„Fury“-Legenden im Jovel
„Es ist die Lässigkeit des Alters“

Münster -

Die legendäre Rockband „Fury in the Slaughterhouse“ gibt es seit einem Jahrzehnt nicht mehr - ihre Köpfe Kai und Thorsten Wingenfelder machen aber noch immer Musik. Am Samstag (10. November) auch im Jovel.

Donnerstag, 08.11.2018, 15:36 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 08.11.2018, 11:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 08.11.2018, 15:36 Uhr
Die Brüder Thorsten (l.) und Kai Wingenfelder waren früher Teil der Band Fury in the Slaughterhouse, jetzt kommen sie unter dem Namen Wingenfelder.
Die Brüder Thorsten (l.) und Kai Wingenfelder waren früher Teil der Band Fury in the Slaughterhouse, jetzt kommen sie unter dem Namen Wingenfelder. Foto: pd/Selbstauslöser

Wingenfelder – das sind Kai (58, Sänger) und Thorsten (52, Sänger und Gitarrist) Wingenfelder, die früheren Köpfe der Hannoveraner Rockband „ Fury in the Slaughterhouse“. Nach deren Auflösung 2008 gründeten die beiden Brüder 2010 Wingenfelder. Vor dem Konzert am Samstag (10. November) im Jovel sprechen sie im Interview mit Reinhard Franke über das aktuelle Album „Sieben Himmel hoch“, Unterschiede zu Fury und das Brüdersein.

Kai und Thorsten Wingenfelder, ist der Erfolg mit Fury in the Slaughterhouse Fluch und Segen zugleich für Wingenfelder?

Thorsten Wingenfelder: Das erfolgreiche Fury-Jahr war Fluch und Segen, da manche Medienvertreter immer noch nicht wechseln können zwischen Fury und Wingenfelder. Manche sagen spannend, interessant, manche sagen, das hatten wir ja schon.

Warum der Albumtitel „Sieben Himmel hoch“?

Thorsten Wingenfelder: Es ist ein Song auf unserem Album und er passt zu der heutigen Zeit wie die Faust aufs Auge. Heute benehmen sich viele Leute eher wie drei dunkle Wolken tief, als sieben Himmel hoch. Wir könnten alle viel größer sein, hätten mehr Möglichkeiten und wären zu größeren Leistungen fähig, wenn wir uns nur ein bisschen aufmachen würden.

Kai Wingenfelder: Dieses Album ist auf der einen Seite sehr authentisch und privat, auf der anderen Seite ist es sehr nah an der Zeit, in der wir gerade leben. Es hat einen politischen Touch, bei dem man sich auch mal beschwert und deutlich Nein sagt. Stand jetzt auch mit der aktuellen Band ist es das beste Album, das wir je gemacht haben. Wir glauben, dass dieses Album ein absolutes Statement für die aktuelle Zeit ist. Wenn man es zwei Jahre danach veröffentlichen würde, gibt es vielleicht ganz andere Themen, über die man Songs schreiben will. Wer weiß, was sich Donald Trump bis dahin hat einfallen lassen. Die Platte ist heute und genau so, wie wir denken, fühlen und lieben.

Was bedeutet Ihnen Wingenfelder?

Kai Wingenfelder: Wingenfelder ist unser Baby, Fury dagegen war eine klassische Band, und manchmal vermisse ich das auch etwas. Wingenfelder ist jedoch genau das, was wir eigentlich machen wollen.

2020 steht das zehnjährige Wingenfelder-Jubiläum an. Gibt es etwas, was Sie besser machen und als schöner empfinden, als all die Jahre zuvor mit Fury and the Slaughterhouse?

Thorsten Wingenfelder: Das kann man nicht vergleichen. Es ist etwas ganz anderes als mit 20. Wir haben durch die Erfahrung, die wir jetzt haben, einen ganz anderen Background, wenn wir Konzerte spielen. Wir spielen in Clubs mit der Größenordnung von 600 bis 1500. Wenn es voll wird, du eine tolle Band hast, alle gesund sind, dann macht das Live- spielen unglaublich viel Spaß und ist super entspannt. Früher war alles schnell, unwirsch, wild und oft unklar. Jetzt kann man die Zeit anders genießen. Es ist die Lässigkeit des Alters.

Ist Fury in the Slaughterhouse für immer gestorben?

Thorsten Wingenfelder: Das ist nicht gesagt. Wenn uns etwas vor die Füße fällt, was Spaß macht, dann spielen wir z.B. für einen Charity-Hintergrund, es ergibt sich alles im Laufe der Zeit. Wir müssen uns und anderen nichts mehr beweisen, keinen um Erlaubnis fragen oder sonst was. Wenn wir irgendwo spielen wollen, werden immer ein paar Leute kommen, und wenn wir einen guten Tag haben, dann werden wir auch ziemlich gut sein.

Open-Air-Konzert mit Fury in the Slaughterhouse und Terry Hoax an der Bürgerhalle

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  • Fury in the Slaughterhouse begeisterten ihre Fans beim Open Air neben der Bürgerhalle mit einem Streifzug durch sämtliche Hits der Bandgeschichte. 

    Foto: Christiane Nitsche
  • De Brüder Kai und Thorsten Wingenfelder geben Vollgas vom ersten Akkord an – wie eben immer – und sorgen für einen unvergesslichen Konzertabend.

    Foto: Christiane Nitsche
  • Schon beim dritten Lied ist mit Radio Orchid aus dem Album Mono Gänsehaut garantiert.

