Wilsberg-Dreh
Das gibt's nicht: Wilsberg in Bielefeld

Bielefeld/Münster -

Es gibt sie nicht. Oder doch? Das Wilsberg-Team dreht für zwei Wochen in Bielefeld. Und schreibt so die Geschichte eines Running Gags fort.

Montag, 15.10.2018, 19:00 Uhr aktualisiert: 16.10.2018, 09:22 Uhr
Wilsberg-Dreh in Bielefeld (v.l.): Produzent Anton Moho, Hauptdarsteller Leonard Lansink mit seinen Schauspielerkollegen Mira Bartuschek, Roland Jankowsky und Stefan Haschke vor dem Alten Rathaus.
Wilsberg-Dreh in Bielefeld (v.l.): Produzent Anton Moho, Hauptdarsteller Leonard Lansink mit seinen Schauspielerkollegen Mira Bartuschek, Roland Jankowsky und Stefan Haschke vor dem Alten Rathaus. Foto: Niklas Tüns

Als er vergangene Woche aus dem Zug gestiegen ist, auf das „Bielefeld“-Schild am Gleis blickte und im Hotel namens „Bielefelder Hof“ eincheckte, da sei es ihm klargeworden, sagt Leonard Lansink . Diese ominöse Stadt, die es nicht geben soll, ja, sie scheint doch zu existieren. Sparrenburg, Jahnplatz, Altstadt – vielerorts konnte er sich davon überzeugen.

Für zwei Wochen ist die „ Wilsberg “-Filmcrew erstmals in die ostwestfälische Metropole, die Dreharbeiten für zwei Folgen bilden den bisherigen Höhepunkt des Bielefeld-Running-Gags, der die ZDF-Krimireihe seit ihren Anfängen in den 1990er Jahren begleitet.

Bielefeld mit besonderem Platz in der Serie

„Die Autoren haben Spaß, Bielefeld-Andeutungen immer besser in den Filmen zu verstecken“, so Martin R. Neumann . Der ZDF-Redakteur betreut seit über 20 Jahren die „Wilsberg“-Reihe, als gebürtiger Bielefelder hat er seiner Heimatstadt immer einen besonderen Platz in der Serie ermöglicht und dabei versucht, auf humorvolle Art eine Brücke zwischen den zumindest im Sport verfeindeten Orten zu schlagen. „Ich habe nie verstanden, was die Bielefelder gegen Münster und die Münsteraner gegen Bielefeld haben“, sagt Neumann. „Meiner Meinung nach kommen sie bestens miteinander aus.“

„Wilsberg“ spielt erstmals in Bielefeld

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  • Heinrich Schafmeister und Leonard Lansink im Innenhof des Alten Rathauses in Bielefeld am roten Volvo, der in den ersten Wilsberg-Jahren eine Rolle spielte und nun für eine Folge zurückkehrt.

    Foto: Niklas Tüns
  • Produzent Anton Moho, Hauptdarsteller Leonard Lansink, Episodendarstellerin Mira Bartuschek, Hauptdarsteller Roland Jankowsky und Episodendarsteller Stefan Haschke vor dem Alten Rathaus in Bielefeld (v.l.)

    Foto: Niklas Tüns
  • Hauptdarsteller Roland Jankowsky, Hauptdarsteller Leonard Lansink und Episodendarsteller Stefan Haschke vor dem Alten Rathaus in Bielefeld (v.l.).

    Foto: Niklas Tüns
  • Hauptdarsteller Leonard Lansink auf Tuchfühlung mit Scotty, dem Hund von Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen.

    Foto: Niklas Tüns
  • Foto: Niklas Tüns
  • Foto: Niklas Tüns
  • Foto: Niklas Tüns
  • Foto: Niklas Tüns

Ist das so? „Ja“, findet auch Klaus Wittrin, Bielefelder Bürger, aber auch begeisterter Zuschauer der Filmreihe. In neongelber Warnweste sorgt der Ordner dafür, dass während der Dreharbeiten keine Passanten durch das Bild laufen. „Wir Bielefelder sind stolz darauf, jetzt Teil eines Films zu sein und zu beweisen, dass es uns wirklich gibt“, meint Wittrin.

Die Bielefelder entpuppen sich generell als große „Wilsberg“-Fans, zum Komparsen-Casting im September erschienen 1400. In Münster seien Dreharbeiten mittlerweile Routine, so Lansink. „Hier sind sie noch etwas Besonderes.“

Harmonie zwischen Münster und Bielefeld?

