Haushaltsberatungen auf der Zielgeraden
Schwarz-Grün schraubt Stellenplan hoch: über 200 neue Stellen

Münster -

Der Stellenplan der Stadtverwaltung wurde im Haupt- und Finanzausschuss kontrovers diskutiert. Die Verwaltung hat selbst fast 200 neue Stellen vorgeschlagen, das schwarz-grüne Ratsbündnis möchte zusätzlich 30 weitere Stellen schaffen.

Mittwoch, 05.12.2018, 21:42 Uhr aktualisiert: 05.12.2018, 21:54 Uhr
 Das Stadthaus 1 in Münster.
 Das Stadthaus 1 in Münster. Foto: Oliver Werner

Eine Woche vor der Verabschiedung des 1,2 Milliarden schweren Haushalts der Stadt Münster ist der Stellenplan der Stadtverwaltung in den Blickpunkt geraten. Neben den von der Verwaltung selbst vorgeschlagenen fast 200 neuen Stellen, will das schwarz-grüne Ratsbündnis weitere 30 Stellen schaffen, unter anderem für ein politisch umstrittenes Quartiersmanagement, das beim Oberbürgermeister angesiedelt werden soll.

Schwerpunkte für die Schaffung neuer von der Verwaltung vorgeschlagener Stellen sollen die Bereiche „mit den aktuell größten Herausforderungen für die Stadt Münster“ sein, heißt es in dem Antrag von CDU und Grünen, der am Mittwochabend im Haupt- und Finanzausschuss eingebracht wurde. Dazu gehören Bildung, Bauen und Wohnen, Integration sowie Mobilität und Infrastruktur. „Alle anderen Stellen werden von der Verwaltung priorisiert und vor der Besetzung dem Personalausschuss zur Freigabe vorgelegt“, heißt es. Eine ausdrückliche Festlegung, welche Stellen nicht besetzt werden sollen, vermied das Ratsbündnis.

Dieses Vorgehen löste Kritik aus der Opposition aus: „Es würde doch politisch Sinn machen, wenn Sie selbst Verantwortung übernehmen“, sprach SPD-Fraktionschef Dr. Michael Jung das Ratsbündnis direkt an. Linke-Fraktionschef Rüdiger Sagel kritisierte erneut ein Quartiersmanagement ohne aus seiner Sicht schlüssiges Konzept.

Diese städtischen Amtsleiter werden in den kommenden zwei Jahren pensioniert

1/6
  • Martina Arndts-Haupt. Seit 1987 leitet die inzwischen dienst­älteste Amtsleiterin der Stadt das Frauenbüro und wird im kommenden Jahr 2019 ebenso ­altersbedingt ausscheiden...

    Foto: stadt Münster
  • ... wie Anna Pohl (hier rechts im Bild mit Stadtdirektor Thomas Paal), die seit dem Jahr 1999 Leiterin des Amtes für Kinder, Jugend und Familien ist.

    Foto: Lisa Fraszewski
  • Ein Jahr später, 2020, verliert die Verwaltung mit Ordnungsamtsleiter Martin Schulze-Werner einen erfahrenen Juristen und ausgewiesenen Münster-Experten.

    Foto: Oliver Werner
  • Im gleichen Jahr wird der Leiter des Presse- und Informationsamtes, Joachim Schiek (l.), in Pension gehen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Das städtische Dezernat für Planung und Bau verliert im kommenden Jahr zusätzlich den langjährigen Planungsdezernenten Siegfried Thielen.

    Foto: isa
  • Bereits Ende dieses Jahres verabschiedet sich Dr. Johann Lambacher, seit 2005 Leiter des Stadtarchivs.

    Foto: Matthias Ahlke

In ihrem Antrag bekräftigten CDU und Grüne das Ziel, die Personalkosten im Griff zu behalten. „Der Stellenzuwachs ist mit Blick auf eine generationsgerechte Finanzpolitik so gering wie möglich zu halten.“ Die Aufgaben in einer wachsenden Stadt müssten aber erfüllt werden. Stellen, die nicht zu diesen Bereichen gehörten, würden deshalb zunächst mit einem Sperrvermerk versehen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6237920?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F
Fünf Tatverdächtige nach Geldboten-Coup festgenommen
„Aktenzeichen XY .. ungelöst“: Fünf Tatverdächtige nach Geldboten-Coup festgenommen
Nachrichten-Ticker