Seit 1993 am Alten Steinweg
Stadtbücherei feiert 25. Geburtstag

münster -

Um die Zukunft der Stadtbücherei ist dem stellvertretenden Leiter Gunter Riemers nicht bange. Zwar gingen die Ausleihzahlen zurück, die Zahl der Besucher nehme aber deutlich zu. Am Wochenende feiert der Neubau am Alten Steinweg den 25. Geburtstag.

Freitag, 16.11.2018, 18:36 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 16.11.2018, 15:58 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 16.11.2018, 18:36 Uhr
Die Stadtbücherei am Alten Steinweg wurde vor 25 Jahren eröffnet.
Die Stadtbücherei am Alten Steinweg wurde vor 25 Jahren eröffnet. Foto: Matthias Ahlke

Ein Vierteljahrhundert wird die münstersche Stadtbücherei nun alt. Dass sie ein Hingucker ist, weiß jeder. Dass sie auch ein „Hingeher“ ist, verrät Gunter Riemers, der stellvertretende Bibliotheksleiter. Zwar nähmen die Ausleihzahlen ab - die Aufenthaltszahlen aber gingen deutlich in die Höhe. Die Bibliothek wird von einem Bücherausleihort immer stärker zu einem Aufenthaltsort – einem Treffpunkt für die Stadtgesellschaft im weitesten Sinne.

Das habe, so Gunter Riemers, auch mit der Digitalisierung zu tun. Man könne nämlich nicht alles im Netz einfach googeln. Vielmehr gebe es zahlreiche Datenbanken, die in der münsterischen Stadtbücherei zur Verfügung stehen, etwa das Munzinger-Archiv oder den guten alten Brockhaus, der mittlerweile aus den Bücherei-Regalen ins Virtuelle entschwunden sei.

Außerdem sei die Bibliothek auch ein Ort des Lernens. Während Studenten natürlich die Uni-Bibliothek dafür nutzen, sei die Stadtbücherei vor allem bei vielen Schülern beliebt. „Zu Hause ist die Ablenkung groß, sei es durch Fernseher oder den Kühlschrank“, sagt Riemers. Kein Wunder, dass mit der Zeit immer mehr Plätze zum ungestörten Arbeiten eingerichtet wurden – für Schüler, Senioren oder Migranten.

Die Senioren erwähnt Riemers besonders. Die ältere Generation frequentiere immer öfter die Sprechstunden – sie schätze durchaus Computer und E-Book, brauche aber auch mehr Hilfe bei der Nutzung. Apropos E-Books: Da gibt es zweistellige Zuwachsraten, der Download laufe der herkömmlichen Ausleihe immer mehr den Rang ab.

Wie steht es um die Kinder und Jugendlichen – wachsen da genug Leser nach? Ja, sagt Riemers. Seit dem „Pisa-Schock“ habe auch der Besuch von Müttern mit Kleinkindern zugenommen.

Bewusst habe man zum 25. Jubiläum keine Feierstunde anberaumt, sondern begehe den kompletten Samstag mit Veranstaltungen. Denn: „Büchereien sind notwendiger denn je.“

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