Nach der WN-Spendenaktion
Förderverein für Wohnhilfen nutzt Geld für Küchen

Münster -

Den Förderverein für Wohnungshilfen haben WN-Leser im vergangenen Jahr bei der Weihnachtsspendenaktion unserer Zeitung unterstützt. Das Geld hat der Verein für die Anschaffung von Küchen in elf neuen Appartements verwendet. In diese Wohnungen ziehen in Kürze bisher obdachlose Senioren ein.

Freitag, 07.12.2018, 14:00 Uhr
Bernd Mülbrecht vom Förderverein für Wohnungshilfen in einer von der WN-Spendenaktion bezahlten Küche.
Bernd Mülbrecht vom Förderverein für Wohnungshilfen in einer von der WN-Spendenaktion bezahlten Küche. Foto: Marion Fenner

„Diese schönen Küchen für die künftigen Bewohner der elf Appartements in der Gruppenwohnung ,York-Höfe‘ für wohnungslose Senioren verdanken wir den Spenden der WN-Leser“, freut sich Bernd Mülbrecht vom Förderverein für Wohnungshilfen. Bei der Weihnachtsspendenaktion im vergangenen Jahr hatten Leser unserer Zeitung den Förderverein großzügig unterstützt.

„Diese Solidarität der münsterischen Bürger hat mich sehr berührt“, sagt Mülbrecht, während er durch den Neubau an der Steinfurter Straße und führt. Die Appartements sind so gut wie bezugsfertig, die Handwerker nur noch mit einigen Restarbeiten beschäftigt.

Studierende als Alltagsbegleiter

„Die neuen Bewohner können es kaum noch abwarten, endlich einzuziehen“, berichtet Mülbrecht. Es werden Frauen und Männer im Alter von 65 bis 70 Jahren sein. Voraussetzung für die Nutzung ist zum einen, dass diese Menschen nicht mehr dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen und einen anerkannten Bedarf für eine geförderte Wohnung haben.

Außerdem seien sie vom Fachdienst Pflegebedürftigkeit und Senioren ausgewählt worden, erläutert Mülbrecht weiter. Alle Appartements sind barrierefrei, einige auch rollstuhlgerecht. Mit einer halben Stelle ist eine Hauswirtschafterin angestellt, des Weiteren kümmern sich fünf Studierende als Alltagsbegleiter um die neuen Mieter. Zudem gibt es einen Sozialarbeiter, der die Bewohner bei ihren Anliegen betreut und den Pflegedienst koordiniert.

Dort läuft es sehr gut, die Bewohner fühlen sich dort sehr wohl und pflegen eine gute Nachbarschaft mit den anderen Mietern.

Bernd Mülbrecht über die Wohnungen in er profanierten Dreifaltigkeitskirche

„Richtig schön ist es hier geworden“, sagt Mülbrecht, der dankbar ist, dass das städtische Wohnungsunternehmen Wohn- und Stadtbau dieses Konzept unterstützt. In der profanierten Dreifaltigkeitskirche gibt es seit 2013 bereits Sozialwohnungen für über 60-Jährige, pflegebedürftige wohnungslose Personen. „Dort läuft es sehr gut, die Bewohner fühlen sich dort sehr wohl und pflegen eine gute Nachbarschaft mit den anderen Mietern.“

Mülbrecht ist überzeugt, dass das in den „York-Höfen“, ebenso gut klappt. „Wir wissen noch gar nicht, wie sich die Nachbarschaft zusammensetzt. Unsere Türen werden aber offen sein, wir wollen sie zu uns auf jeden Fall einladen.“

Einladung an Spender

Jetzt werden erst einmal die Spender eingeladen, sich ein Bild davon zu machen, was mit ihrem Geld passiert ist. Denn nicht nur die Küchen in den Wohnungen, sondern auch das Mobiliar der Gemeinschaftsküche sowie eine Waschmaschine und ein Trockner sind davon gekauft worden. Das Treffen findet am dritten Advent (16. Dezember) von 15 bis 19 Uhr statt.

