Umstrittene Hochschulgruppe
Asta kritisiert Uni für Franconia-Urteil

Münster -

Der AStA der Uni Münster kritisiert die Entscheidung des Rektorats der Universität Münster, die Burschenschaft „Franconia“ vorerst nicht aus der Liste der Hochschulgruppen an der Uni zu streichen. Gegenüber unserer Zeitung hatte Uni-Pressesprecher Norbert Robers unter anderem betont, dass zwei Uni-Juristen übereinstimmend zum Urteil gekommen seien, dass es keinen Grund gebe, die Franconia von der Liste der Hochschulgruppen zu streichen.

Freitag, 26.10.2018, 20:32 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 26.10.2018, 18:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 26.10.2018, 20:32 Uhr
Umstrittene Hochschulgruppe: Asta kritisiert Uni für Franconia-Urteil
Die Uni Münster hat sich dafür entschieden, die Burschenschaft "Franconia" nicht von der Liste der Hochschulgruppen zu streichen. Foto: Oliver Werner

Die Vorsitzenden des AStA , Nikolaus Ehbrecht und Anna Holeck, betonen: „Dieses Statement von Herrn Robers ist für uns unverständlich. Für die Verbindung zwischen der Burschenschaft und der ,Identitären Bewegung‘ gibt es zahlreiche Belege, die dem Rektorat vom Arbeitskreis Verbindungswesen der Fachschaft Politikwissenschaft zugänglich gemacht wurden.“ Die Burschenschaft Franconia sei auch davon abgesehen eindeutig dem völkisch-nationalistischen Spektrum zuzuordnen. „Dass hier von einem ungestörten Verhältnis zwischen Hochschule und Franconia gesprochen wird, ist für uns unerklärlich“, betonen sie weiter.

Das Studierendenparlament hatte einstimmig für einen Ausschluss der Franconia aus der Liste der Hochschulgruppen gestimmt. Das Rektorat übergehe mit dieser Entscheidung die Haltung der Studierenden, „anstatt ein Statement gegen rechte, völkisch-nationalistische Strukturen an der Hochschule zu setzen“, so der AStA. Die Vorsitzenden fordern vom Rektorat, „die Grundlage und den Ablauf der juristischen Prüfung und das Gutachten selbst schriftlich offenzulegen. Nur so können wir gewährleisten, dass der Öffentlichkeit alle Fakten zu den Vorgängen bekannt werden“.

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