Land bewertet Projekt als förderungswürdig
B-Side vor dem Durchbruch

Münster -

Gute Nachricht für die B-Side: Der Beirat des Programms „Initiative ergreifen“ hat das Projekt als „förderungswürdig“ eingestuft. Die Umsetzung des Quartier- und Kulturzentrums auf der Südseite des Stadthafen 1 rückt damit in greifbare Nähe.

Samstag, 24.11.2018, 07:00 Uhr
Das Team der B-Side vor dem ehemaligen Hill-Speicher auf der Südseite des Stadthafens 1. Hier soll – neben dem Ruderverein – ein Quartier- und Kulturzentrum einziehen.
Das Team der B-Side vor dem ehemaligen Hill-Speicher auf der Südseite des Stadthafens 1. Hier soll – neben dem Ruderverein – ein Quartier- und Kulturzentrum einziehen. Foto: kal

Das Quartierszentrum B-Side im Stadthafen 1 kann auf einen Millionen-Zuschuss vom Land hoffen. Der Beirat des Programms „Initiative ergreifen – Bürger machen Stadt“ hat das Projekt in seiner jüngsten Sitzung als förderungswürdig eingestuft. Damit ist die Umsetzung der B-Side-Pläne in greifbare Nähe gerückt.

„Wir freuen uns riesig über die Entscheidung des Beirates, schließlich hatten wir zwei Jahre an dem Förderantrag gearbeitet“, sagt Tobias Stroppel , Geschäftsführer der B-Side GmbH, die den alten Hill-Speicher auf der südlichen Hafenseite zu einem alternativen Quartier- und Kulturzentrum umbauen will.

Sonnendeck soll entstehen

Neben Gruppenräumen, Küche, Ateliers, Studios, Proberäumen, Büros und einem Veranstaltungsraum soll ein Sonnendeck entstehen. Einen Teil des Erdgeschosses wird der Ruderverein Münster von 1882 nutzen. B-Side und Ruderclub wollen das Projekt als Bauherrengemeinschaft realisieren.

Die Gesamtkosten für die B-Side liegen laut Stroppel bei 6,6 Millionen Euro. Nach der Empfehlung des Beirates wird nun die Stadt Münster einen Förderantrag bei der Bezirksregierung stellen. Stimmt das NRW-Bauministerium zu, dann darf sich die B-Side auf einen Zuschuss in Höhe von bis zu 60 Prozent der Gesamtkosten freuen. Die restlichen 40 Prozent sollen sich nach den Vorstellungen der Initiative die B-Side und die Stadt Münster teilen.

Initiative will Eigenleistung erbringen

Mittlerweile hat die B-Side Direktkreditzusagen in Höhe von rund 600.000 Euro erhalten, so Stroppel. Baukosten in Höhe von 100.000 Euro wollen die Mitstreiter der Initiative in Eigenleistung erbringen – vom Einreißen der Mauern bis zum Verlegen von Böden. „Wir sind schließlich ein großes Kollektiv“, betont der Geschäftsführer. Zudem sind Spenden in Höhe von 125 000 Euro eingegangen. Die Initiative hofft, dass sich dieser Betrag noch auf 200 000 Euro erhöht.

Falls das Ministerium die Förderung des Projekts bewilligt, dann will die B-Side die Bauaufträge im kommenden Jahr ausschreiben. „Wir müssen uns dabei am Vergaberecht orientieren“, betont Stroppel. Die Bauarbeiten sollen 2020 starten und im dritten Quartal 2021 abgeschlossen sein.

Zweiter Erfolg für die B-Side

Die Bescheinigung der Förderungsfähigkeit ist für die B-Side der zweite große Erfolg in kurzer Zeit. Erst vor wenigen Wochen hatte das Bundesinnenministerium entschieden, das von der B-Side angestoßene Quartiersprojekt „Hansaforum“ für einen Zeitraum von drei Jahren mit 700.000 Euro zu fördern. Das Geld stammt aus einem Topf, der neue Modelle der Quartiersentwicklung unterstützt.

In die B-Side selbst werde davon kein Geld fließen, sagt Stroppel – „eine Doppelförderung ist nicht möglich“. Die Mittel sollen dafür verwandt werden, einen „Gemeinwohlquartiersindex“ zu erstellen und danach Projekte, die aus dem Viertel vorgeschlagen werden, zu fördern. Start ist Anfang kommenden Jahres mit einem „Gemeinwohlkonvent“, zu dem mehr als 200 Teilnehmer erwartet werden.

Eine Förderung, eine Förderzusage – wird die B-Side diese Erfolge auch feiern? „Bestimmt“, sagt Stoppel. „Aber erst einmal müssen sich die guten Nachrichten bei uns setzen.“

B-Side Festival 2018

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