„Bausteine für Bildung“
Die Hilfe für Peru kommt an

Münster -

Ursula und Erwin Stroot gehören zu den unermüdlichsten Wohltätern der Stadt. Nun haben die beiden die Stiftung „Bausteine für Bildung“ gegründet, deren Tätigkeit dem Ausbau von Schulen vor allem in Peru zugute kommt.

Freitag, 07.12.2018, 10:00 Uhr
„Bienvenidos Familia Stroot“: Als Ursula und Erwin Stroot vor fünf Jahren nach Peru reisten, wurden sie dort als Wohltäter gefeiert. Nun haben die beiden ihre eigene Stiftung gegründet: Regierungspräsidentin Dorothee Feller (kleines Bild M.) überreichte die Urkunde.
„Bienvenidos Familia Stroot“: Als Ursula und Erwin Stroot vor fünf Jahren nach Peru reisten, wurden sie dort als Wohltäter gefeiert. Nun haben die beiden ihre eigene Stiftung gegründet: Regierungspräsidentin Dorothee Feller (kleines Bild M.) überreichte die Urkunde. Foto: Stroot/spe

Das halbe Dorf war damals auf den Beinen: Ursula und Erwin Stroot, die schon seit vielen Jahren das Projekt „Teilen und Helfen“ der Pfarrgemeinde St. Theresia koordinierten, wurden 2013 als Wohltäter gefeiert. Mit Unterstützung von Spenden aus Münster konnte damals im Dorf Ticani Pampa eine weiterführende Schule eingerichtet werden. „Teilen und Helfen“ war auch ein Projekt der Spendenaktion unserer Zeitung.

Die Kinder in den Anden-Dörfern Perus liegen den beiden Münsteranern nach wie vor am Herzen. Ohne eine gründliche Ausbildung kämen viele Kinder niemals aus dem Teufelskreis aus Armut und Elend heraus. Die Stroots unterstützen mittlerweile elf Internate in der Nähe der alten Inka-Hauptstadt Cusco und sehen, wie die Entwicklung an den Schulen vorankommt. Die Kinder erhalten neben guter Schulbildung auch praktische landwirtschaftliche Kenntnisse und verbessern durch die Zucht von Meerschweinchen, Hühnern, Schafen und Blumenzwiebeln die Situation ihrer Familien. „Heute wissen die Söhne oft mehr als ihre Väter – und die Eltern sind unglaublich stolz“, sagt Erwin Stroot.

Das Ziel: Armut bekämpfen

Immer noch sind Ursula und Erwin Stroot dem Projekt „Teilen und Helfen“ verbunden. Unabhängig davon allerdings gründeten sie jetzt die Stiftung „Bausteine für Bildung“ – mit dem Ziel, Schulen zu unterstützen. Regierungspräsidentin Dorothee Feller überreichte nun die Urkunde über die Anerkennung der Stiftung. Es ist die 13. Stiftung, die in Münster in diesem Jahr anerkannt wurde – und die 217. Stiftung insgesamt in der Stadt.

Demo für mehr bezahlbaren Wohnraum

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  • Am Mittwoch (10. Oktober) demonstrieren rund 50 Menschen auf der Windthorststraße für mehr Wohnraum für Studierende. Der AstA der WWU hatte zu der Demonstration aufgerufen.

    Foto: Pjer Biederstädt
  • „Weil Wohnheime saniert werden, fallen viele Wohnmöglichkeiten weg“, sagte Luca Horoba, AStA-Referent für Soziales und Wohnen, vor der Demonstration.

    Foto: Pjer Biederstädt
  • Mit vielen kreativen Schildern machen diese Studentinnen ihrem Ärger Luft.

    Foto: Pjer Biederstädt
  • Kreativ waren die Plakat-Schreiber allemal.

    Foto: Pjer Biederstädt
  • Studenten gehen für Wohnraum auf die Straße Foto: Pjer Biederstädt
  • Studenten gehen für Wohnraum auf die Straße Foto: Pjer Biederstädt
  • Studenten gehen für Wohnraum auf die Straße Foto: Pjer Biederstädt
  • Studenten gehen für Wohnraum auf die Straße Foto: Pjer Biederstädt
  • Studenten gehen für Wohnraum auf die Straße Foto: Pjer Biederstädt
  • Studenten gehen für Wohnraum auf die Straße Foto: Pjer Biederstädt
  • Studenten gehen für Wohnraum auf die Straße Foto: Pjer Biederstädt
  • Studenten gehen für Wohnraum auf die Straße Foto: Pjer Biederstädt
  • Studenten gehen für Wohnraum auf die Straße Foto: Pjer Biederstädt
  • Studenten gehen für Wohnraum auf die Straße Foto: Pjer Biederstädt
  • Studenten gehen für Wohnraum auf die Straße Foto: Pjer Biederstädt
  • Studenten gehen für Wohnraum auf die Straße Foto: Pjer Biederstädt
  • Studenten gehen für Wohnraum auf die Straße Foto: Pjer Biederstädt
  • Studenten gehen für Wohnraum auf die Straße Foto: Pjer Biederstädt
  • Studenten gehen für Wohnraum auf die Straße Foto: Pjer Biederstädt
  • Studenten gehen für Wohnraum auf die Straße Foto: Pjer Biederstädt

Die Stiftung „Bausteine für Bildung“ geht mit 100 000 Euro an den Start. Das Anfangsvermögen muss ungeschmälert erhalten bleiben, Zustiftungen und Spenden sind willkommen. Ihre Tätigkeit ist nicht auf Südamerika beschränkt; aber es ist im Sinne der Stifter, große Armut zu bekämpfen. Und in den Anden geht es eben nicht um Digitalisierung, sondern um Lesen und Schreiben. Und darum, dass auch Mädchen zur Schule gehen dürfen.

An gebratene Meerschweinchen gewöhnt man sich

Die beiden Stifter sprechen Spanisch und reisen alle zwei Jahre auf eigene Kosten nach Peru. „Wir lieben es, die Schulen zu besuchen“, unterstreicht Erwin Stroot. An den Geschmack gebratener Meerschweinchen und getrockneter Kartoffeln habe man sich inzwischen gewöhnt. Direkt am Ort wird dann geklärt, was am dringendsten gebraucht wird. Betten beispielsweise. Oder Besteck. Oder Schulmaterial. Der Stiftungszweck ist relativ offen gehalten; Hauptsache, die Hilfe kommt an.

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