Trockenen Reifens durchs Wasser
Baustellenzufahrt durch die Schlossgräfte

Münster -

Wird die Schlossgräfte an der Hüfferstraße zugeschüttet? Ja und nein: Weil in Vorbereitung auf den Umbau des ehemaligen Instituts für Botanik die nötige Baustellenzufahrt nicht über die Schlaun’sche Brücke erfolgen kann, geht’s durch die Gräfte. Das Wasser fließt trotzdem weiter.

Freitag, 12.10.2018, 21:00 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 12.10.2018, 21:00 Uhr
Eine Baustellenzufahrt wird derzeit an der Gräfte am Schlossgarten eingerichtet.
Eine Baustellenzufahrt wird derzeit an der Gräfte am Schlossgarten eingerichtet. Foto: Oliver Werner

Passanten werden es vielleicht schon bemerkt haben: In Vorbereitung auf den Umbau des ehemaligen Instituts für Botanik der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) wird im Schlossgarten eine Baustellenzufahrt eingerichtet. Dazu wird eigens eine neue Querung der Schlossgräfte aufgeschüttet, teilt die Universität mit.

Hintergrund: Die Schlaun’sche Sandsteinbrücke, die die reguläre Zufahrt von der Hüfferstraße in den Schlossgarten ermöglicht, ist laut Uni in ihrer Tragfähigkeit nicht für den erforderlichen Schwerlastverkehr ausgerichtet.

Beeinträchtigungen des Verkehrs auf der Hüfferstraße

Daher wird eine Zufahrt vom öffentlichen Geh- und Radweg in der Hüfferstraße auf das Schlossgartengelände zur sogenannten Admiralswiese gelegt, etwa auf Höhe des Gebäudes Hüfferstraße 1. Während der Bauzeit wird es zu Beeinträchtigungen des Verkehrs auf der Hüfferstraße kommen.

Für die Querung werden Bauarbeiter an der schmalsten Stelle der Schlossgräfte einen Schotterdamm aufschütten, der als Unterbau für die behelfsmäßige Baustraße dient. Der Damm wird rund 14 Meter lang, viereinhalb Meter breit und etwa viereinhalb Meter hoch. Für den Bau wird laut Uni ausschließlich Naturschotter verwendet.

Der Damm wird auf der Gewässersohle ohne vorherigen Aushub eingebaut. Um die Gewässersohle möglichst wenig zu beeinflussen, werden vor der Aufschüttung Rohre mit einem Durchmesser von 60 Zentimetern auf die Gräftensohle gelegt. Auf diese Weise werde der Durchfluss von Wasser innerhalb der Gräfte sichergestellt, und Fische können weiterhin passieren.

Büsche werden neu gepflanzt

Die Büsche, die an der Gräfte und auf der Admiralswiese für die Baumaßnahmen entfernt werden müssen, werden laut Uni nach Abschluss der Arbeiten neue gepflanzt. Drei Linden, die an der Zufahrt Schlossgarten standen, wurden bereits an andere Standorte umgesetzt.

Das ehemalige Institut für Botanik wird zu einem Haus der Studierenden umgebaut: Die zentrale Studienberatung, der Career Service, das International Office mit dem Internationalen Zentrum „Die Brücke“ sowie das Studierendensekretariat sollen in das 2200 Quadratmeter große Gebäude neben dem Botanischen Garten umziehen.

Außerdem wird es dort studentische Lernräume geben. In dem Gebäude wird nun zunächst eine Schadstoffsanierung durchgeführt, bevor die Kernsanierung beginnt. Die Eröffnung ist für 2020 geplant.

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