Doch auch für ihn hat der derzeitige Dreh eine Besonderheit: Manni Höch, Bielefelder Bauamts-Mitarbeiter mit rotem Volvo, ist zurück, wenn auch nur für eine Folge. „Man steigt wieder so in die Vergangenheit ein“, sagt Schauspieler Heinrich Schafmeister. Lansink ergänzt: „Mit Heinrich fühle ich mich wie ein altes Ehepaar.“ In der Serie sei die Freundschaft zwischen Wilsberg und Manni nicht immer konfliktfrei, aber langhaltend. „Das kann man auf die Beziehung zwischen Münster und Bielefeld übertragen.“

Plötzlich so viel Harmonie zwischen der Westfalenmetropole und der Stadt, die es, wie alle dachten, eigentlich nicht gibt? „Bielefeld mag ja ganz schön sein, aber an Münster kommt es nicht ran“, setzt Overbeck-Darsteller Roland Jankowsky Prioritäten. Die Münsteraner müssen also keine Angst haben, dass „Wilsberg“ ihnen dauerhaft fremdgeht. Die nächsten Folgen sollen wieder in heimischen Gefilden spielen.

Wilsberg: Die Krimi-Kultfigur aus Münster

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  • Leonard Lansink bei Dreharbeiten vor dem Antiquariat.

    Foto: Oliver Werner
  • Auch in der Redaktion der Westfälischen Nachrichten wurden bereits gedreht.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Seit Folge 15 ein Team: Wilsberg und Ekki.

    Foto: ZDF/Eyeworks Fiction & Film
  • Auch in der Redaktion der Westfälischen Nachrichten wurden bereits gedreht.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Leonard Lansink ist Georg Wilsberg.

    Foto: dpa/Andreas Gnegel
  • Nur auf dieser Fotomontage vereint: Wilsberg (Leonard Lansink), Prof. Boerne (Jan-Josef Liefers) und Tatort-Kommissar Frank Thiel (Axel Prahl).

    Foto: gap (Montage)
  • Folge "48 Stunden": Georg Wilsberg (Leonard Lansink, li.) soll Overbeck (Roland Jankowsky) aus der Patsche helfen

    Foto: ZDF
  • Oktober 2015: Jürgen Kehrer stellt seinen 19. Wilsberg "Ein bisschen Mord muss sein" vor.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Leonard Lansink ist Georg Wilsberg.

    Foto: ZDF / Eyeworks
  • Alex (Ina Paule Klink), Wilsberg (Leonard Lansink)

    Foto: ZDF/Thomas Kost
  • Der Autor und Journalist Jürgen Kehrer hat Wilsberg erfunden.

    Foto: Oliver Werner
  • Treffen beim Kramermahl: Roland Jankowsky alias Overbeck aus Wilsberg mit Jürgen Kehrer (Autor Wilsberg).

    Foto: Oliver Werner
  • Im Antiquariat von Michael Solder in Münster werden die entsprechenden Szenen gedreht.

    Foto: dpa
  • Wilsberg auf dem Prinzipalmarkt in der Folge "Treuetest": Alex (Ina Paule Klink) stellt Wilsberg (Leonard Lansink, Mi.) ihrem neuen Freund Jan Faber (Roman Knizka) vor.

    Foto: ZDF
  • Folge "Hengstparade": Wilsberg (Leonard Lansink, li.) erhält von Ekki (Oliver Korittke) erste Ergebnisse.

    Foto: ZDF/Thomas Kost
  • Das Antiquariat, in dem Wilsberg gedreht wird, ist regelmäßig ziel von Besuchergruppen.

    Foto: VHS Gronau
  • Wilsberg

    Foto: ZDF
  • Privatdetektiv Wilsberg (Leonard Lansink) recherchiert auf einem Bauernhof. Hier hofft er, Hinweise in der Mordsache zu finden.

    Foto: ZDF
  • "Wilsberg - Dorfliebe"

    Foto: ZDF / Thomas Kost
  • Wilsberg und Ekki.

    Foto: ZDF / Guido Engels
  • Folge "Frischfleisch": Kommissarin Springer (Rita Russek) ist dringend auf die Hilfe ihres speziellen Freundes Georg Wilsberg (Leonard Lansink) angewiesen.

    Foto: ZDF / Thomas Kost
  • In Münster mischt sich Schauspieler Leonard Lansink gerne unters Volk - wie hier beim Promikellnern an den Aaseeterassen.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Auch in der Redaktion der Westfälischen Nachrichten wurden bereits gedreht.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Am 11. November 2015 lesen Leonard Lansink und Jürgen Kehrer im Cineplex-Kino in Münster aus dem neuen Wilsberg-Krimi "Ein bisschen Mord muss sein".

    Foto: Gunnar A. Pier
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