    Foto: Christiane Nitsche
  • Viele kamen von Hannover und andernorts angereist, um sich von „ihrer“ Band zu verabschieden.

    Foto: Christiane Nitsche
  • Vorband waren am Samstagabend Terry Hoax.

    Foto: Christiane Nitsche
  • Open-Air-Konzert mit Fury in the Slaughterhouse an der Bürgerhalle Foto: Christiane Nitsche
  • Open-Air-Konzert mit Fury in the Slaughterhouse an der Bürgerhalle Foto: Christiane Nitsche
  • Open-Air-Konzert mit Fury in the Slaughterhouse an der Bürgerhalle Foto: Christiane Nitsche
  • Open-Air-Konzert mit Fury in the Slaughterhouse an der Bürgerhalle Foto: Christiane Nitsche
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  • Open-Air-Konzert mit Fury in the Slaughterhouse an der Bürgerhalle Foto: Christiane Nitsche
  • Open-Air-Konzert mit Fury in the Slaughterhouse an der Bürgerhalle Foto: Christiane Nitsche
  • Open-Air-Konzert mit Fury in the Slaughterhouse an der Bürgerhalle Foto: Christiane Nitsche
  • Open-Air-Konzert mit Fury in the Slaughterhouse an der Bürgerhalle Foto: Christiane Nitsche
  • Open-Air-Konzert mit Fury in the Slaughterhouse an der Bürgerhalle Foto: Christiane Nitsche
  • Open-Air-Konzert mit Fury in the Slaughterhouse an der Bürgerhalle Foto: Christiane Nitsche
  • Open-Air-Konzert mit Fury in the Slaughterhouse an der Bürgerhalle Foto: Christiane Nitsche
  • Open-Air-Konzert mit Fury in the Slaughterhouse an der Bürgerhalle Foto: Christiane Nitsche
  • Open-Air-Konzert mit Fury in the Slaughterhouse an der Bürgerhalle Foto: Christiane Nitsche
  • Open-Air-Konzert mit Fury in the Slaughterhouse an der Bürgerhalle Foto: Christiane Nitsche
  • Open-Air-Konzert mit Fury in the Slaughterhouse an der Bürgerhalle Foto: Christiane Nitsche
  • Open-Air-Konzert mit Fury in the Slaughterhouse an der Bürgerhalle Foto: Christiane Nitsche
  • Open-Air-Konzert mit Fury in the Slaughterhouse an der Bürgerhalle Foto: Christiane Nitsche
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  • Open-Air-Konzert mit Fury in the Slaughterhouse an der Bürgerhalle Foto: Christiane Nitsche
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  • Open-Air-Konzert mit Fury in the Slaughterhouse an der Bürgerhalle Foto: Christiane Nitsche
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  • Open-Air-Konzert mit Fury in the Slaughterhouse an der Bürgerhalle Foto: Christiane Nitsche
  • Open-Air-Konzert mit Fury in the Slaughterhouse an der Bürgerhalle Foto: Christiane Nitsche
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  • Open-Air-Konzert mit Fury in the Slaughterhouse an der Bürgerhalle Foto: Christiane Nitsche
  • Open-Air-Konzert mit Fury in the Slaughterhouse an der Bürgerhalle Foto: Christiane Nitsche
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  • Open-Air-Konzert mit Fury in the Slaughterhouse an der Bürgerhalle Foto: Christiane Nitsche
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  • Open-Air-Konzert mit Fury in the Slaughterhouse an der Bürgerhalle Foto: Christiane Nitsche
  • Open-Air-Konzert mit Fury in the Slaughterhouse an der Bürgerhalle Foto: Christiane Nitsche
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  • Open-Air-Konzert mit Fury in the Slaughterhouse an der Bürgerhalle Foto: Christiane Nitsche
  • Open-Air-Konzert mit Fury in the Slaughterhouse an der Bürgerhalle Foto: Christiane Nitsche
  • Open-Air-Konzert mit Fury in the Slaughterhouse an der Bürgerhalle Foto: Christiane Nitsche

So ganz loslassen von Fury können Sie noch nicht, oder?

Thorsten Wingenfelder: Fury ist ein erheblicher Teil unserer Historie. Es gab 2008 ein Ende, und es hatte auch seinen Sinn und Zweck. Es sind wieder neue Sachen entstanden, und es hätte auch durchaus so sein können, dass dieses Ende andauert. Man hat sich so ein wenig zusammen gefunden. Das letzte Jahr war am Ende so schön, weil wir die Ressentiments, die wir mal hatten, beiseite schieben konnten und wir mit diesem wahnsinnigen Erfolg eine genussvolle und angenehme Zeit zusammen hatten. So war das 30-jährige Fury-Jubiläum am Ende für alle schön. Für mich ist Fury nun eine runde Geschichte, und so hatten wir das Motto „Alles kann, nichts muss“ ausgerufen.

Woran denken Sie, wenn Sie an Münster denken?

Thorsten Wingenfelder: An mein allererstes Fußballspiel, das ich im Stadion gesehen habe. Mein Vater hat mal in Münster gearbeitet, und als ich ihn besucht habe, sind wir zu den Preußen gegangen.

Worauf dürfen sich die Fans freuen?

Thorsten Wingenfelder: Wir spielen das neue Album, es wird das musikalisch abwechslungsreichste Set überhaupt. Wir haben zwei neue Jungs in der Band, mit denen es anders klingt. Wie immer ist bei uns jeder Abend anders als der davor.

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