Aktionen rund um den Weltfrühchentag
Zwölf Wochen zu früh - schwieriger Start ins Familienleben

Münster -

Ein Wechselbad der Gefühle – so lassen sich die letzten Monate von Frances Heinrich und Arne Seeger aus Münster beschreiben. Die frisch gebackenen Eltern sind seit einigen Tagen mit ihrem ersten Kind Ida zu Hause und genießen das Familienleben in vollen Zügen.

Sonntag, 11.11.2018, 19:10 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 11.11.2018, 19:10 Uhr
Familie Heinrich-Seeger und Ida (im Strampler-Mützchen-Ensemble der Oma) besuchten die Mitarbeiter der neonatologischen Station im St.-Franziskus-Hospital Münster und sorgten dort für große Freude.
Familie Heinrich-Seeger und Ida (im Strampler-Mützchen-Ensemble der Oma) besuchten die Mitarbeiter der neonatologischen Station im St.-Franziskus-Hospital Münster und sorgten dort für große Freude. Foto: St. Franziskus-Hospital

Die Schwangerschaft von Frances Heinrich war zunächst sorglos und komplikationsfrei verlaufen, heißt es in einer Pressemitteilung des St.-Franziskus-Hospitals. Doch Mitte August kam die Wende: „Ich war in der 28. Schwangerschaftswoche und nahm an einer Fortbildung in Paderborn teil, als plötzlich der Blasensprung einsetzte“, erinnert sich die 32-jährige Mutter. „Kursleitung und die Kollegen reagierten umgehend, und so war ich schon zehn Minuten später im Krankenhaus.“ Dort konnte Baby Ida noch eine Woche im Mutterleib gehalten werden, bevor es am 21. August per Kaiserschnitt auf die Welt kam: 1110 Gramm schwer und 37 Zentimeter groß. Zunächst wurde das Baby im Inkubator auf der Neugeborenen-Intensivstation versorgt. Das Mädchen wurde per Magensonde ernährt und, da sie Atemaussetzer zeigte, beim Atmen unterstützt.

An einen Transport nach Münster war nicht zu denken. Kaum Vater geworden, war Arne Seeger von der Familie getrennt und musste viele Fahrten und Unterbringungskosten auf sich nehmen, um Mutter und Kind regelmäßig zu sehen und Zeit mit ihnen zu verbringen. Nach vier Wochen war Ida stabil genug für eine Verlegung ins St.-Franziskus-Hospital nach Münster. Die Mutter war im Franziskus-Hospital mit Ida gemeinsam auf der Kinderintensivstation untergebracht. Insgesamt sechs Wochen blieb das Frühchen noch auf der Station in Münster. „Wir waren sehr dankbar, dass die Ärzte und Pflegekräfte super zusammengearbeitet haben und jederzeit für uns ansprechbar waren. Wir fühlten uns immer eingebunden und haben Ida dann mit einem guten Gefühl im Hospital lassen können.“ Dankbar sind Frances Heinrich und Arne Seeger allen, die sie in den schwierigen Wochen unterstützt haben: „Ohne unsere Familie und Freunde hätten wir die Zeit im Krankenhaus nicht so gut meistern können“, betonen beide.

Den „Weltfrühchentag“ feiert die Familie mit Betroffenen am Samstag (17. November) im Marienhaus des St.-Franziskus-Hospitals. Ab 15 Uhr sind ehemalige Frühgeborene der Klinik und ihre Familien sowie alle Interessierten eingeladen, den Weltfrühchentag bei Kaffee und Kuchen zu feiern. Für Anmeldungen steht das Sekretariat der Klinik für Neonatologie und Kinderintensivmedizin unter ✆  0251 - 93 53 92 6 zur Verfügung. Anlässlich des „Welttages der Frühgeborenen“ lädt das Franziskus am Freitag (16. November) alle Interessierten ein. Zwischen 10 und 15 Uhr beantworten Dr. Florian Urlichs, Chefarzt der Klinik für Neonatologie und Kinderintensivmedizin, Fragen rund um Frühgeborene und kranke Neugeborene.

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