Neues Album der Band Burn
Das Ende einer endlosen Geraden

Münster -

Zwei Jahre ist es her, dass die münsterische New-Wave-Gothic-Band Burn ihr letztes Album veröffentlicht haben. Am Freitag erscheint jetzt der Nachfolger: "Prophezeiung". Bereits vor der Veröffentlichung kann das Quartett um Frontmann Felix Friberg einen ersten Erfolg feiern.

Montag, 15.10.2018, 17:00 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 15.10.2018, 17:00 Uhr
Die New-Wave-Gothic-Rocker von Burn mit Frontmann Felix Friberg (2.v.r.) veröffentlichen am 19. Oktober ihr mittlerweile viertes Studio-Album.
Die New-Wave-Gothic-Rocker von Burn mit Frontmann Felix Friberg (2.v.r.) veröffentlichen am 19. Oktober ihr mittlerweile viertes Studio-Album. Foto: Daniela Vorndran

Umgangssprachlich ist eine Prophezeiung gleichbedeutend mit einer Prognose. Noch vor zwei Jahren hätte Felix Friberg wohl nicht damit gerechnet, dass er mit dem neuen Album seiner Band Burn in den Top Ten der „Deutschen Alternativ Charts“ landen würde. Und das allein aufgrund der Vorbestellungen, denn der vierte Longplayer des münsterischen Quartetts erscheint erst am 19. Oktober. Ein riesiger Erfolg, sagt Friberg: „Ich arbeite schon so lange im Musikgeschäft, – das ist mittlerweile unser viertes Album –, da ist es einfach schön, wenn man das Gefühl hat, Fortschritte zu machen.“

Die Band verliert aber nicht ihre Bodenhaftung. Sie weiß, dass man mit Vorstellungen und Ansprüchen haushalten und am Ball bleiben muss, damit sich Erfolg einstellt. Und nach zunächst zwei englischsprachigen Alben, schlug man eine andere Richtung ein. Jetzt singt Friberg deutsche Texte: „Wenn man eine endlose Gerade läuft und glaubt, nicht mehr weiter zu kommen, muss man etwas ändern“, sagt er und ergänzt: „Mittlerweile habe ich festgestellt, dass englische Texte leichter zu schreiben sind, weil man sich gut dahinter verstecken kann. Mit deutschen Texten stehst du direkt mit heruntergelassener Hose da. Wenn das kitschig klingt oder falsch ist, dann wird man dafür zurecht sofort kritisiert“.

Videodreh im Gasometer

Das Bandgefüge hat sich seit ein paar Jahren nicht mehr geändert. Neben Sänger und Gitarrist Felix Friberg spielen Christian Wischer (Gitarre), Markus Düring (Bass) und Jörg Schwaer (Schlagzeug) auch auf dem neuen Album mit. Das merkt man dem Sound auch an. Burn sind eingespielt, fühlen sich mit ihrer Musik wohl. Dadurch klingt es harmonisch, die Songs fügen sich zu einem Gesamtwerk zusammen. Gleichzeitig ist es aber auch das bisher düsterste Album. Und das will bei einer New-Wave-Band mit Gothic-Einflüssen schon etwas heißen. In diesem Fall liegt es aber an den Themen, auch wenn sich Burn vor schwierigen Sujets noch nie wirklich gedrückt haben.

„Ich hatte die Befürchtung, dass der Albumtitel möglicherweise zu spirituell aufgenommen würde“, sagt Friberg. Dabei ist „Prophezeiung“ tatsächlich ein Album des Zeitgeistes, in dem es primär um das Hier und Heute geht. „Eine Zeit, in der man das Gefühl hat, es läuft aus dem Ruder. Ob es das Plastik in den Weltmeeren ist oder Donald Trump oder Menschen, die in Booten sitzen und nicht in Häfen gelassen werden: Die Reihe der Probleme klingt endlos. Und wenn wir nicht alle miteinander etwas verändern, werden wir in große Schwierigkeiten geraten. Das ist der Tenor des Albums. “

Um Aufmerksamkeit auf die Veröffentlichung zu legen, hat die Band ein Video gedreht. Die Visualisierung des Songs „Echo im Nichts“ wurde im Gasometer gedreht, an einem nicht zu sonnigen Sommertag, versteht sich. Man glaubte erst nicht an eine Realisierung, dann gaben die Stadtwerke aber grünes Licht. Ein echtes Privileg.

Zum Thema

Burn live: Freitag, 19. Oktober, 21 Uhr, Hot Jazz Club, Hafenweg 26B.

...

Dafür, dass Burn mit ihrem neuen Album „Prophezeiung“ einen weiteren Schritt Richtung Erfolg gehen werden, braucht es wohl keine Prognose.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6124621?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F
Münsters Open-Air-Kinoprogramm 2019
Sommer-Filmnächte: Münsters Open-Air-Kinoprogramm 2019
Nachrichten-Ticker