Konzert im Skaters Palace
Heiß, heißer, Bukahara

Münster -

Der Band Bukahara eilt der Ruf voraus, gute Laune zu versprühen. Immer und überall, komme wer da wolle. Es kamen viele: Im ausverkauften Skaters Palace haben die Kölner am Freitagabend den Münsteranern gezeigt, dass sie ihrem Ruf mehr als gerecht werden. 

Sonntag, 14.10.2018, 11:57 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 13.10.2018, 15:44 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 14.10.2018, 11:57 Uhr
Konzert im Skaters Palace: Heiß, heißer, Bukahara
Bukahara begeisterte das Publikum im Skaters Palace. Foto: Pjer Biederstädt

Nach nur einem Song ist es Ahmed Eid schon zu warm. Weg mit dem Hemd - oben ohne peitscht er den Balkan-Arab-Folk-Sound nach vorne. Daniel Avi Schneider geigt, Soufian Zoghlami singt und Max von Einem posaunt raus, wofür Bukahara steht: Vielfalt und Spaß. Und der hat rasend schnell ansteckende Wirkung.

Das Publikum springt, singt und schwitzt. Die warme Oktobernacht wird heiß und heißer. Die Energie bahnt sich offbeat ihren Weg von der Bühne bis unters Hallendach. Spätestens bei den Hits „No“ und „A Child’s Tale“ vom dritten Album „Phantasma“ brennt die Luft. Gut, dass die starken Männer von der Security schon vor dem Haupt-Act fürsorglich Wasser an die ersten Reihen verteilt haben. Das war nötig, weil die Vorband „Jamila an the other Heroes“ mit einem starken 45-Minuten-Set die Grundlage für die Bukahara-Bambule gelegt hat.

Solo als stärkster Moment

Im Rausch der guten Laune droht in Vergessenheit zu geraten, dass es sich bei dem Quartett aus Multiinstrumentalisten um begnadete und studierte Spitzenmusiker handelt, deren unterschiedlichen Einflüsse und Herkünfte zu einem Stilmix verschmelzen, der gegen Langeweile immun zu sein scheint.

Bukahara im Skaters Palace

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  • Die Kölner Band Bukahara spielte am Freitagabend (12 Oktober 2018) ein Konzert im ausverkauften Skaters Palace. 

    Foto: Pjer Biederstädt
  • Aneinanderreihung von Multitalenten: Die Band Bukahara um den Sänger, Gitarristen und Drummer Soufian Zoghlami begeisterte am Freitagabend das Publikum im Skaters Palace.

    Foto: Pjer Biederstädt
  • Trieb den Offbeat am Kontrabass an: Ahmed Eid.

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  • Heimspiel: Münsteraner Max von Einem kam mit Bukahara in seine Geburtsstadt.

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Ahmend Eid, geboren in Syrien, aufgewachsen in Palästina, wechselt spielerisch zwischen Kontrabass, Trompete und Darbuka. Was der Münsteraner Max von Einem mit der Posaune und Tuba anstellt, ist alleroberste Schublade. Das gilt ebenso für den Halbtunesier Soufian Zoghlami, ganz gleich ob singend, am Schlagzeug oder an der Gitarre. Zu den stärksten Momenten des Konzerts gehört das umjubelte Geigensolo des jüdisch-schweizerischen Daniel Avi Schneider vor den Zugaben.

Genau wie die einzige Ansage des Abends: „Es ist toll zu sehen, dass in Münster so viele Menschen für eine offene Gesellschaft stehen“, sagt Soufian Zoghlami unter tosendem Applaus. Mehr müssen die vier Musiker auch gar nicht sagen. Die verschwitzen Strähnen, die nach zwei Stunden Ekstase in den glücklichen Gesichtern der Fans kleben, sprechen für sich.

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Starker Support: Jamila & The Other Heroes Foto: Pjer Biederstädt

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