Integration
Für jede Frau den richtigen Platz finden

Münster -

Emily Njenga ist ein Paradebeispiel, wie das Projekt „Zukunft wagen! Akzente setzen!“ für Mütter mit Migrationshintergrund die Integration vorantreibt. Die Zahlen sind beeindruckend.

Montag, 26.11.2018, 21:00 Uhr
Zukunft im Blick: Zu den Tagungsteilnehmerinnen gehörte Emily Njenga.
Zukunft im Blick: Zu den Tagungsteilnehmerinnen gehörte Emily Njenga. Foto: Presseamt Münster

Emily Njenga ist eine strahlende und zupackende Frau. Kaum zu glauben, dass ihr Selbstbewusstsein nicht lange nach ihrer Ankunft in Deutschland auf dem Nullpunkt war: kein angemessener Job, undurchschaubare Bürokratie, kein Austausch, um die Sprache zu üben. Das war vor zwei Jahren. Die gebürtige Kenianerin ist ein Paradebeispiel, wie das Projekt „Zukunft wagen! Akzente setzen!“ für Mütter mit Migrationshintergrund die Integration vorantreibt, heißt es in einer Pressemitteilung des Projekts.

Ergebnis vielversprechend 

Inzwischen stehe  fest, dass die GEBA, das städtische Jobcenter, die GGUA Flüchtlingshilfe und das Mehrgenerationenhaus und Mütterzentrum MuM mit dem Projekt in Verlängerung gehen werden. Die EU und das Bundesministerium für Familie geben für die nächsten dreieinhalb Jahre weitere Fördergelder. Kooperationspartner, Projektteilnehmerinnen und Arbeitgeber steckten in einer Tagung die Themen und Ziele ab.

„Wir sind in Münster sehr gut vernetzt und können daher die Frauen sehr individuell betreuen“, hebt Jobcenter-Leiter Ralf Bierstedt ein Erfolgsmerkmal des Projekts hervor. „Bei den Familien anzusetzen, um Mütter bei der Suche nach einer guten Arbeit zu unterstützen, entspricht genau unserer Logik im Jobcenter.“

Das Ergebnis könne sich sehen lassen: Von 172 Frauen im Projekt haben 109 die Beratung schon durchlaufen. 49 Prozent der Teilnehmerinnen haben nun eine sozialversicherungspflichtige Arbeits- oder Ausbildungsstelle; im Bund beträgt die Quote 39 Prozent. Darunter sind 20 Prozent (Bund: sechs Prozent) Teilnehmerinnen, die den Sprung aus einem Minijob in eine feste Anstellung schafften. Ein großer Teil der Mütter (44 Prozent) nutzte das Projekt bereits, um sich beruflich und sprachlich zu qualifizieren.

„Uns ist es wichtig, für jede Frau den richtigen Platz zu finden. Im Sprachkurs parken reicht nicht, denn die Sprachkompetenz entsteht im Tun und im sozialen Austausch“, unterstreicht Projektleiterin Sandra Rieksmeier von der GEBA. Emily Njenga ist mittlerweile im Hiltruper Designprojekt „HilDe“ aktiv.

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