Partyklassiker „Night of the Profs“
Dozenten-Disco deluxe

Münster -

Turntables statt Tweedsakko: Im November legen wieder Professoren ihre Musik in den Diskotheken am Hawerkamp auf. Wer will das hören? Tausende!

Mittwoch, 17.10.2018, 17:30 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 17.10.2018, 17:30 Uhr
Germanistik-Professor Moritz Baßler (l.) ist zum ersten Mal dabei, BWL-Professor Olaf Arlinghaus hat keine Party verpasst.
Germanistik-Professor Moritz Baßler (l.) ist zum ersten Mal dabei, BWL-Professor Olaf Arlinghaus hat keine Party verpasst. Foto: Pjer Biederstädt

Sieben Clubs, 23 Professoren an den Turntables, eine Nacht: Die zwölfte Auflage des Party-Klassikers „Night of the Profs“ steigt am 7. November (Mittwoch) auf dem Hawerkamp-Gelände. Dabei betritt die Traditionsveranstaltung in diesem Jahr Neuland.

Zum ersten Mal kooperiert der Veranstalter Stefan Hugenroth von Studenta nämlich mit der Fachhochschule Münster und der Westfälischen Wilhelms-Universität . „Damit wollen wir die Veranstaltung auf ein neues Level heben“, sagte Hugenroth am Dienstagabend während einer Pressekonferenz im Beachclub Heaven.

5000 Gäste erwartet

Uni Sprecher Norbert Robers freute sich auf die künftige Zusammenarbeit: „Wir haben erkannt, dass dies eine große Chance ist, an unsere Zielgruppe, nämlich die Studierenden, noch näher heranzurücken.“

5000 Partygäste sollen zur Musik der 21 Professoren und zwei Professorinnen im Heaven, Favela, Conny Kramer, Fusion, Tryptichon und in der Sputnikhalle und -café tanzen. Dass die querbeet aus allen Fachbereichen stammenden Dozenten ihre Musikauswahl ungeachtet aktueller Chart-Trends treffen, gibt den Studenten die Möglichkeit, zu diversen Stilrichtungen zu tanzen.

Unberechenbare Musikauswahl

„Mein melodischer Metal wird auf jeden Fall ein Ganzkörpererlebnis“, prophezeite Mathe-Professor Christopher Deninger, der von den Kollegen noch einen Sonderapplaus bekam, weil er der WWU kürzlich einen Exzellentcluster beschert hatte.

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Diese Profs legen am 7. November am Hawerkamp auf. Foto: Pjer Biederstädt

DJ Andreas Pfingsten, eigentlich BWL-Professor und zum elften Mal als DJ dabei, kündigte an: „Es ist bei der Musik wie bei meinen Klausuren: Man muss mit allem rechnen.“

Schlaflose Nacht steht bevor

Gleich acht Wissenschaftler begeben sich zum ersten Mal hinters DJ-Pult. Sie konnten den Kopfhörer, den alle Professoren zur Vorbereitung geschenkt bekommen haben, besonders gut gebrauchen. Prof. Olaf Arlinghaus von der FH hat bisher keine der zwölf Partynächte verpasst und hatte dann auch noch einen Rat für die Neulinge: „Ein gutes Set ist ganz wichtig. Wenn es funktioniert, sieht man die menschlichen Abgründe der Feiernden.“ Uni-Sprecher Robers erstickte die Hoffnung der „Ersttäter“ auf einen kurzen Abend im Keim. „Vor 3 Uhr kommt keiner ins Bett.“

Weil die Hochschullehrer auf Gage verzichten, wollen die Veranstalter 5000 Euro an das Deutschlandstipendium spenden. Das Förderprogramm wird seit 2011 zur Hälfte vom Bund, zur Hälfte von den Hochschulen finanziert und bietet besonders guten und engagierten Studenten finanzielle Hilfe.

Drei Fragen an...

Olaf Arlinghaus, FH-Professor für Betriebswirtschaftslehre:

Sie waren schon zwölf Mal DJ bei der Night of the Profs. Warum tun Sie sich das an?

Arlinghaus: Weil es eine traumhafte Möglichkeit ist, mit den Studenten in Kontakt zu treten. Was die meisten gar nicht wissen: Die Teilnahme gibt 100 Credit Points, das ist quasi das halbe Studium (lacht).

Welche Musik werden sie auflegen?

Arlinghaus: Wie mein Name schon sagt: Arling-House. Und Schlager. Die Mischung funktioniert tatsächlich. Und ich koste es aus, denn ich darf das zu Hause nicht alles so spielen wie bei der Night of the Profs.

Wie haben Sie sich das DJ-Know-how angeeignet?

Arlinghaus: Ich habe damals einen Kurs belegt. Ich war mit Abstand der älteste Teilnehmer. Aber wenn ich zu so etwas zusage, dann will ich es auch richtig machen.

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