Fahrradfahren im Herbst
Wie bringe ich meine Fahrradbeleuchtung richtig an?

Münster -

Auch in diesem Herbst werden wieder Tausende die Promenade auf- und abradeln und dabei anderen ins Gesicht leuchten. Eine Fahrradbeleuchtung ist gesetzlich vorgeschrieben - doch wie wird diese überhaupt korrekt angebracht? Tipps zur ordnungsgemäßen Anbringung der Fahrradbeleuchtung.

Mittwoch, 31.10.2018, 12:30 Uhr aktualisiert: 31.10.2018, 15:59 Uhr
Fahrradfahren im Herbst: Wie bringe ich meine Fahrradbeleuchtung richtig an?
Foto: dpa

Spätestens seit der Zeitumstellung auf die Winterzeit wird es merklich früher dunkel. Fahrradfahrer müssen ihr Licht korrekt anbringen oder riskieren sonst, den Gegenverkehr zu blenden oder nicht wahrgenommen zu werden. "Die Beleuchtung sollte so eingestellt werden, dass andere Verkehrsteilnehmer auf große Entfernung nicht geblendet werden", sagt Angela Lüttmann von der Polizei Münster. 

Zu beachten hierbei ist: Eine zu hohe Einstellung leuchtet direkt in die Augen der anderen, während eine zu tiefe Einstellung von anderen Fahrradfahrern nicht frühzeitig erkannt wird. Wie auf einer Grafik von fahrradstadt.ms  zu sehen ist, muss sich Lichtkegel unterhalb der Scheinwerferhöhe befinden und mehr als fünf Meter ausleuchten: 

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Foto: fahrradstadt.ms

Wer auf Nummer sicher gehen will, macht den Test zu Hause: Einfach das Fahrrad fünf Meter von einer Wand platzieren, auf der die Scheinwerferhöhe markiert ist. Liegt das Licht oberhalb der Markierung, muss der Scheinwerfer nach unten gerichtet werden. Leuchtet er nur den Boden vor der Wand an, ist er deutlich zu niedrig eingestellt und muss nach oben.

Welche Fahrradbeleuchtung ist gesetzlich vorgeschrieben?

Um einen gefahrlosen Verkehr zu gewährleisten, schreibt der Gesetzgeber laut Allgemeinem Deutschen Fahrrad-Club (ADFC)  eine ganze Reihe an Scheinwerfern und Reflektoren vor:

- einen Frontscheinwerfer und einen weißer Reflektor
- ein Rücklicht und einen roten Rückstrahler
- umlaufende Reflexstreifen an Vorder- und Hinterreifen oder gelbe Reflektoren in den Speichen oder reflektierende Speichensticks in allen Speichen sowie
- je zwei gelbe Reflektoren an den Pedalen

Hinweise der Polizei

Angela Lüttmann von der Polizei Münster weist darauf hin, dass auch Fahrer beispielsweise von Mountainbikes, an denen keine dauerhafte Beleuchtung angebracht ist, stets daran denken müssen, eine mobile Radbeleuchtung bei Dämmerung und Dunkelheit mitzuführen und diese spätestens bei Einsetzen der Dämmerung anzubringen sowie einzuschalten. Blinklichter reichen - grundsätzlich - als Beleuchtung nicht aus, erforderlich sind "Dauerlichter".  

So machen Sie Ihr Rad fit für den Winter

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  • Auch wenn eine spezielle „Winterbereifung“ für Radfahrer nicht vorgeschrieben ist. Eine Investition kann sich hier durchaus lohnen, hat man mit schmalen und abgefahrenen Reifen bei Glätte sonst keine Chance. Die Gummimischung der Winterreifen wurde von den Herstellern mit Partikeln aus Siliziumkarbid besetzt, was die Lauffläche rauer macht. Maximalen Grip auf Schnee und Eis bieten Spike-Reifen.

