Debatte über Ausbau an der Hammer Straße
Stadion-Bau: Start nicht vor 2020

Münster -

“Preußen ist nicht das Wichtigste“, sagte Grünen-Fraktionschef Otto Reiners. Trotzdem wurde im Finanzausschuss wieder darüber diskutiert.

Donnerstag, 06.12.2018, 19:00 Uhr aktualisiert: 06.12.2018, 21:08 Uhr
Voraussichtlich nicht vor dem Jahr 2020 werden im Preußen-Stadion die Bagger für den Ausbau anrollen.
Voraussichtlich nicht vor dem Jahr 2020 werden im Preußen-Stadion die Bagger für den Ausbau anrollen. Foto: Matthias Ahlke

Der Aus- und Umbau des Preußen-Stadions an der Hammer Straße wird voraussichtlich nicht vor dem Jahr 2020 beginnen. Das wurde auf der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Mittwoch deutlich – auch wenn 2019 noch besser wäre, wie es CDU-Ratsherr Dietmar Erber formulierte. Doch diesen Wunsch bremste FDP-Fraktionsvorsitzende Carola Möllemann-Appelhoff unter Verweis auf die ungeklärten Kostenfragen aus. „Der Bagger legt nicht 2019 los, ohne dass man weiß, was kostet was.“

Das schwarz-grüne Ratsbündnis hatte tags zuvor eingeräumt, dass man sich bei der in Aussicht gestellten Summe von 40 Millionen Euro für den Sportpark Berg Fidel samt Bahnhaltepunkt an vergleichbaren Umbauplänen in Darmstadt orientiert habe. Für das nächste Jahr haben CDU und Grüne mehr als zehn Millionen Euro für das Projekt bereitgestellt; weitere zehn Millionen sind schon für 2020 eingeplant.

Eine „vertane Chance“

„Bei Preußen sind mehr Fragen offen, als Antworten gegeben“, kritisierte unterdessen SPD-Fraktionschef Dr. Michael Jung. Eine „vertane Chance“ sei es, dass die Verlagerung des Preußen-Stadions nicht geglückt sei. Dagegen verwies CDU-Mann Erber darauf, dass es in der Stadionfrage jetzt erstmals vorangehe.

In der Stadtverwaltung scheint bislang noch ungeklärt zu sein, wer das Millionen-Vorhaben Stadion-Umbau federführend begleitet. Einen Ansprechpartner konnte Oberbürgermeister Markus Lewe auf Jungs Nachfrage nicht nennen. Er verwies zunächst auf eine arbeitsfähige, kleine Projektgruppe aus Vertretern der Stadt und des Vereins. Diese soll sich den Themen Umbau und Nachwuchsleistungszentrum widmen sowie die rechtlichen Beziehungen zwischen Verein und Stadt Münster klären.

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