Neuer Präsident bei der Deutsch-Türkischen Gesellschaft
Hillebrand neuer Chef

Münster -

Nach 22 Jahren hat Prof. Dr. Paul Leidinger sein Präsidentenamt bei der Deutsch-Türkischen Gesellschaft abgegeben. Seine Nachfolge tritt Dr. Ulrich Hillebrand an.

Samstag, 13.10.2018, 14:00 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 13.10.2018, 14:00 Uhr
Aktiv in der Deutsch-Türkischen Gesellschaft: (v.l.): Wolfgang Weigel (Vorsitzender DTG Paderborn), Dr. Oezcan Celik (Beiratsmitglied), Nurgül Duran (Schatzmeisterin), Nevcat Deveci (Beiratsmitglied), Dr. Ulrich Hillebrand (Präsident), Pinar Kayseri (Generalkonsulin des Türkischen Generalkonsulats Münster), Prof. Dr. Paul Leidinger (Ehrenpräsident), Veli Firtina (Vizepräsident), Sahra Sahin (Beiratsmitglied), Dr. Durdu Legler (Schriftführerin) und Joachim Höpfner (Beiratsmitglied).
Aktiv in der Deutsch-Türkischen Gesellschaft: (v.l.): Wolfgang Weigel (Vorsitzender DTG Paderborn), Dr. Oezcan Celik (Beiratsmitglied), Nurgül Duran (Schatzmeisterin), Nevcat Deveci (Beiratsmitglied), Dr. Ulrich Hillebrand (Präsident), Pinar Kayseri (Generalkonsulin des Türkischen Generalkonsulats Münster), Prof. Dr. Paul Leidinger (Ehrenpräsident), Veli Firtina (Vizepräsident), Sahra Sahin (Beiratsmitglied), Dr. Durdu Legler (Schriftführerin) und Joachim Höpfner (Beiratsmitglied). Foto: Keno Elias Fiedler

Ein Abschied vom Amt, aber noch lange kein Abschied vom Verein: Am Donnerstag legte Prof. Dr. Paul Leidinger nach 22 Jahren sein Amt als Präsident der Deutsch-Türkischen Gesellschaft ( DTG) Münster von 1916 e.V. während der Mitgliederversammlung im Fürstenberghaus nieder.

Leidinger gab einen Abriss zur Geschichte der Gesellschaft, die nach 1945 neue Wirtschaftsverbindungen zwischen der Stadt Münster und der Türkei geknüpft hat. Nach der Gründung einiger Handelskammern seien wirtschaftliche Aspekte der Gesellschaft – und damit auch viele Mitglieder – verloren gegangen. Dennoch hätten sich in diesem Jahr fünf neue Mitglieder angeschlossen.

Für den Mitgliederschwund macht Leidinger aber auch das momentane deutsch-türkische Verhältnis verantwortlich. „Natürlich erschweren die aktuellen politischen Entwicklungen unsere Arbeit“, meint er. Man lasse sich deshalb von den türkischen Mitgliedern beraten und hoffe auf eine Wende des politischen Klimas. „Unsere Gesellschaft macht keine Politik, sondern übernimmt zivilgesellschaftliche Tätigkeiten“, ruft Leidinger den Anwesenden ins Gedächtnis. „Damit machen wir weiter.“

Der Nachfolger ist noch länger dabei

Als Präsident der Deutsch-Türkischen Gesellschaft in Münster will Leidinger aber nicht weitermachen. Nach 22 Jahren im Amt gibt er seinen altersbedingten Ausstieg bekannt. „Mit etwas Wehmut“, wie er noch lächelnd hinzufügt. Seine Nachfolge tritt Dr. Ulrich Hillebrand an. Er ist noch länger Vorstandsmitglied als Leidinger selbst und hat in seiner Funktion als Schuldezernent der Bezirksregierung Münster das Fach Türkisch an Schulen in ganz Nordrhein-Westfalen maßgeblich mit aufgebaut.

Hillebrand wurde von den Anwesenden einstimmig in sein neues Amt gewählt. Er ist damit der erste Präsident der Gesellschaft, der nicht als Hochschullehrer tätig ist. Die Universität Münster, an der die DTG vor über hundert Jahren entstand, bleibt aber dennoch durch einige Mitglieder im Beirat vertreten.

Leidinger wird Ehrenpräsident

Im Anschluss an die Vorstandswahlen ernannten die Mitglieder Leidinger zum Ehrenpräsidenten. Gemeinsam erinnerten sie mit vielen warmen Worten an seine zahlreichen Engagements für die Gesellschaft. Sein Vortrag im Anschluss an die Mitgliederversammlung wird sicher nicht der letzte für die DTG gewesen sein.

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