    Foto: Pressedienst Fahrrad
  • Wem extra Winterreifen oder Spikes für das Fahrrad zu teuer oder schlichtweg zu aufwendig sind, kann sich alternativ eines simplen Tricks bedienen. „Lassen sie ein wenig Luft ab“, rät David Koßmann vom Pressedienst Fahrrad.

    Foto: Pressedienst Fahrrad
  • Das A und O im Winter: eine vernünftige Beleuchtung. Doch ein bloßer „Tut’s und gut ist“-Check reicht nicht aus. Denn wer noch mit einem klassischen Seitenläufer-Dynamo unterwegs ist, sollte für den Winter lieber auf einen zuverlässigeren Naben-Dynamo umrüsten. Denn der ist weniger anfällig für Schnee und Eis, rät zumindest der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC).

    Foto: Pressedienst Fahrrad
  • Wer sich mit dem Rad auf Schnee und Eis eher unsicher fühlt, sollte den Sattel im Winter um ein bis zwei Zentimeter absenken. So wird das Sicherheitsgefühl gestärkt, denn im Notfall kommt man mit seinen Füßen schneller auf den Boden und kann so Fahrfehler korrigieren.

    Foto: Pressedienst Fahrrad
  • Eigentlich in jeder Jahreszeit wichtig: funktionierende Bremsen. Gerade Vielfahrer sollten ihre Bremsbeläge regelmäßig kontrollieren und gegebenenfalls für den Winter erneuern. Noch ein Tipp: Auf rutschigem Untergrund am besten nicht mit der zugstarken Vorderradbremse bremsen.

    Foto: Pressedienst Fahhrad
  • Selbst wenn die Beläge auf dem neuesten Stand sind, kann es sein, dass der Griff zur Bremse keine große Wirkung zeigt. Dann sind oft die Felgenränder stark verschmutzt und sollten gesäubert werden. Danach haben auch die Bremsbeläge wieder richtig Griff.

    Foto: Pressedienst Fahrrad
  • Nässe und Streusalz setzen der Fahrradkette im Winter zu. Wenn sie schon quietscht und angerostet ist, hilft oft nur noch sogenanntes Kriechöl, um die Oberflächenkorrosion wieder zu lösen. Festere Schmiermittel mit Teflon haben zwar eine bessere Schmierfähigkeit, ziehen allerdings Dreck nahezu magisch an. Die Alternative für Radler: Riemenantriebe. Hier sind die Räder statt mit einer Kette aus Metall mit einem Zahnriemen aus einem Kunststoff ausgestattet.

    Foto: Pressedienst Fahrrad
  • Wer ein Pedelec hat, sollte sich im Winter um seinen Akku kümmern. Denn die in der Regel verbauten Lithium-Ionen-Batterien sind frostempfindlich, erklärt die Stiftung Warentest. Touren bei strengem Frost machen den Stromspeichern aber in der Regel nichts aus, da der Fahrstrom unterwegs für warme Akkuzellen sorgt. Schutzhüllen aus Neopren verhindern, dass der Akku bei Fahrpausen auskühlt. An kalten Tagen ist es allerdings besser, den Akku nach der Fahrt aus dem Rad zu nehmen.

    Foto: Pressedienst Fahrrad
  • Ganz grundsätzlich gibt es bei der Vorbereitung seines Rades für den Winter einiges zu beachten. Allen voran sollte der Boden auf dem man schraubt, sauber sein. Abhilfe schaffen spezielle Montageständer, die nach dem Gebrauch wieder platzsparend zusammengeklappt werden können. Zudem sollte man beim Werkzeug nicht sparen. Billige Tools erfreuen sich nicht nur einer extrem kurzen Lebensdauer, sondern können Rad und Teile sogar ernsthaft beschädigen. Und im Zweifel wendet man sich am besten immer noch an den Profi.

    Foto: Pressedienst Fahrrad

Zudem sollten Radfahrer insbesondere im Berufsverkehr in der dunklen Jahreszeit daran denken, in der Dunkelheit helle, gut sichtbare Kleidung zu tragen. Denn Reflektoren und reflektierende Kleidung erhöhen die Sicherheit der Radfahrer deutlich - so werden sie von Autofahrern bereits in einer Entfernung von 150 Metern erkannt. 

