Tipps
So vermindern Fahrradfahrer Rutschgefahren im Herbst

Feuchtes Herbstlaub und mancherorts schon überfrierende Nässe oder Schnee machen die Wege auch für Radfahrer zuweilen sehr rutschig. Vorausschauendes Fahren, mehr Abstand zum Vordermann und geringeres Tempo sind nun angesagt, rät der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Bayern. 

Mittwoch, 24.10.2018, 11:10 Uhr aktualisiert: 24.10.2018, 11:51 Uhr
Tipps: So vermindern Fahrradfahrer Rutschgefahren im Herbst
Foto: colourbox.de (Symbolbild)

Auch Vollbremsungen vermeiden Radler besser. Um nicht zu stürzen, bremsen Fahrradfahrer auf glattem Terrain vor der Kurve und rollen durch sie hindurch. Auf zu enge Kurven und ruckartige Schlenker sollten sie verzichten.

Tipp: Etwas weniger Druck in den Reifen erhöht die Reibung und kann die Gefahr eines Wegrutschens vermindern, so der ADFC Bayern. Generell erneuern Radler abgefahrene Reifen und tauschen jetzt dünne Rennreifen gegen breitere Alternativen. Es gibt unter anderem auch spezielle Winterreifen für Fahrräder. Deren Gummimischung soll mehr Haftung bieten. Auch Pneus mit Spikes sind im Angebot.

So machen Sie Ihr Rad fit für den Winter

1/9
  • Auch wenn eine spezielle „Winterbereifung“ für Radfahrer nicht vorgeschrieben ist. Eine Investition kann sich hier durchaus lohnen, hat man mit schmalen und abgefahrenen Reifen bei Glätte sonst keine Chance. Die Gummimischung der Winterreifen wurde von den Herstellern mit Partikeln aus Siliziumkarbid besetzt, was die Lauffläche rauer macht. Maximalen Grip auf Schnee und Eis bieten Spike-Reifen.

    Foto: Pressedienst Fahrrad
  • Wem extra Winterreifen oder Spikes für das Fahrrad zu teuer oder schlichtweg zu aufwendig sind, kann sich alternativ eines simplen Tricks bedienen. „Lassen sie ein wenig Luft ab“, rät David Koßmann vom Pressedienst Fahrrad.

    Foto: Pressedienst Fahrrad
  • Das A und O im Winter: eine vernünftige Beleuchtung. Doch ein bloßer „Tut’s und gut ist“-Check reicht nicht aus. Denn wer noch mit einem klassischen Seitenläufer-Dynamo unterwegs ist, sollte für den Winter lieber auf einen zuverlässigeren Naben-Dynamo umrüsten. Denn der ist weniger anfällig für Schnee und Eis, rät zumindest der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC).

    Foto: Pressedienst Fahrrad
  • Wer sich mit dem Rad auf Schnee und Eis eher unsicher fühlt, sollte den Sattel im Winter um ein bis zwei Zentimeter absenken. So wird das Sicherheitsgefühl gestärkt, denn im Notfall kommt man mit seinen Füßen schneller auf den Boden und kann so Fahrfehler korrigieren.

    Foto: Pressedienst Fahrrad
  • Eigentlich in jeder Jahreszeit wichtig: funktionierende Bremsen. Gerade Vielfahrer sollten ihre Bremsbeläge regelmäßig kontrollieren und gegebenenfalls für den Winter erneuern. Noch ein Tipp: Auf rutschigem Untergrund am besten nicht mit der zugstarken Vorderradbremse bremsen.

    Foto: Pressedienst Fahhrad
  • Selbst wenn die Beläge auf dem neuesten Stand sind, kann es sein, dass der Griff zur Bremse keine große Wirkung zeigt. Dann sind oft die Felgenränder stark verschmutzt und sollten gesäubert werden. Danach haben auch die Bremsbeläge wieder richtig Griff.

    Foto: Pressedienst Fahrrad
  • Nässe und Streusalz setzen der Fahrradkette im Winter zu. Wenn sie schon quietscht und angerostet ist, hilft oft nur noch sogenanntes Kriechöl, um die Oberflächenkorrosion wieder zu lösen. Festere Schmiermittel mit Teflon haben zwar eine bessere Schmierfähigkeit, ziehen allerdings Dreck nahezu magisch an. Die Alternative für Radler: Riemenantriebe. Hier sind die Räder statt mit einer Kette aus Metall mit einem Zahnriemen aus einem Kunststoff ausgestattet.

    Foto: Pressedienst Fahrrad
  • Wer ein Pedelec hat, sollte sich im Winter um seinen Akku kümmern. Denn die in der Regel verbauten Lithium-Ionen-Batterien sind frostempfindlich, erklärt die Stiftung Warentest. Touren bei strengem Frost machen den Stromspeichern aber in der Regel nichts aus, da der Fahrstrom unterwegs für warme Akkuzellen sorgt. Schutzhüllen aus Neopren verhindern, dass der Akku bei Fahrpausen auskühlt. An kalten Tagen ist es allerdings besser, den Akku nach der Fahrt aus dem Rad zu nehmen.

    Foto: Pressedienst Fahrrad
  • Ganz grundsätzlich gibt es bei der Vorbereitung seines Rades für den Winter einiges zu beachten. Allen voran sollte der Boden auf dem man schraubt, sauber sein. Abhilfe schaffen spezielle Montageständer, die nach dem Gebrauch wieder platzsparend zusammengeklappt werden können. Zudem sollte man beim Werkzeug nicht sparen. Billige Tools erfreuen sich nicht nur einer extrem kurzen Lebensdauer, sondern können Rad und Teile sogar ernsthaft beschädigen. Und im Zweifel wendet man sich am besten immer noch an den Profi.

    Foto: Pressedienst Fahrrad
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6141920?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F
Nachrichten-Ticker