Workshop im Kreativhaus
Der nächste Schritt für junge Talente

Münster -

Unter Anleitung von Hanna Meyerholz und ihrem Duopartner und Gitarristen Phil Wood fand am Wochenende der „Band-Up-Workshop“ im Kreativhaus statt. Als Austausch auf Augenhöhe gab es für Musiker, die sich professionalisieren wollen, Tipps und Tricks.

Montag, 19.11.2018, 13:32 Uhr aktualisiert: 20.11.2018, 13:28 Uhr
Musiker unter sich: Hanna Meyerholz und Phil Wood (kniend) mit den Teilnehmern des zweiten Band-Up-Workshops.
Musiker unter sich: Hanna Meyerholz und Phil Wood (kniend) mit den Teilnehmern des zweiten Band-Up-Workshops. Foto: Keno Fiedler

Eine Handvoll Musiker an einem runden Tisch, Gitarrenkoffer auf dem Boden und eine rege Diskussion darüber, was eigentlich „Ranz-Rock“ sein soll. Am Wochenende fand unter Anleitung von Hanna Meyerholz und ihrem Duopartner und Gitarristen Phil Wood der „Band-Up-Workshop“ im Kreativhaus statt. Als Austausch auf Augenhöhe gab es für die Musiker, die sich professionalisieren wollen, Tipps und Tricks.

Eine spezielle Erfahrung, nicht nur, weil es für alle teilnehmenden Bands und Solokünstler das erste Bandcoaching dieser Art ist. „Wir sind besonders, weil wir keine Grenzen bei den Genres ziehen“, sagt Meyerholz am Samstag, dem ersten von zwei Workshop-Tagen. Dementsprechend bunt gemischt ist auch die Runde.

Besonders sticht die Indie-Rock-Gruppe „Disco Damaged Kids“ auf. „Wir sind eine junge Band“, sagen sie, und: „Hier gibt es extrem viel Input.“ Was die Bandmitglieder besonders begeistere, seien die vielen Details und Ideen, auf die sie der Workshop aufmerksam mache.

Auch die Rock-Combo „At Midnight“ freut sich über das offene Gespräch. „Jeder traut sich viel zu sagen und man profitiert von den Fragen der anderen.“ Seit drei Jahren zieht die Gruppe auch akustisch durch Münsters Kneipen. Kürzlich hat sie ihr erstes Album veröffentlicht. Mit dem Workshop wollen die Bandmitglieder den nächsten großen Schritt machen – „selbstständiger und überregionaler“ werden.

Den nächsten Schritt will Songwriterin „Lia“ ebenfalls machen und sich per Crowd­founding das erste eigene Album finanzieren. „Hier bekomme ich Tipps, wie ich meine Musik in Worte fassen kann“, sagt sie.

Musik machen und dafür an diesem Tag darüber reden will auch das Duo „Kaum ein Vogel“. Mit ihrem musikalischen Kabarett sind sie schon mehrere Jahre unterwegs. „Vom Wohnzimmerkonzert bis zum Festivalauftritt war alles dabei“, scherzt die Band im Gespräch. Bei ihren Auftritten haben die Musiker stets ein E-Piano, ein selbstgebautes Schlagzeug, Spielzeugrasseln und eine Nasenflöte dabei – vom Band-Workshop erwarten sie sich derweil, dass sie besser und häufiger an Auftritte kommen.

„Wir versuchen hier die Erfahrungen, die wir bereits gemacht haben, weiterzugeben“, erklärt Meyerholz. Die Teilnehmer bestimmen dabei selbst die Inhalte des Workshops. Es gilt handfestes Material zu erzeugen, mit dem sich die Künstler präsentieren können.

Wie bereits die Premiere wird auch der zweite Band-Up-Workshop ein Konzert nach sich ziehen: Am 11. Dezember treten Lia, Disco Damaged Kids und At Midnight, jeweils mit einem eigenen Set, im Hott Jazz Club auf.

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