Die Projekte der WN-Spendenaktion 2018

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  • Unseren Mitmenschen helfen - besonders jenen, die in einer akuten Notsituation sind: Das ist der Leitgedanke der WN-Spendenaktion.  Wir stellen Ihnen alle vier Projekte aus Münster vor. 

    Foto: diverse
  • Weiterbildung und gesellschaftliche Teilhabe - davon sind Menschen mit Behinderung oft ausgeschlossen. Um sich weiterzubilden und gegenseitig zu bestärken, gibt es das Fabi-Bildungsprogramm "Menschen mit Behinderung bilden sich weiter" der Evangelischen Familienbildungsstätte. Es setzt darauf, dass die Teilnehmer des Projektes nicht nur selbst lernen, sondern mit dem erlangten Wissen selbst Kurse für andere Betroffene durchführen können, so wie Thomas Wendt (rechts), der Co-Leiter eines Tanzkurses ist.

    Foto: Pjer Biederstädt
  • Das Angebot des Projektes ist groß. Es geht um Gesundheit, Sport, Ernährung, Computer, Reisen oder Kultur – die Liste ist lang. Inklusion ist kein Konzept, sondern eine Haltung, so Barbara Stober, Vorsitzende des Trägervereines. Spendenkonto-IBAN: DE 43 4005 0150 0000 0088 88

    Foto: Familienbildungsstätte
  • Wenn die Krankheit einen Menschen langsam in den Tod begleitet, dann haben die meisten einen letzten Wunsch. Doch wie kommt man als todkranker Krebspatient aus dem Krankenhaus in das Stadion seines Lieblings-Fußballvereines? Oder ans Meer? Oder ein letztes mal nach Hause? Zu diesem Zweck gibt es die Wünschewagen-Hotline des Arbeiter-Samariter-Bundes: um Menschen das vielleicht letzte mal glücklich zu machen.

    Foto: Oliver Werner
  • Die Erfüller der Wünsche arbeiten ehrenamtlich, sie benötigen eine Schulung und Ausstattung. So entstehen pro Jahr für jeden Mitarbeiter Kosten in Höhe von etwa 1500 Euro. Um das Team auf 120 Mitarbeiter aufstocken zu können, um noch mehr Menschen den letzten Wunsch zu erfüllen, ist der Wünschewagen auf Spenden angewiesen. Spendenkonto-IBAN: DE 43 4005 0150 0000 0088 88

    Foto: ASB
  • Bis vor nicht allzu langer Zeit galt Lublin als eine der ärmsten Regionen in der EU. Zwar sieht das mittlerweile anders aus, dennoch fehlt es vielerorts gerade im sozialen Bereich. Um das zu ändern, stärkt Münster die Region durch eine Städtepartnerschaft. Verantwortlich dafür ist auch der Förderverein Münster-Lublin, der lokale Projekte unterstützt. 

    Foto: privat
  • Neben einem Heim für obdachlose Frauen und alleinerziehende Mütter möchte der Verein nun mit Hilfe der Evangelischen Kirchengemeinde drei weitere soziale Projekte unterstützen: ein Kinderhospiz und zwei Schulen, eine für gehörlose, die andere für blinde Schüler. Spendenkonto-IBAN: DE 43 4005 0150 0000 0088 88

    Foto: Einrichtung
  • Nach einer erfolglosen Chemotherapie stellt eine Knochenmarktransplantation für Krebspatienten oft die letzte Hoffnung dar. Mit der Transplantation geht aber auch eine wochenlange Isolation einher. Der Freundeskreis KMT Münster setzt sich dafür ein, diese Zeit so erträglich wie möglich zu gestalten.

    Foto: Freundeskreis KMT Münster
  • Das Transplantationszentrum in Münster soll um 20 Zimmer erweitert werden. Der Freundeskreis KMT Münster sammelt Spenden für neue Laborgeräte, Trainingsgeräte, E-Book-Reader und Spezialfernseher, die das Immunsystem der Patienten nicht beeinträchtigen. Spendenkonto-IBAN: DE 43 4005 0150 0000 0088 88

    Foto: Matthias Ahlke
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