1. Advents-Shopping
Das Weihnachtsgeschäft läuft an: Volle Stadt, entspannte Verkäufer

Münster -

Tausende Menschen strömten am ersten Adventssamstag in Münsters Innenstadt, um unter anderem Weihnachtspräsente zu besorgen. Erste Trends bei den Geschenke-Einkäufen kristallisieren sich bereits heraus. Zufriedenstellend fällt die erste Zwischenbilanz des Einzelhandels in Münster aus.

Sonntag, 02.12.2018, 16:54 Uhr
Kein Durchkommen: Am Samstag kamen Tausende Menschen in Münsters Innenstadt, um Weihnachtsgeschenke einzukaufen. Auch auf dem Prinzipalmarkt drängelten sich die Shoppenden von Geschäft zu Geschäft.
Kein Durchkommen: Am Samstag kamen Tausende Menschen in Münsters Innenstadt, um Weihnachtsgeschenke einzukaufen. Auch auf dem Prinzipalmarkt drängelten sich die Shoppenden von Geschäft zu Geschäft. Foto: Oliver Werner

Entspannt schiebt ein junges Paar einen Zwillingswagen durch die Menge. Nur für kleine Besorgungen war es unterwegs. „Alle waren freundlich,“ erzählt die junge Mutter lächelnd. Unglücklich hingegen schauen acht Sauerländerinnen drein, jede bestückt mit einem Mini-Elchgeweih als Kopfschmuck. „Es ist zu voll“, sind sie sich bei ihrem ersten Münster-Weihnachtsmarktbesuch einig. „Wenn wir wiederkommen, dann nicht mehr am Wochenende“. Eingekauft haben sie nichts, sie stöbern durch die Weihnachtsabteilung eines Kaufhauses.

Viele ziehen am ersten Adventssamstag in kleinen Gruppen, aber kaum beladen durch die Einkaufsstraßen. Entspannt wirken auch die Verkäufer in den Geschäften, sie nehmen sich Zeit für ein kleines Verkaufsresümee. „Es ist ein guter Samstag“, fasst Juwelier Nico Osthues den ersten Adventssamstag zusammen. Zu ihm kamen viele Paare, um gemeinsam Schmuck auszusuchen.

Impressionen vom 1. Adventssamstag in Münsters Innenstadt

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Stöbern & Gucken

Doch schon im Vorfeld ist das meiste gelaufen. Der Trend gehe zu qualitativen Stücken, gut überlegt und im Vorfeld geplant. Bei Poertgen Herder lautet das Urteil: „ein ruhiger Beginn“. Eine Buchhändlerin sieht das Weihnachtsgeschäft durch die wachsende Adventskalender-Industrie nach vorn verlagert. „Am ersten Samstag gucken die Kunden, orientieren sich, stöbern,“ beobachte ein erfahrener Kollege, und „der Alt-Münsteraner kommt nicht am Samstag in die Stadt.“

In Karstadts Parfümerieabteilung finden zwei Verkäuferinnen das Treiben „rummelig und chaotisch“. Ihre Nerven stärken sie zwischendurch mit Schokolade und Gummibärchen. Sie freuen sich schon auf ihre Couch.

„Super, bombig, richtig gut angelaufen,“ strahlt die Filialleiterin der Parfümerie Pieper. „Düfte sind gefragt.“

Online-Handel vs. Händler vor Ort

Entspannt sieht es gegen 18.30 Uhr bei Foto Ehrhardt aus. Eine Verkäuferin fasst zusammen: es sei „gut zu tun“, wie auch beim Kinderkaufhaus Mukk, wo noch reges Treiben herrscht. Vor allem Gesellschaftsspiele und Weihnachts-DVDs gingen über die Ladentheke. An der Treppe stehen zwei Schülerinnen und verpacken geduldig Präsente – in buntes, einfarbiges oder Weihnachtspapier. „Am Nachmittag mussten wir für eine Kundin 20 Puppentheaterfiguren einzeln für einen Adventskalender verpacken. Das dauerte eine halbe Stunde“, berichten sie.

Die Bilanz des Einzelhandels fällt zufriedenstellend aus: Stark gefragt waren weihnachtliche Dekorationen und Weihnachtsbäume. Darüber hinaus waren Adventskalender und Geschenke für Nikolaus und Wichtelaktionen ein großes Thema. „Es wird heutzutage natürlich auch das Angebot im Internet gesichtet, aber viele Dinge werden auch gerne beim Händler des Vertrauens vor Ort gekauft“, resümierte Karin Eksen, Geschäftsführerin des Handelsverbandes in Münster.

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