beginnen im Oktober an der WWU ein Studium Foto: Pjer Biederstädt
  • 5400 Erstsemester beginnen im Oktober an der WWU ein Studium Foto: Pjer Biederstädt
  • 5400 Erstsemester beginnen im Oktober an der WWU ein Studium Foto: Pjer Biederstädt
  • 5400 Erstsemester beginnen im Oktober an der WWU ein Studium Foto: Pjer Biederstädt
  • 5400 Erstsemester beginnen im Oktober an der WWU ein Studium Foto: Pjer Biederstädt
  • 5400 Erstsemester beginnen im Oktober an der WWU ein Studium Foto: Pjer Biederstädt
  • 5400 Erstsemester beginnen im Oktober an der WWU ein Studium Foto: Pjer Biederstädt

Contra: Ihr seid nicht allein

Glasscherben liegen auf den Radwegen, die Bässe von Techno-Songs dröhnen vom Bollerwagen ungefragt in jedes Ohr, torkelnde Halbstarke schieben Einkaufswagen über den Domplatz. Oder kurz gesagt: Es ist Orientierungswoche. Zweifelsohne ist die Kennenlernphase vor dem Studienstart enorm wichtig für die Erstsemester. Wie sich die künftige Elite des Landes zum Teil dabei aufführt, franst die Grenzen des Begriffs „Feierkultur“ jedoch großzügig aus.

Natürlich gehört die Tradition zu dieser Universitätsstadt, natürlich muss Münster auch Feiernde auf seinen Straßen ertragen können. Dass sich Einheimische in den vergangenen Jahren bei der Universität über Lärmbelästigung und Schmutz beschwert haben, ist aber auch verständlich. Wer wird in der Woche schon gerne mitten in der Nacht aus dem Schlaf gerissen? Wer hat schon gerne Urin im Hauseingang? Wer sieht schon gerne Halbnackte vor dem Schloss? Niemand! Der Ton macht die Musik. Also lieber kreativ feiern mit dem Blick für die Nebenfrau und den Nebenmann, als stumpfe Bier-und-Bollerwagen-Belästigung. Pjer Biederstädt

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