Unbedingt zu beachten ist, dass eine funktionierende Beleuchtung bei Fahrten während der einsetzenden Dämmerung sowie Dunkelheit vorgeschrieben ist. "Ist keine Beleuchtung vorhanden - oder ist diese am Rad defekt, wird dies in der Regel mit einem Bußgeld in Höhe von 20 Euro belegt", warnt Polizeisprecherin Angela Lüttmann. Verstärkt wird zum Beispiel die Polizei in Münster in der dunklen Jahreszeit Kontrollen durchführen. Zur eigenen sowie zur Sicherheit der anderen Verkehrsteilnehmer sollte somit grundsätzlich jeder Radfahrer auf eine ordnungsgemäße Fahrradbeleuchtung an seiner Leeze achten.

Sicherheits-Aktionen in Münster

Westen-Ausgabe der Ordnungspartnerschaft Verkehrsunfallprävention 

Seit 2012 wird an verschiedenen Standorten im Stadtgebiet die "Sicher durch Münster"-Weste für erwachsene Radfahrer und Fußgänger  verteilt (so lange der Vorrat reicht). Auftakt der Aktion ist am Montag, 5. November, ab 8 Uhr am Josefskirchplatz an der Hammer Straße.

Jeweils von 7 bis 8 Uhr geht es an folgenden Standorten weiter:

Dienstag, 6. November: Steinfurter Straße / Neutor und Grevener Straße / Friesenring
Mittwoch, 7. November: Warendorfer Straße / Hohenzollernring und am Albersloher Weg (Höhe Stadthaus 3)
Donnerstag, 8. November: Weseler Straße / Moltkestraße und Hammer Straße / Schützenhof
Freitag, 9. November: Westfalenstraße (Höhe Baumarkt) und Mecklenbecker Straße / Boeselagerstraße


Fahrrad-Lichtaktion an weiterführenden Schulen 

Seit 14 Jahren veranstaltet die Verkehrsplanung der Stadt Münster in Zusammenarbeit mit der Polizei die Aktion die Fahrrad-Lichtaktion an weiterführenden Schulen. Im Rahmen der Aktion vom 5. bis 16. November erfahren Kinder und Jugendliche an den 17 teilnehmenden Schulen, warum für die bessere Sicht und Erkennbarkeit eine funktionstüchtige Beleuchtung am Fahrrad so wichtig ist.

Die Fahrräder der Schüler werden morgens vor Ort kontrolliert. "Dies ist nur möglich, weil die Schulen unterstützt werden sowohl von lokalen Fahrradhändlern als von Schülern des Wilhelm-Emmanuel-von-Ketteler-Berufskollegs, die eine Ausbildung in der Zweiradmechanik absolvieren", freut sich Phillip Oeinck vom Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung, der die Aktion organisiert.

"Wir weisen im Rahmen der Kampagne auch immer wieder darauf hin, dass das Fahrradlicht richtig eingestellt sein muss, damit entgegenkommende Radfahrer nicht geblendet werden. Ansonsten hat man schnell den Eindruck, rollenden Flutlichtmasten zu begegnen." Alle Radfahrer, egal ob jung oder alt, sollten die Ausrichtung der Fahrradlampen überprüfen. So lassen sich gefährliche Situationen im Verkehr vermeiden.

Auch die allgemeine Funktionstüchtigkeit der Fahrräder wird bei der Lichtaktion gecheckt, kleinere Reparaturen werden direkt ausgeführt. Größere Schäden, die nicht unmittelbar behoben werden können, werden auf einer sogenannten Mängelkarte vermerkt. So sehen die Schülerinnen und Schüler auf einen Blick, was an ihrem Fahrrad nach der Lichtaktion im Sinne der Verkehrssicherheit noch repariert werden sollte. 

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