Strompreis wird erhöht
Stadtwerke-Kunden müssen tiefer in die Tasche greifen

Münster -

Die Stadtwerke verteuern für den großen Teil ihrer Kunden den Strom. Nur wer vertraglich einen Festpreis vereinbart hat, bleibt verschont.

Mittwoch, 14.11.2018, 20:00 Uhr aktualisiert: 14.11.2018, 20:53 Uhr
 
  Foto: Matthias Ahlke

Der überwiegende Teil der Stadtwerke-Stromkunden muss ab 1. Januar tiefer in die Tasche greifen. Der Preis für eine Kilowattstunde Strom erhöht sich dann um 0,95 Cent. Durchschnittlich schlage die Preiserhöhung pro Haushalt und Monat mit 1,50 Euro zu Buche, wie Daniela van der Pütten erläutert. Bei einem Jahresverbrauch von 2500 Kilowattstunden seien es monatlich 1,98 Euro mehr.

94.000 und damit zwei Drittel aller Stadtwerke-Stromkunden sind von der Preiserhöhung betroffen. Alle anderen haben per Vertrag eine Festpreisgarantie vereinbart – sie sind vorerst ausgenommen.

Öko-Strom wird teurer

Der Preis an der Strombörse, wo die Stadtwerke Strom einkaufen, habe sich seit 2016 verdoppelt. Nur weil die Stadtwerke noch Energie zu früher ausgehandelten Festpreisen bezögen und die Umlagen für Netzentgelte gesunken seien, werde der Preis erst jetzt angehoben, so van der Pütten. Grund für die steigenden Preise an der Strombörse seien steigende Kosten für Kohle und Gas und die Verteuerung von CO-Zertifikaten. Aber auch Öko-Strom werde teurer, so die Sprecherin – weshalb auch Stadtwerke-Kunden, die ausschließlich Ökostrom abnähmen, von der Preisanhebung nicht ausgenommen werden könnten.

Die Gaspreise sollen kurzfristig nicht steigen – obgleich Erdgas im Einkauf momentan ebenfalls teurer werde. „Wir müssen noch nicht mitziehen“, so van der Pütten. Ein Grund für die Teuerung bei Erdgas sei die global steigende Nachfrage. Der Preis ist schon seit einigen Jahren nicht mehr an den für Erdöl gekoppelt.

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