10. Tag der Migrantenselbstorganisationen
Zuwanderer-Verbände wollen ein Haus der Kulturen

Münster -

Bereits zum 10. Mal hielt die Stadt in Zusammenarbeit mit dem Integrationsrat ihre jährliche Tagung im Stadtweinhaus am Prinzipalmarkt ab. Beim 10. Tag der Migrantenselbstorganisationen stand eine ganz konkrete Forderung im Mittelpunkt.

Donnerstag, 11.10.2018, 21:00 Uhr
Andrea Reckfort, Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums, Organisatorin Ximena Meza Correa-Flock und Dr. Ömer Lütfü Yavuz (v.l.), Vorsitzender des Integrationsrates, freuten sich über 76 Teilnehmer beim zehnten „Tag der Migrantenselbstorganisationen“.
Andrea Reckfort, Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums, Organisatorin Ximena Meza Correa-Flock und Dr. Ömer Lütfü Yavuz (v.l.), Vorsitzender des Integrationsrates, freuten sich über 76 Teilnehmer beim zehnten „Tag der Migrantenselbstorganisationen“. Foto: pdb

Migrantenselbstorganisationen sind zur Feuerwehr in der Flüchtlingshilfe geworden. Sie sehen sich als Brückenbauer und Kulturdolmetscher. Das sagt zumindest eine Studie von Dr. Hendrik Meyer . Der Politikwissenschaftler der Uni Münster stellte zu Beginn des 10. Tages der Migrantenselbstorganisationen am Donnerstagnachmittag im Stadtweinhaus die Ergebnisse seiner Befragung münsterischer Zuwanderer-Verbände vor. Aus diesen lässt sich eine klare Forderung an die Stadt ablesen.

Die Befragungder Migrantenselbstorganisationen hat ergeben, dass die „von der Politik gern gesehenen“ (Meyer), fast immer ehrenamtlich arbeitenden Initiativen nicht ausreichend Ressourcen zur Verfügung gestellt bekommen. Vor allem Räumlichkeiten seien Mangelware. Der Umfrage zufolge wünscht sich die Mehrheit einen zentralen Versammlungsort, etwa ein Haus der Kulturen.

Budget zuletzt erhöht worden

„Warum geht das in Dortmund, aber in Münster nicht?“, fragte Referent Meyer in den Saal, in dem die 76 Teilnehmer der Tagung aufmerksam zuhörten. „Stadtdirektor Thomas Paal konnte zu Meyers Bedauern darauf keine Antwort geben. Er hatte den Saal aus Termingründen wenige Minuten zuvor verlassen müssen.

Dr. Hendrik Meyer vom Institut für Politikwissenschaften der WWU hielt im Stadtweinhaus in Münster einen Vortrag mit dem Titel „Bedingungen der Partizipation von Migrantenselbstorganisationen - das Beispiel Flüchtlingshilfe“.

Dr. Hendrik Meyer vom Institut für Politikwissenschaften der WWU hielt im Stadtweinhaus in Münster einen Vortrag mit dem Titel „Bedingungen der Partizipation von Migrantenselbstorganisationen - das Beispiel Flüchtlingshilfe“. Foto: Pjer Biederstädt

„Ein zentraler Versammlungsort wäre schön“, sagte Andrea Reckfort, Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums der Stadt und erhielt Unterstützung von Dr. Ömer Lütfü Yavuz, dem Vorsitzenden des städtischen Integrationsrates. Der sagte, dass neben Räumen auch finanzielle Ressourcen für die Vereine der gesamten Stadtgesellschaft zugute kämen. Nicht ohne anzumerken, dass die Stadt das Budget zuletzt schon erhöht hatte.

Die Ressourcenausstattung blieb ein Hauptthema der Tagung. Außerdem dienste sie als Forum zur Begegnung und zum Austausch von Erfahrungen und Ideen der mehr als hundert Migrantenorganisationen in Münster.

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